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Aktuelle Meldungen

Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe ab 1. April 2019 gesperrt: Kanuten müssen mit Bootswagen umtragen

(19.03.2019)

Das Abschlussbauwerk des Hadelner Kanals, die Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe wird ab dem 1. April 2019 erneuert. Während der dreijährigen Bauzeit kann dort nicht geschleust werden. Kanus müssen über einen zirka einen Kilometer langen Umtrageweg transportiert werden; dafür sollte unbedingt ein Bootswagen mitgeführt werden.

 

Schifffahrtverbindung Weser – Elbe

Der Hadelner Kanal ist Teil des 55 Kilometer langen Schifffahrtweges zwischen Weser und Elbe, der von vielen Kanuten genutzt wird. Er verbindet Bremerhaven und Otterndorf über die Geeste, den Bederkesa-Geeste-Kanal, die Aue und den Hadelner Kanal. Über die Otterndorfer Schleuse gelangt man dann in die Elbe. Bei Kanuten, die zur Küste wollen, ist dieser Binnenweg sehr beliebt, da die Alternative über die Außenweser wegen ihres Nordseecharakters für viele nicht infrage kommt.

 

Alte Otterndorfer Schleuse muss ersetzt werden

Die Otterndorfer Schleuse wurde 1854 als Tunnelgewölbe mit einem Stemmtorpaar in die Deichlinie gebaut. Nachdem zahlreiche Deiche wegen der kontinuierlich steigenden Pegelstände der Nordsee bereits erhöht worden sind, muss dies im Bereich Otterndorf nun nachgeholt werden – mit Konsequenzen für die Schleuse. Das Bauwerk lässt sich konstruktionsbedingt nicht weiter erhöhen. Deshalb wird es abgerissen und komplett neu errichtet. Während die Schleusenzeiten in Otterndorf bisher von der Tide abhängig waren, kann in Zukunft durchgehend während der Dienstzeiten geschleust werden, auch im Winter, wenn kein Eisgang ist.

 

Umtragen über neuen Schwimmsteg

Während der auf gut drei Jahre angesetzten Bauzeit ist ein Schleusen nicht möglich. Für Kanuten ist jedoch eine Umtragemöglichkeit eingerichtet. Dafür ist vor der Schleuse auf der Höhe der Seglerhalle ein Ponton verankert, über den man aussteigen kann. Allerdings muss man dann sein Boot bis zum Sportboothafen im Mündungsbereich der Medem rollern, da außendeichs vor der Schleuse kein Anleger vorgesehen ist. Die Entfernung beträgt etwa 1 km. Das Bild unten zeigt die Aus- und Einsatzstellen.

 

Ein Ausstieg an der Medem, die 400 Meter westlich der Kanalschleuse in die Unterelbe mündet, ist nicht vorgesehen. Nicht mehr nutzbar ist auch der Ponton am Durchstich zwischen Medem und Kanal, über den man bisher außerhalb der Schleusenzeiten umtragen konnte. Dieser Ponton entfällt zukünftig.

 

Foto zur Meldung: Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe ab 1. April 2019 gesperrt: Kanuten müssen mit Bootswagen umtragen
Foto: Neue Hadelner Schleuse

Kanu-Aktion für saubere Flüsse: „STINK-Tour“ von Göttingen zur Nordsee setzt Zeichen gegen Gewässerverschmutzung

(09.03.2019)

Mikroplastik, Nitrat, Phosphat, Säuren, Schwermetalle und Medikamente: Die schädliche Fracht in Flüssen und Bächen wird immer größer. Mit einer Paddeltour von Göttingen bis ins Wattenmeer engagieren sich niedersächsische Kanuten gegen die zunehmende Gewässerverschmutzung. Die Fahrt startet am 28. April 2019 auf der Leine und führt über Aller und Weser bis zum Wattenmeer. Sie endet mit einem Aktionstag am 17. Mai 2019 in Fedderwardersiel.

 

Um die Gewässer steht es schlecht

„Es stinkt zum Himmel, was da an Abwässern in unseren Flüssen fließt und sich ins Weltnaturerbe Wattenmeer ergießt“, empört sich Kanute Edgar Schulz, Initiator und Organisator der Umweltaktion. „STINK-Tour“ oder auch „Mit den Abwässern Göttingens ins Wattenmeer“ heißt deshalb die Kanutour einprägsam. Als langjähriger Wanderpaddler kennt er den Müll im und am Wasser genau. Doch das Ausmaß des nicht sichtbaren Drecks in den Gewässern wurde ihm durch eine Fernsehsendung über multiresistente Keime bewusst. „In Niedersachsen gelten nur noch zwei Prozent der Gewässer als sauber“, weiß Schulz, der sich inzwischen intensiv mit der gefährlichen Fracht befasst. „Die Kläranlagen können schädliche biologische und chemische Stoffe, Schwermetalle und Medikamente nicht mehr herausfiltern“, bemängelt er und fordert sowohl mehr Vorsorge als auch eine bessere Abwasserreinigung.

