Gewässerinfo


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Aktuelle Meldungen

In Verden wurde das Projekt "AllerVielfalt" gestartet

(05. 10. 2020)

An der Aller im Landkreis Verden ist das Projekt "AllerVielfalt" seit Oktober offiziell gestartet. Der Projektleiter ist gegenüber dem Kanusport sehr aufgeschlossen und mit dem Projektpartner NaBu haben wir an dieser Stelle gute Kontakte. Diese wurden im Vorfeld bei gemeinsamen Workshops und Kanufahrten mit NaBu-Mitgliedern geknüpft. Ein positiver Beitrag sind die Müllsammelaktionen der Verdener Kanuten an der Aller. Als Vorlage für die Allerrenaturierung ist das abgeschlossene Havelprojekt des NaBu. Die Landkreise Celle und Heidekreis werden später sicher folgen, so dass dann die Bundeswasserstraße Aller voll umfänglich renaturiert wird.

 

Siehe hierzu auch die Berichte von Freitag, 02. Oktober 2020 und Dienstag, 06. Oktober 2020 der Verdener Aller-Zeitung.

 

Foto zur Meldung: In Verden wurde das Projekt "AllerVielfalt" gestartet
Foto: In Verden wurde das Projekt "AllerVielfalt" gestartet

Behinderung am Weserwehr Intschede

(05. 10. 2020)

Auf der Weser bei km 329,4 ist an der Wehranlage Intschede mit Behinderungen an einer Baustelle zu rechnen. Ein Umsetzen ist aber möglich!

Foto zur Meldung: Behinderung am Weserwehr Intschede
Foto: Behinderung am Weserwehr Intschede

Petition: "Weniger Tote an unseren Flüssen...

(17. 07. 2020)

- Lebensgefährliche neue Wehranlagen vermeiden und bestehende entschärfen"

 

Unter dem Hinweis auf den vermutlich tödlichen Unfall am Sonntag dem 12.07.2020 auf der Elbe im gesperrten Bereich der Staustufe Gesthacht https://www.facebook.com/watch/?v=965193100600483

 

verweisen wir auf folgende Petition:

 

„Weniger Tote an unseren Flüssen – Lebensgefährliche neue Wehranlagen vermeiden & bestehende entschärfen“

 

Bitte beteiligen und informieren!

 

Die Petition „Weniger Tote an unseren Flüssen – Lebensgefährliche neue Wehranlagen vermeiden….“ wurde am 09.07.2020 beim Deutschen Bundestag eingereicht. Da die Entscheidung des Petitionsausschusses für die Freigabe zwischen 1 - 6 Wochen dauert (i.d.R. 3 Wochen), steht vorab die Website 

 

https://sicherheit-beim-kanusport.de

 

DSGVO-konform bereit, um mit Kurzvideo und Bildmaterial sowie zusätzlichen Informationen aufzuwarten. Bitte meldet Euch hier für den Newsletter an damit wir Euch zeitnah informieren können, wenn die Petition online geht und wie Ihr Euch beteiligen könnt. Nach der Freigabe der Onlinepetition steht diese 4 Wochen online zur Verfügung. Wir hoffen, in dieser Zeit mehr als 50.000 Unterstützer zu finden, damit dieses Thema im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages behandelt wird.

 

Sollten mit der Webseite oder der Newsletter-Anmeldung Probleme bestehen, meldet Euch bitte unter


Gruß Stefan

DEUTSCHER KANU-VERBAND E.V.
Stefan Bühler
Ressortleiter Sicherheit und Material

 

LKV Revierbeschreibung Hamme

(24. 06. 2020)

Manfred Schütte                         30.01.2020

 

LKV Revierbeschreibung:

 

Neue Befahrensregelung für die Hamme und weitere Gewässer im Landkreis Osterholz:

Mit Erlass der 1.Änderungsverordnung vom 3.9.2019 zur Sammelverordnung (SVO) vom 10.3.2017 des Landkreises Osterholz liegt nun eine ab sofort verbindliche Befahrensregelung für die Hamme und einige Nebengewässer vor.

Die §§ 9 der SVO verbieten das Befahren aller Gewässer in der Hammeniederung und in Teilbereichen des Teufelsmoores und legen  dann eine Reihe von Ausnahmen fest.

