LKV Niedersachsen vertieft Zusammenarbeit mit Japan

09.10.2018

Junge Rennsportler aus Niedersachsen zehn Tage zu Gast in Tokushima

Es war ein Wiedersehen unter Freunden: Im Sommer waren junge Kanuten aus der japanischen Provinz Tokushima in Hannover zu Gast, jetzt sind sechs Kanurennsportler und zwei Begleiter aus Niedersachsen zum Gegenbesuch angereist. Gemeinsames Training im neuen Kanu-Trainingszentrum, sportliche Wettkämpfe, Ausflüge und Besichtigungen, offizielle Empfänge und nicht zuletzt der herzliche Empfang und die gute Betreuung machten den zehntägigen Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Daran konnte auch der Taifun Trami, der währenddessen über das Land zog, nichts ändern.

 

Unterstützung für die Naka-Kanuten

Die Niedersachsen waren mit ihren besten jugendlichen Kanurennsportlern angereist, darunter Teilnehmer der Olympic Hope Games und Medaillenträger aus den deutschen Meisterschaften. Da konnten viele Tipps und Hilfen an die jungen Kanuten aus Naka gegeben werden, die diese wie auch ihr Trainer wiederum sehr intensiv aufnahmen und zur Verbesserung ihrer Paddeltechnik nutzten.

 

Trainingszentrum in Naka fertig

Im letzten Jahr hatten die Niedersachsen den Rohbau des Trainingszentrums für Kanurennsport am Kawaguchi-Stausee des Naka-Flusses besichtigt, diesmal konnten sie das fertige Gebäude nebst Anlagen schon nutzen: Es ist alles fertig, und auch die Ballonierung einer 1000-Meter-Wettkampfstrecke mit vier Bahnen auf dem Stausee ist da; ein motorisierter Katamaran ist für die Trainingsbegleitung angeschafft worden. Damit haben sich die Trainingsbedingungen erheblich verbessert. Gemeinsam mit den Kanusportlern der Naka High School wurden daher eine Reihe von Trainingseinheiten ausgeführt – einmal sogar begleitet vom japanischen Fernsehen. Auf Anregung der Gäste wurde der Kraftraum im Trainingszentrum mit weiteren Geräten ausgestattet, so dass alles bestens für das direkt anschließende Trainingslager des deutschen Nationalteams vorbereitet ist. Aber der Naka-Fluss hat noch mehr zu bieten: Nach dem Stausee ist er wieder herrliches Wildwasser – das haben die Rennsportler zu einer Wildwassertour mit großem Spaß genutzt.

 

Schulfeste, Tempel und Schreine

Ein Schul- und ein Sportfest an der Naka High School brachten die jungen Leute beider Länder einander weiter näher. Ausflüge zu einem buddhistischen Tempel und zu hintoistischen Schreinen brachten Einblicke in die japanischen Religionen. Beeindruckend waren auch die Seilbahnfahrt hoch in die Berge und eine Schifffahrt zum Gezeitenstrudel bei Naruto. Nicht zu kurz kam zudem die kulinarische Seite: Die Gäste wurden bestens mit japanischer Küche versorgt.

 

Herzliche Freundschaft

Die niedersächsische Sportdelegation war vom 26.09.2018 bis zum 05.10.2018 in der Präfektur Tokushima/Japan zu Gast. Der Aufenthalt fand im Rahmen der internationalen Partnerschaft Tokushima – Niedersachsen statt und war von den Gastgebern in Tokushima perfekt organisiert. Bereits am Flughafen wurde die deutsche Sportdelegation mit großen Deutschland-Flaggen und Transparenten begrüßt. Gute Betreuung während des gesamten Aufenthaltes, Empfänge in der Präfektur Tokushima, der Stadt Naka und der Naka High School unterstrichen die Bedeutung, die dem Partnerprojekt auch auf japanischer Seite erwiesen wird. Besonders herzlich waren aber alle Treffen mit den Kanusportlern aus Naka, selbst über die Sprachbarrieren hinweg funktionierte die Kommunikation sehr gut.

Für das nächste Jahr sind bereits wieder gemeinsame Trainingslager in Hannover und Naka fest eingeplant. Die Präfektur Tokushima, die Stadt Naka und der Landessportbundes Niedersachsen haben erneut ihre Unterstützung zugesagt.

 

Foto: Junge Kanuten aus Niedersachsen und Tokushima. Links: LKV-Präsident Albert Emmerich und Landestrainer Jan Francik

Fotoserien zu der Meldung


Japanbesuch 2018 (12.10.2018)

Junge Kanurennsportler aus Niedersachsen zu Besuch bei Sportkollegen im japanischen Naka, Provinz Tokushima