 

Für saubere Flüsse, Bäche und Seen in Niedersachen und Bremen

Mit der dreiwöchigen STINK-Tour will Edgar Schulz nun öffentlichkeitswirksam ein Zeichen setzen und hofft auf möglichst viele Mitwirkende – mit dem Boot oder auch mit dem Fahrrad. Unterwegs sammeln die Paddler Müll aus den Flüssen; an einzelnen Stationen auf der Strecke sind Aktionen geplant. "Wir wollen die Öffentlichkeit über die enorme Gewässerverschmutzung und ihre Gefahren informieren und fordern Verantwortliche zum Handeln auf“, kündigt Schulz an. Am Ende der Fahrt ist eine Abschlussveranstaltung im Nationalparkhaus Museum Fedderwardersiel vorgesehen.

Mitfahren können Kanuten, die sich in der Lage fühlen, eine Gepäckfahrt an einzelnen Tagen, mehreren Tagen oder auch die Gesamtstrecke von 430 Kilometern – in der Unterweser tidenabhängig – zu bewältigen. Übernachtet wird in Bootshäusern, auf Campingplätzen oder auf Plätzen, die vorher mit der jeweiligen Kommune vereinbart werden. Die Fahrtstrecken sind so ausgewählt, dass abends Fahrzeuge nachgeholt werden können. Radfahrer können die Strecke neben den Flüssen begleiten.

 

Infos und Anmeldung

Für die Fahrt konnte die Deutsche Umwelthilfe als Förderer gewonnen werden. Die Tour wird vom Landes-Kanu-Verband Niedersachsen unterstützt. Im DKV-Sportprogramm 2019 ist die Fahrt auf Seite 99 ausgeschrieben. Für Interessenten an einer Fahrtbeteiligung ist hier der Fahrtenplan abgedruckt. Anmeldungen und weitere Auskünfte über E-Mail: Edgar.Schulz@gmx.de

 

Foto zur Meldung: Kanu-Aktion für saubere Flüsse: „STINK-Tour“ von Göttingen zur Nordsee setzt Zeichen gegen Gewässerverschmutzung
Foto: Edgar Schulz fordert saubere Gewässer

Paddler gratulieren Wilhelmshaven mit Sternfahrt zum 150. Stadtgeburtstag

(06.03.2019)

Die Wilhelmshavener Vereine (KSW, WKF, WKK) und der Sander KSV haben zum 36. Tag der Niedersachsen und zum 150. Stadtgeburtstag eine Sternfahrt in und um Wilhelmshaven organisiert. Die Tour findet am Sonntag, den 16.Juni 2019 statt.

 

Da der Tag der Niedersachsen im Zeichen des Sports steht, wollen die Kanuvereine dem schönsten Sport der Welt ein Zeichen setzen und 150 Paddler (eine Verbeugung zum Stadtjubiläum) aufs Wasser bringen. Nach dem Start bei den verschiedenen Bootshäusern, treffen sich die Kanuten am Grodendamm und paddeln eine große Runde durch den Wilhelmshavener Hafen. Die Streckenlänge liegt zwischen 12 und 25 km je nach Startpunkt. Als Clou werden einheitliche T-Shirts ausgeben, damit der Teamgeist und die Gemeinschaft noch hervorgehoben werden.

 

Die Kanuvereine bieten bereits am Freitag und Samstag für anreisende Paddler ein weiteres Programm an. Zudem werden Übernachtungsmöglichkeiten geboten.

 

Wer mitpaddeln will, ist herzlich willkommen. Anmeldungen bitte bis zum 11. Mai 2019 per E-Mail an sternfahrt.whv@gmail.com.

Ausschreibung und Anmeldeformular siehe angefügte PDFs.

 

Foto zur Meldung: Paddler gratulieren Wilhelmshaven mit Sternfahrt zum 150. Stadtgeburtstag
Foto: Paddeln unter der Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshaven Foto Janina Paff

Grundlagenschulung zum elektronischen Fahrtenbuch

(01.03.2019)

Der KC Lachendorf bietet am 02.03.2019 ab 16:00 Uhr in seinem Bootshaus (Jarnser Straße in Lachendorf) eine Schulung zum elektronischen Fahrtenbuch an. Die Schulung wird von Oliver Weber geleitet, der das eFB-Team seit Jahren mit Tests vor der Veröffentlichung neuer Funktionen unterstützt und sich damit sehr genau im eFB auskennt.