Für nicht motorisierte Boote (das sind u.a. wir Paddler) ist freigestellt:

Das Befahren der Hamme  selbst und des Hafenkanals, der Semkenfahrt und der Beek. Gepaddelt werden darf jedoch nur unter folgenden Voraussetzungen:         

Die Hamme  darf vom 1.11. bis 31.3 zwischen Melchers Hütte und Neu Helgoland nicht befahren werden. Der Campingplatz Waakhausen ist also im Winter über Wasser nicht erreichbar. Die Semkenfahrt ist aber grundsätzlich befahrbar.

Die Neuregelung für die Beek sieht für diesen Bereich vor:

Freigestellt ist mit Zustimmung der zuständigen Naturschutzbehörde das Befahren vom 15.07. bis zum 15.10. durch Gruppen mit bis zu 6 Booten, die durch Personen geführt werden, die nachvollziehbar über die örtlichen ökologischen und naturschutzrechtlichen Gegebenheiten informiert sind; die führenden Personen müssen eine naturschutzverträg-liche Durchführung des Befahrens und eine sachgerechte Information der Teilnehmer ge-währleisten können; die Anzahl der Gruppenfahrten ist begrenzt auf 3 pro Woche. Anstelle einer Gruppenfahrt ist mit Zustimmung der zuständigen Naturschutzbehörde auch das Befahren durch eine einzelne Person unter denselben Bedingungen freigestellt;“

Die Zustimmung ist vorher beim Planungs-und Naturschutzamt des LK Osterholz ( ) einzuholen.

Das Breite Wasser ist gesperrt. Auch die Beek oberhalb der Teufelsmoorstraße ist gesperrt.

Fürs Einsetzen, Anlegen und Einholen von Kanus dürfen nur die vor Ort gekennzeichneten Anlegestellen wie z.B. Tietjens Hütte, Melchers Hütte, Neu Helgoland, Pionier Brücke und Hammebrücke Teufelsmoorstraße  (Gasthaus Schamaika) genutzt werden. Weitere Stellen können der Verordnung entnommen werden.

Ansonsten gibt es für die Hamme oberhalb von Tietjens Hütte ein Nachtfahrverbot in der Zeit von 23:00 bis 6:00 Uhr.

Für Stehboards (SUP) gelten folgende eigene Regelungen:  Befahren werden darf die Hamme  unterhalb der Straßenbrücke bei Tietjens Hütte und der Hafenkanal einschließlich des Einsetzen und Einholen an den für Paddler zulässigen Anlegestellen, ferner Einsetzen an der Slipanlage des Hafenkanals.

 

Für motorisierte Fahrzeuge gelten eigene Regelungen. Für sie gibt es u.a. zahlreiche streckenbezogene Fahrverbote. Davon freigestellt sind private Kanus  mit einem Elektromotor mit einer Leistungsfähigkeit von bis zu 400 Watt.

Drachenboote und Wasserfahrzeuge, die keine Boote sind dürfen überhaupt nicht fahren.

 

Die jetzt gültige Verordnung findet sich als Lesefassung  unter folgendem Link:

https://www.landkreis-osterholz.de/portal/seiten/sammelverordnung-901001663-21000.html

 

Naturverträgliches Verhalten ist auf allen Gewässern gefordert.

 

Manfred Schütte

Aktuelle Informationen zur Örtze

(22. 06. 2020)

Aktuelle Informationen zur Örtze (Nebenfluss der Aller) und weiterer Heidebäche

 

Liebe Sportfreunde, die Befahrung der Örtze ist durch die „Verordnung des Landkreises Celle zum Schutze von Heidebächen vom 18.03.2005“ geregelt.

 

Bei der Auslegung des Verordnungstextes gab es nun unterschiedliche Ansichten seitens des Landkreises Celle und des LKV Niedersachsen. In Gang kam das Ganze durch eine Anzeige durch Privatpersonen gegen Kanuten die die Örtze stromauf gepaddelt sind. Die Folge waren Anhörungsverfahren mit der Folge eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens. Der Landkreis legt den Text der Verordnung

 

§ 5

Einschränkungen des Gemeingebrauches an Gewässern

 

  1. Zulässig ist das Befahren folgender Bachabschnitte mit den genannten Einschränkungen:

 

    1. Örtze bachabwärts:

 

- ab der Mühle in Müden

- in der Zeit vom 16.05. bis 14.10. jeden Jahres in der Zeit von 9 Uhr bis 18 Uhr

- ausschließlich mit Paddelbooten (Kanus, Canadier und Kajaks) von maximal 6 m Länge und maximal 1 m Breite

- soweit der jeweils an den Ein- und Ausstiegstellen gesetzte Pegel „grün“ anzeigt………

 

 

so aus, dass damit auch die Fahrtrichtung, nämlich „bachabwärts“ vorgegeben ist. Wir, der LKV, haben es so nicht interpretiert.

