Greta Zietz und Olaf v. Hartz siegen bei internationalem Wildwasserrennen in Monschau 

05.06.2019

Monschau: Beim ersten Ranglistenrennen des deutschen Kanu- Verbandes auf der Rur in Monschau konnten sich die Zugpferde der Kanu- Gesellschaft Celle hervorragend in Szene setzen. Optimal lief es für Greta Zietz und Olaf v. Hartz, die jeweils den Sieg in ihrer Klasse einfahren konnten. Alina Zimmer steuerte eine Silbermedaille zu Erfolgsbilanz bei und Alke Overbeck meldete sich mit Bronze in der Deutschen Spitze zurück.
Für Greta Zietz und Alina Zimmer war es das Debüt auf der nicht ganz einfachen Rennstrecke durch die schöne Stadt Monschau und entsprechend groß war dann doch der Respekt vor den Schlüsselstellen, besonders dem „Favortitentöter“ einem rund drei Meter hohem Schrägwehr mit schwierig zu fahrenden Auslauf, zumal die Wasserverhältnisse vor Ort auch in diesem Jahr wieder nur eine einzige Trainingsfahrt direkt vor dem Rennen zuließen. Die beiden ließen sich davon nicht beeindrucken, gingen die Sache konzentriert an und so blieb denn auch der Erfolg nicht aus: Besonders Greta Zietz gelang vor dem staunenden Publikum auf Anhieb eine perfekte Fahrt durch dieses Kriterium, mit der sie sich schon zu Beginn der Strecke an die Spitze des Feldes setzen konnte. Auf der langen Reststrecke durch die einsame Waldschlucht unterhalb von Monschau bauten sie Ihren Vorsprung mit einer beeindruckenden Ausdauerleistung Stück für Stück weiter aus, um am Ende mit einer unglaublich schnellen Zeit und einem sicheren Vorsprung den zweiten Saisonsieg im Rennen der weiblichen Jugend KI für sich klar zu machen. Nur eine konnte da noch mithalten: Alina Zimmer ließ sich von einem kleinen Fahrfehler an der Schlüsselstelle nicht entmutigen, mit einigen entschlossenen Korrekturschlägen war sie schnell wieder auf Kurs, kämpfte auf der weitere Strecke um jede Sekunde und fuhr so, ebenfalls noch mit einer hervorragenden Zeit auf Rang zwei.               
Trainer und Altmeister Olaf v. Hartz zeigte sich tief beeindruckt von den Leistungen seiner Mädels: „Wenn man auf den Favoritentöter zufährt, ist das jedes Mal ein beeindruckender Anblick, toll wie die beiden mit Nervenstärke und guter Fahrtechnik auf Anhieb so gut da runter gekommen sind!“ Er selbst kennt natürlich die Rennstrecke inzwischen wie die berühmte Westentasche und so war es nicht verwunderlich, dass er gewohnt sicher seinen Weg über die Wehre und zwischen den zahlreichen Steinen hindurch fand. Schnell konnte er sich vom Feld absetzen und am Ende mit einer starken Fahrzeit einen souveränen Sieg gegen die internationale Konkurrenz bei den Masters C im KI einfahren. Tobias Zimmer zeigte auch in Monschau in seinem ersten Jahr in der Leistungsklasse eine sehenswerte Leistung, technisch versiert hatte er ebenfalls keine Probleme mit der Strecke und so konnte er mit einer starken Ausdauerleistung den 17 Rang erreichen. 
Alke Overbeck bewies in Monschau, dass auch in diesem Jahr wieder mit Jahr gerechnet werden muss. Technisch perfekt und nach überstandenem Infekt wieder auf dem Weg nach vorn mischte sie sich schon wieder in den Kampf um den Sieg mit ein, zu dem am Ende nach rund 20 Minuten Fahrzeit über die etwas 5 km lange Rennstrecke gerade 5 Sekunden fehlten, als zweitbeste deutsche Fahrerin brachte ihr aber auch der dritte Platz wichtige Ranglistenpunkte.  
Als einer der letzten Wettkämpfe in Deutschland auf „echtem Wildwasser“ erfreut sich das Rennen auf der Rur inzwischen wieder jährlich steigender Teilnehmerzahlen, wozu sicherlich nicht ganz unerheblich die hervorragend präparierte Rennstrecke beiträgt. Auch bei der diesjährigen 63. Ausgabe dieser Traditionsveranstaltung waren neben der gesamten deutschen Wildwasserelite auch wieder Teilnehmer aus Belgien und den Niederlanden am Start.    
Olaf v. Hartz