Wer Interesse hat, kann sich noch kurzfristig anmelden: E-Mail wanderwart@kanuclublachendorf.de

 

Foto zur Meldung: Grundlagenschulung zum elektronischen Fahrtenbuch
Foto: Grundlagenschulung zum elektronischen Fahrtenbuch

Leichter paddeln auf der Unterweser: Biwakplatz auf der Strohauser Plate

(23.02.2019)

Paddler, die ihre Tour auf der Unterweser unterbrechen wollen, finden bei Stromkilometer 46,9 einen Kanu-Biwakplatz auf der Strohauser Plate. Die Flussinsel auf Höhe von Rodenkirchen steht grundsätzlich unter strengem Naturschutz. Für nicht-motorisierte Bootsfahrer ist jedoch das Zelten im eingezäunten Gebiet zwischen Buhne 101 und Buhne 103 erlaubt.

 

Der Platz liegt in einem Gebiet, das der Bundeswasserstraßenverwaltung (WSA) gehört. Das WSA-Gebiet ist eingezäunt und wird nicht beweidet. Das Naturschutzgebiet reicht bis an die MTHW-Linie (MTHW = Mittleres Tide-Hochwasser), die Kante erodiert. Das Anlanden ist nicht ganz einfach: Man hat derzeit zum Anlanden ca. die halbe Tide um Hochwasser Zeit. Bei niedrigerem Stand muss man durch tiefen Schlick waten.

 

Auf der Insel darf man im Prinzip auf Wegen laufen; man bewegt sich aber nicht auf öffentlichem Grund, das Domänenland ist an einen Landwirt zur extensiven Bewirtschaftung verpachtet. Der Landkreis Wesermarsch geht allerdings davon aus, dass Kanuten nicht selbständig auf der Insel herumlaufen, sondern ggf. an einer offiziellen Führung teilnehmen.

Da das Naturschutzgebiet an der MTHW-Linie endet, kann der Strand unterhalb betreten werden, da er zur Bundeswasserstrasse gehört. Leider ist inzwischen kein durchgehender Strand mehr da, viele Bereiche sind stark verschlickt.

Ausdrücklich sind Bildungsveranstaltungen auf der Insel erlaubt, vorausgesetzt, sie werden entsprechend angemeldet. Das könnte man im Kanubereich für Öko-/Naturschutzschulungen nutzen, sofern man ein Konzept erstellt und entsprechend ausgebildete Kursleiter dafür gewinnen kann.

 

Ein PDF mit genauer Beschreibung des Biwakplatzes, der Nutzungs- und Anlandebedingungen sowie nützlichen Links steht unten zum Download zur Verfügung.

 

Wolfgang Bisle, Küstenreferent des LKV Bremen

Foto zur Meldung: Leichter paddeln auf der Unterweser: Biwakplatz auf der Strohauser Plate
Foto: Naturschutzgebiet Strohauser Vorländer und Plate an der Unterweser

LKV-Niedersachsen veröffentlicht Revierführer Ostfriesland Mit dem Seekajak das niedersächsische Wattenmeer erleben

(28.01.2019)

Mit einem neuen Revierführer möchte der LKV Niedersachsen erstmals die Nordseeküste zwischen Ems und Weser sowie die Ostfriesischen Inseln für den Kanusport erschließen und dabei helfen, das Gebiet sicher und umweltgerecht zu befahren. Er dient als Planungshilfe für Seekajakfahrer mit Seebefähigungsniveau.

 

Ostfriesland und das niedersächsische Wattenmeer, das sind Küste und Inseln, Weite und Wellen, Stille und Strömung. Wer hier mit dem Kanu unterwegs ist, dem schenkt die Natur unvergleichliche Erlebnisse. Doch das Paddeln in der Nordsee birgt auch Risiken, die man kennen, einschätzen und beherrschen muss. Zudem sind im Nationalpark Wattenmeer besondere Befahrungsregelungen zu beachten.