Hier der Link zur Verordnung des Lk Celle:

 

https://www.landkreis-celle.de/kreisverwaltung/umwelt-und-laendlicher-   raum/naturschutz/natur-und-landschaftsschutz/befahrensregelung-fliessgewaesser-heidebach-  verordnung.html

 

Wer hier keine Schwierigkeiten haben möchte, sollte die Örtze und die anderen Heidebäche aus der o. a. Verordnung nur stromabwärts befahren. Gerade an der Örtze gibt es viele Beobachter, die Fehlverhalten gern zur Anzeige bringen!

 

Eine weitere Schwierigkeit bei der Befahrung der Örtze ist die Beachtung der Pegelregelung. Wer an einem grün zeigenden Pegel einsteigt, kann nicht davon ausgehen, dass der Pegel im weiteren Verlauf an den nachfolgenden Pegelstellen auch grün ist.

 

Auf Nachfrage habe ich vom Landkreis, Bereich Wasserwirtschaft, die nachfolgende Information erhalten:

 

Nach zwei Jahren Trockenheit muss festgestellt werden, dass die Örtze nicht mehr auf der gesamten Fließlänge aus dem Grundwasser der angrenzenden Flächen gespeist wird,

 

sondern sich die Fließrichtung stellenweise umdreht, so dass das Grundwasser aus der Örtze gespeist wird. Dies führt zu einer rapideren Verringerung der abfließenden Wassermengen.

 

Die Wasserarmut der Örtze ist leider ein Phänomen, das nach den wissenschaftlichen Erkenntnissen in Zukunft häufiger auftreten wird. Gleichzeitig werden auch extremere Hochwasserereignisse prognostiziert. Der Klimawandel hat bedauerlicherweise auch in unserem Landkreis Einzug gehalten. In den letzten beiden Jahren sind aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit andere Gewässer zweiter Ordnung im Landkreis Celle sogar gänzlich trocken gefallen. In Bezug auf diese Gewässer hat die Örtze bisher den Vorteil, dass aus ihrem Einzugsgebiet eine gleichmäßigere Abflussspende gegeben ist und somit die Gewässerlebensgemeinschaft der Örtze in diesen Zeiten nur geringe Schädigungen erfahren musste. Leider reicht  die Wassertiefe zum Bootfahren damit trotzdem oft nicht mehr aus. Sollte die Trockenheit weiter anhalten, wird sich dies dramatisch deutlicher auch auf die Wassersituation der Örtze auswirken.

 

 

Hans-Ulrich Sonntag

Landes-Kanu-Verband Niedersachsen e.V. - Vizepräsident Freizeitsport -

mailto:  www.kanu‐niedersachsen.de

Arbeiten an der Stauanlage Warfelde und deren Auswirkungen

(22. 04. 2020)

In der Anlage finden Sie eine Information des Bremischen Deichverband zu Arbeiten an der Stauanlage Warfelde und deren Auswirkungen.

Maßnahmen und Empfehlungen wegen der Ausbreitung der Corona-Erkrankung

(13. 03. 2020)

Liebe Kanuten in Niedersachsen,

parallel zu einer Sitzung des DKV-Präsidiums hat sich auch das LKV-Präsidium in einer Telefonkonferenz auf weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus verständigt. Die vom DKV empfohlenen Maßnahmen

DKV-Praesidium-spricht-Empfehlungen-zum-Umgang-mit-dem-Coronavirus-aus

werden vom LKV Niedersachsen voll unterstützt und mitgetragen. Die Vereine werden dringend gebeten, auf ihrer Ebene die notwendigen Maßnahmen umzusetzen, insbesondere alle genannten Veranstaltungen abzusagen.