 

Beschreibung Ort für Ort

Autor Christian Dingenotto kennt das Revier aus unzähligen Fahrten und ist zugleich Küstenreferent des LKV Niedersachsen. Auf 56 Seiten beschreibt er Ort für Ort Ein- und Aussetzstellen, Pausen-, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, Parkplätze fürs Abstellen der Autos, Toiletten und anderes mehr – alles notwendige Informationen zur Erschließung der Paddelregion, die bislang nur mündlich weitergegeben wurden. Dabei werden die in Gewässerführern üblichen Symbole verwendet. Ergänzt wird der Führer durch nützliche Links und Kontakte sowie Tipps, wie man sich auf See verständigen kann und Entfernungen abschätzt.

 

Der Führer reicht von Ost nach West: von der Wesermündung bei Nordenham bis zum Dollart bei Emden und von Wangerooge bis Juist. Bewusst macht er keine Tourenvorschläge, da diese den paddlerischen Fähigkeiten des Einzelnen entsprechen müssen. Wind und Wetter können sich auf der Nordsee so drastisch ändern, dass aus einer vermeintlichen Einsteigertour schnell ein anspruchsvoller Trip werden kann.

 

Planungshilfe für Seekajakfahrer

Angesprochen sind in erster Linie Seekajakfahrer mit Seebefähigungsniveau. Dies entspricht in den

gängigen deutschen Scheinsystemen einem Ausbildungsstand von EPP 3-Küste (DKV) oder A-Schein

(Salzwasser Union) oder dem Britischen 3-Star/Sea Kayak Award (British Canoeing). Damit Interessierte die Anforderungen für einzelne Bereiche abschätzen können, hat Autor Dingenotto versucht, Schwierigkeitsgrade für einzelne Wattenmeerbereiche in Form von Kompetenzzonen zu gliedern (von blau für Einsteiger bis hin zu schwarz für sehr Erfahrene).

 

Kostenlose Broschüre und PDF zum Download

Der Revierführer Ostfriesland im Postkartenformat und mit praktischer Spiralbindung ist kostenlos und wird nur bei Zusendung eines adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlags (Porto: 1,45 Euro) verschickt. Vereine werden gebeten, ggf. Sammelbestellungen zu organisieren. Bestellungen bei der Geschäftsstelle des Landes-Kanu-Verbandes Niedersachsen, Rosenbuschweg 9 B, 30453 Hannover. Der Revierführer steht darüber hinaus als PDF zum Download zur Verfügung.

Foto zur Meldung: LKV-Niedersachsen veröffentlicht Revierführer Ostfriesland Mit dem Seekajak das niedersächsische Wattenmeer erleben
Foto: Der Revierführer Ostfriesland im praktischen Postkartenformat und mit Spiralbindung

Erfolg für LKV Niedersachsen: Paddeln an Elbe und Este weiterhin möglich

(24.01.2019)

Der beharrliche Einsatz des Landes-Kanu-Verbandes für die Belange des Kanusports hat sich gelohnt: Die neuen Naturschutzverordnungen für die Elbmündung, die Unterelbe und die Este wurden im Einvernehmen mit dem LKV so gestaltet, dass Paddeln weiterhin möglich ist. Geplante, weitgehende Befahrungs- und Anlandeverbote konnten so verhindert werden. „Gesprächsangebote und Lösungsvorschläge von unserer Seite haben sich bewährt“, kommentiert LKV-Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag die Verhandlungsergebnisse mit den Behörden.

 

Befristetes Fahrverbot auf der Este gestrichen

Für das Naturschutzgebiet „Unteres Estetal“ hatte der Landkreis Stade ursprünglich aus ökologischen Gründen ein Befahrungsverbot auf der Este von der Kreisgrenze bis zur Straßenbrücke der B 73 in Buxtehude vorgesehen. Es sollte vom Jahresanfang bis zum 14. Mai gelten. Der LKV hat die Behörde jedoch davon überzeugen können, dass organisierte Kanuten für den schonenden Umgang mit den Naturräumen sensibilisiert sind und die Kanusportverbände dies durch Schulungen vorantreiben. In der jetzt veröffentlichten Verordnung ist nunmehr das Befahren der Este bachabwärts für Paddelboote bis zu sechs Metern Länge und einem Meter Breite freigestellt. Dies gilt zwischen 9 und 18 Uhr und außerhalb von organisierten Veranstaltungen. Ebenso dürfen Boote an Brücken und an umgestürzten Bäumen umgetragen werden. Für die ortsansässigen Kanuten soll es im Managementplan noch weitere Freistellungen geben wie das Aufwärtspaddeln und nach 18 Uhr. Die Befahrungsregeln werden in Kürze angepasst.

 

Kanus in der Elbmündung erlaubt

Auch für den Mündungstrichter der Elbe konnten Einschränkungen abgewendet werden. Im Verordnungstext der zuständigen Landesnaturschutzbehörde hieß es zunächst: Es ist verboten, das Watt mit Fahrzeugen aller Art zu befahren, mit Booten am Ufer anzulegen oder sich mit Booten im Watt trockenfallen zu lassen. In seiner Stellungnahme, die der LKV über den Landessportbund Niedersachsen einreichte, bat er um eine differenzierte Regelung für Kanus. Mit Erfolg: Das Anlanden von mit Muskelkraft betriebenen Booten im Bereich der Medemmündung und des Altenbrucher Hafens sowie im westlichen Bereich der Ostemündung ist jetzt erlaubt. Zudem sind organisierte Veranstaltungen mit bis zu 30 Personen ohne Zustimmung der zuständigen Naturschutzbehörden möglich.

 

Uferbetretungsverbot an der Unterelbe stark gelockert

An der Unterelbe zwischen Geesthacht und Hamburg sind zwei Naturschutzgebiete in Arbeit. Hier hatte der zuständige Landkreis Harburg ein weitgehendes Einsetz- und Anlandeverbot geplant. Wie der Landkreis nun dem LKV mitgeteilt, sollen die Verordnungstexte geändert werden: Insbesondere die im Verfahren von den Kanufahrern eingebrachten Stellen können danach zum Anlanden und Einsetzen mit Booten aufgesucht werden. Die Verbote zum Zelten, Lagern, Grillen oder dem Entzünden von offenem Feuer werden aus der Verordnung gestrichen.

Auch in das Naturschutzverfahren „Elbe und Inseln“, das der Landkreis Stade betreibt, hat der LKV sich eingebracht, nachdem der Kanusport zunächst nicht beteiligt worden war. Hier geht es vor allem darum, die Möglichkeit zum Anlanden und Betreten zu erhalten. Das Verfahren läuft noch.

 

In Niedersachsen gibt es aktuell 143 Befahrungsregelungen aus Gründen des Naturschutzes. In den meisten Fällen sind sie für Kanuten, die ihren Sport umweltverträglich ausüben, nachvollziehbar. Damit das so bleibt, bemüht sich der Landes-Kanu-Verband Niedersachsen darum, die Interessen des Paddelsports rechtzeitig in die Verfahren einzubringen. Allein seit 2017 ist er in fast 50 Fällen aktiv geworden. Eine Übersicht über die LKV-Stellungnahmen zu Naturschutzverfahren listet die aktuellen Verfahren, die geplanten Beschränkungen für den Kanusport sowie die Stellungnahmen und Lösungsvorschläge des LKV auf.

 

Foto zur Meldung: Erfolg für LKV Niedersachsen: Paddeln an Elbe und Este weiterhin möglich
Foto: An der Elbemündung bleibt Paddeln erlaubt

Neue Wandersportordnung: LKV-Handreichung klärt strittige Punkte

(02.01.2019)

Mit Beginn der Kanusaison 2019 ist die neue Wandersportordnung des Deutschen Kanu-Verbandes in Kraft getreten. Um strittige und auslegungsfähige Bestimmungen zu klären, stellt der LKV Vereinen eine Handreichung zur Verfügung.

 

Die Wandersportordnung regelt, wie aktive Freizeitkanuten ein Sportabzeichen erwerben können. Das so genannte DKV-Wanderfahrerabzeichen kann man mit allen kanusporttauglichen Booten und damit vorrangig in den Disziplinen Kanutouring, Seekajak, Wildwasser und Stand-up-Paddling erwerben. Darüber hinaus werden auch Kanusegelboote gezählt, allerdings werden die zurückgelegten Kilometer nicht angerechnet, wenn sie ausschließlich gesegelt wurden. Fahrten mit Motorkraft (auch mit Hilfsmotoren) sind komplett ausgeschlossen.

Für die Abzeichen werden alle gepaddelten Kilometer gewertet einschließlich der Umtragungen.

 

Die Kilometerleistungen müssen wie bisher hin ein elektronisches oder klassisches Papier-Fahrtenbuch eingetragen und vom Verein/LKV bestätigt werden. Neu ist, dass GPS-Tracks gleichberechtigt neben Kilometerangaben in Flussführern gestellt werden.

 

Eine wesentliche Änderung findet sich auch bei den Gewässerkategorien: Die ehemaligen Großgewässer werden nunmehr differenziert in Küstengewässer, Seengewässer und Ströme. Wildwasser umfasst alle Gewässer der Stufe I, „nicht schiffbare Gewässer“ meint alle Gewässer, die nicht in eine der anderen Kategorien passen. Neu ist die Kategorie „sonstige Gewässer“, die Kanäle, aber zum Beispiel auch die Unterläufe von Ems und Aller erfasst.

 

Nicht verändert sind die Leistungsanforderungen für die Abzeichen (Bronze, Silber, Gold, Gold-Sonderstufen usw.)

 

Die Wandersportordnung ist am 1.Oktober 2018 in Kraft getreten und löst die Version von 2014 ab.

Foto zur Meldung: Neue Wandersportordnung: LKV-Handreichung klärt strittige Punkte
Foto: DKV-Wanderfahrerabzeichen sind bei Kanuten begehrt

Ausbildung für Küstenpaddler beim LKV Niedersachsen

(29.11.2018)

Der LKV Niedersachsen macht in der kommenden Saison wieder eine ganze Reihe Angebote für Seekajakfahrer und solche, die es werden wollen. Auf dem Programm stehen Wetterkunde und Navigation, regionales Sicherheitstraining, Seekajakkurs EPP 3 sowie ein naturkundliches Wochenende auf Spiekeroog.

 

Seekajakwochenende: Navigation und Wetterkunde

Den Beginn macht am 9. und 10. Februar 2019 ein Seekajakwochenende beim OKC-Osnabrück, bei dem es um die Grundlagen der Navigation und konkrete Kartenarbeit geht. Ziel ist die Befähigung zur Planung einer Tour an der Nordseeküste unter Berücksichtigung der Gezeiten und anderer Faktoren. Der Workshop „Wetterkunde“ soll die Teilnehmenden in die Lage versetzen, aus den Informationen des amtlichen Seewetterberichts die sogenannte Bordwetterkarte zu erstellen. Mehr noch: Die Kanuten sollen lernen, die aktuelle Wetterlage zu interpretieren und ihren Einfluss auf die geplante Seekajaktour abzuschätzen. Anmeldeschluss ist der 17.02.2019.

 

Regionales Sicherheitstraining und Schnupperfahrt

Vom 22.03.-24.03.2019 findet in Wilhelmshaven ein Seekajakwochenende mit regionalem Sicherheitstraining und einer Schnupperfahrt statt. Anmeldeschluss ist der 17.02.2019.

 

Naturkundliches Wochenende auf Spiekeroog

Bei einem naturkundlichen Wochenende auf der Ostfriesischen Insel Spiekeroog können Küstenpaddler Wattenmeer und Insel per Boot und zu Fuß erkunden und die Natur im Nationalpark Wattenmeer kennenlernen. Voraussetzung für die Teilnahme sind: vollständige Seekajak-Ausrüstung und Kälteschutz, Seebefähigung SaU oder EPP3-Küste mit Gezeitenkenntnissen. Termin ist Freitag, 24. Mai bis Sonntag, 26. Mai 2019. Anmeldeschluss: 3. Mai 2019.

 

EPP 3 Seekajak

Den praktischen Teil zum Seekajakkurs/EPP-3 nach DKV-Regeln können erfahrene Seekajakfahrer vom 20.06-23.06.2019 absolvieren. Er findet auf Spiekeroog statt. Für die Teilnahme sind bestimmte persönliche und materielle Voraussetzungen erforderlich. Anmeldeschluss: 11.02.2019

 

Ein Teil der Veranstaltungen findet in Kooperation mit der Salzwasser Union statt.

 

 

 

Foto zur Meldung: Ausbildung für Küstenpaddler beim LKV Niedersachsen
Foto: Paddeln im Wattenmeer

Neubau der Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe Kanuten auf dem Weg von der Weser zur Elbe müssen vorläufig umtragen

(28.11.2018)

Das Abschlussbauwerk des Hadelner Kanals, die Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe wird erneuert. Während der Bauzeit von Februar 2019 bis April 2022 kann dort nicht geschleust werden. Eine Möglichkeit zum Umtragen mit Hilfe eines Bootswagens wird eingerichtet.

 

Schifffahrtverbindung Weser – Elbe

Der Hadelner Kanal ist Teil des 55 Kilometer langen Schifffahrtweges zwischen Weser und Elbe, der von vielen Kanuten genutzt wird. Er verbindet Bremerhaven und Otterndorf über die Geeste, den Bederkesa-Geeste-Kanal, die Aue und den Hadelner Kanal. Über die Otterndorfer Schleuse gelangt man dann in die Elbe. Bei Kanuten, die zur Küste wollen, ist dieser Binnenweg sehr beliebt, da die Alternative über die Außenweser wegen ihres Nordseecharakters für viele nicht infrage kommt.

 

Alte Otterndorfer Schleuse muss ersetzt werden

Die Otterndorfer Schleuse wurde 1854 als Tunnelgewölbe mit einem Stemmtorpaar in die Deichlinie gebaut. Nachdem zahlreiche Deiche wegen der kontinuierlich steigenden Pegelstände der Nordsee bereits erhöht worden sind, muss dies im Bereich Otterndorf nun nachgeholt werden – mit Konsequenzen für die Schleuse. Das Bauwerk lässt sich konstruktionsbedingt nicht weiter erhöhen. Deshalb wird es abgerissen und komplett neu errichtet. Während die Schleusenzeiten in Otterndorf bisher von der Tide abhängig waren, kann in Zukunft durchgehend während der Dienstzeiten geschleust werden, auch im Winter, wenn kein Eisgang ist.

 

Umtragen über neuen Schwimmsteg

Während der auf gut drei Jahre angesetzten Bauzeit ist ein Schleusen nicht möglich. Für Kanuten wird jedoch mit Baubeginn eine Umtragemöglichkeit eingerichtet. Dafür wird vor der Schleuse auf der Höhe der Seglerhalle ein Ponton verankert, über den man aussteigen kann. Allerdings muss man dann sein Boot bis zum Sportboothafen im Mündungsbereich der Medem rollern, da außendeichs vor der Schleuse kein Anleger vorgesehen ist. Die Entfernung beträgt ca. 1 km.

Ein Ausstieg an der Medem, die 400 Meter westlich der Kanalschleuse in die Unterelbe mündet, ist nicht vorgesehen. Nicht mehr nutzbar ist auch der Ponton am Durchstich zwischen Medem und Kanal, über den man bisher außerhalb der Schleusenzeiten umtragen konnte. Dieser Ponton entfällt zukünftig.

 

Wegen des recht langen Umtrageweges werden der LKV Bremen und der LKV Niedersachsen gemeinsam mit dem Bauträger, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, sprechen.

Foto zur Meldung: Neubau der Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe Kanuten auf dem Weg von der Weser zur Elbe müssen vorläufig umtragen
Foto: So soll die neue Schleuse am Hadelner Kanal aussehen

Kanuten wehren sich gegen Fahr- und Anlandeverbot an der Unterelbe Landes-Kanu-Verband nimmt Stellung zum geplanten Naturschutzgebiet „Elbe und Inseln“

(24.11.2018)

Der Landes-Kanu-Verband Niedersachsen wehrt sich gegen Beschränkungen für den Kanusport an der Unterelbe. In einer Stellungnahme zum geplanten Naturschutzgebiet „Elbe und Inseln“ des Landkreises Stade weist er darauf hin, dass Kanuten bei Wanderfahrten auf der Elbe dringend auf Ruhepausen an Land angewiesen sind. Ein Betretungsverbot für Ufer und Sandstreifen wie im Verordnungsentwurf vorgesehen, würde das Paddeln auf der Elbe fast unmöglich machen.

 

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Stade hat das Verfahren zur Ausweisung des Naturschutzgebiets ,,Elbe und Inseln" eingeleitet und setzt damit eine Vorgabe der Europäischen Union, des Bundes und des Landes um. Das neue Naturschutzgebiet umfasst den niedersächsischen Teil der Elbe zwischen der Stadtgrenze von Hamburg und Wischhafen und ist 7644 Hektar groß. Es besteht zu 78 Prozent aus Wasser und Wattflächen und bezieht nicht nur die Elbe, sondern auch bestehende Naturschutzgebiete am Rande mit ein. Ziel ist es unter anderem, den Schierlings-Wasserfenchel, aber auch die bedeutende Seehund- und Vogelpopulation schützen.

 

Kanuten werden auf die Schifffahrtstraße gedrängt

Laut dem Verordnungsentwurf ist es verboten, außerhalb von Bundes- und Landeswasserstraßen die Gewässer mit Booten zu befahren, Boote am Ufer festzumachen oder sich mit Booten auf den Wattflächen trockenfallen zu lassen. Das Befahren, Anlegen, Festmachen und Slippen ist nur im Bereich der Bundeswasserstraße freigestellt. „Diese Regelung ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Die Kanuten mit ihren Booten auf die Schifffahrtsstraßen zu drängen, ist allein aus Gründen der Sicherheit nicht vertretbar“, heißt es in der Stellungnahme des LKV Niedersachsen. Zudem könnten Kanuten die üblichen Anlagen zum Anlegen und Festmachen nicht nutzen, da die Stege an Größe und Höhe von Motorjachten orientiert seien.

 

Kein Anlanden am Ufer oder an Sandstreifen

Der LKV weist zudem darauf hin, dass Kanusport als Natursportart nicht vergleichbar ist mit motorbetriebenen Sportbooten. Kanuten sind zur Ausübung ihres Sports auf Rastplätze angewiesen. Dabei kann es auch erforderlich sein, den Gezeitenwechsel im Verlauf einer Flussbefahrung abzuwarten. Je nach Wetter bzw. Wind- und Wellenlage müssen Kanuten dazu an unterschiedlichen Bereichen des Ufers entlang des Flusses anlanden können.

 

Die weitgehenden Einschränkungen stehen nach Auffassung des LKV im Widerspruch zu weiteren Aussagen der Verordnung. So sollen die bislang bestehenden Möglichkeiten des Naturerlebens im Naturschutzgebiet weiterhin gewährleistet bleiben. Dabei scheint der Kanusport überhaupt nicht berücksichtigt worden zu sein.

 

LKV schlägt Lösung vor

Um das gefahrlose Kanufahren auf der Unterelbe, das auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurückblickt, weiterhin zu gewährleisten, schlägt der LKV folgende Formulierung für die Verordnung vor: „Die Wasserfläche der Elbe außerhalb der Schifffahrtsstraßen darf mit Muskelkraft betriebenen Booten befahren werden. An ufernahen Sandstreifen des Naturschutzgebietes darf mit Muskelkraft betriebenen Booten angelandet, und der Sandsteifen darf hierbei betreten werden.“ Weitergehende Regelungen sollen in einem späteren Managementplan getroffen werden, zum Beispiel das Übernachten im Zelt an bestimmten Plätzen für eine Nacht.

 

Der LKV hat bereits unabhängig von seiner schriftlichen Stellungnahme Kontakt zur Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Stade aufgenommen und seine Einwände geltend gemacht. Die bisherigen Gespräche waren konstruktiv; insofern ist zu hoffen, dass sie bald fortgesetzt werden und zu einer für beide Seiten akzeptablen Lösung führen.

 

Der Text des Verordnungsentwurfs, die Begründung und die dazugehörigen Karten finden sich auf der Homepage des Landkreises Stade. 

 

Alle LKV-Stellungnahmen zum Schutz von FFH-Gebieten finden sich hier.

Foto zur Meldung: Kanuten wehren sich gegen Fahr- und Anlandeverbot an der Unterelbe  Landes-Kanu-Verband nimmt Stellung zum geplanten Naturschutzgebiet „Elbe und Inseln“
Foto: Kanuten auf der Elbe brauchen Trittsteine, wie zum Beispiel einen Übernachtungsplatz am Schwarztonnenstrand. Im Hintergrund die Fahrrinne.

Naturkundliches Wochenende auf Spiekeroog

(30.10.2018)
Nicht nur das Paddeln an der Nordseeküste, sondern vor allem die Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark Wattenmeer stehen im Mittelpunkt eines naturkundlichen Wochenendes für Kanuten. Es findet vom 24. bis zum 26. Mai 2019 auf Spiekeroog statt.
 
Start- und Endpunkt ist der Hafen von Neuharlingersiel. Von dort geht es per Boot durch das Wattenmeer zur Insel Spiekeroog und zurück. Übernachtet wird in eigenen Zelten auf dem Campingplatz Spiekeroog.
 
Teilnehmende benötigen eine vollständige Seekajak-Ausrüstung und Kälteschutz, Seebefähigung SaU oder EPP3-Küste mit Gezeitenkenntnissen. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Personen begrenzt.
Veranstaltet wird die Fahrt von Rolf Doliner (Fahrtenleiter) und Martin Volpers (Ökologiereferent des Bezirks Weser-Ems im LKV Niedersachsen).
Anmeldungen sind bis zum 3.5.2019 zu richten an Rolf Doliner, E-Mail r.doliner@gmx.de
 
 

Foto zur Meldung: Naturkundliches Wochenende auf Spiekeroog
Foto: Das Wattenmeer vor der ostfriesischen Küste ist ein ganz besonderes Kanurevier. Foto: Sabine Marach

Facebook

(01.01.2018)

Eine Facebookseite informiert über Aktuelles im Seekajakfahren im Niedersächsischen Wattenmeer. Die Angaben und Informationen beruhen im Wesentlichen auf eigenen regelmäßigen Befahrungen und Informationen.