 

Der LKV schließt darüberhinaus mit sofortiger Wirkung zunächst bis Ostermontag seinen Standort Mardorf. Für Dauercamper wird nur ein Notdienst wegen Sanitäranlagen vorgehalten, auch hier sollten Fahrten und Aufenthalte nach Mardorf auf das unbedingt Notwendige beschränkt werden. Der Kanu-Betrieb im Leistungszentrum Ahlem wird eingestellt. Sämtliche Gremiensitzungen des LKV werden ab sofort entweder verschoben oder als Telefonkonferenz oä abgehalten. Das betrifft schon den für morgen einberufenen Verbandsausschuss, der auf Telefonkonferenz umgestellt wurde.

 

Wir bitten alle Mitglieder, nach besten Kräften daran mitzuwirken, dass die Ausbreitungswege des Virus unterbrochen werden.

 

Wir alle hoffen, dass die Lage beherrschbar bleibt und sich auch bald wieder entspannt. Dazu können wir jetzt beitragen!

 

Albert Emmerich
(Präsident)

 

Ergänzung: Der LSB informierte heute so:

  1. Empfehlung für Sportvereine und Landesfachverbände

 

Der LSB empfiehlt seinen Mitgliedsvereinen und-verbänden ab sofort die vollständige Einstellung des Wettkampf-und Trainingsbetriebes zunächst bis zum 19. April 2020. Darüber hinaus empfehlen wir die Absage bzw. Verschiebung aller sonstigen Veranstaltungen, Aktivitäten und Maßnahmen in dem genannten Zeitraum. Hierzu zählen u.a. Maßnahmen der Aus-,  Fort- und Weiterbildung sowie Sportfachtagungen. ....

Baustelle auf der Düte - Sperrung

(23. 01. 2020)

 

Wegen Neubauarbeiten an der Autobahnbrücke der BAB 1 über die Düte im Stadtgebiet Osnabrück (Fluss-km 6,5 (52.296629, 7.941121) ist eine Baustelle in der Düte vorhanden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Sommer 2021 dauern. Ein Durchfahren der Baustelle ist nicht möglich. Da der Baustellenbereich aus Sicherheitsgründen großflächig gesperrt ist, besteht keine Umtragemöglichkeit.

Kanuten werden daher gebeten, ihre Fahrten in diesem Bereich so zu planen, dass sie vor der Baustelle enden (z.B. Straßenbrücke Atter: Birkenallee oder bereits Hüninger Weg) oder erst nach der Baustelle beginnen.

Eine Sperr- und Hinweisbeschilderung ist vor den Ausstiegen vorhanden.

Foto zur Meldung: Baustelle auf der Düte - Sperrung
Foto: Düte

Wellemachen gegen Plastikmüll

(09. 09. 2019)

Gemeinsame "Großaktion" verschiedener Interessengruppen

„Ganz schön eklig“, findet Falk Ruyter vom Kanu-Sport-Club e. V. aus Hannover und zeigt auf zerfetzte Plastiktüten, Folien und Becher, die der Paddler zusammen mit einem vergammelten Stuhl aus der Leine gezogen hat. Nick Hutchings von Greenpeace Hannover ergänzt, wie gefährlich der Müll ist: „70 bis 80 Prozent der Kunststoffe, die sich im Meer ansammeln, treiben über die Flüsse dorthin, wo sie zerfallen. Über den Fischfang gelangen die Schadstoffe zurück in die Nahrungskette des Menschen.“

So war es für die Kanuten aus dem Kanu Bezirk Hannover selbstverständlich, Greenpeace bei der Müllaktion „Wellemachen gegen Plastikmüll“ (24.08.2019) zu unterstützen und Vereinsboote für die Sammelaktion zur Verfügung zu stellen: Teil nahmen die Kanuten vom KC Limmer, die Kanuwanderer Hannover und die Jugendgruppe des RSV Hannover. Der PC Stöcken ging mit seinen Gästen, den Wölflingen vom DPSG St. Bonifatius Wunstorf, an den Start,  sowie der KC Hameln und selbstverständlich der KSC Hannover als ausrichtender Verein. Zum ersten Mal waren die Tauchsportgruppen Lake Divers und die WASPO Hannover mit dabei und gingen beim gastgebenden Verein KC Limmer ins Wasser.

Die Kanuwanderer Hannover, welche auf ihrer Vereins-Sommerfesttour mit 30 Kanuten hoch ins Leine-Auegebiet paddelten, sammelten dort an die 2 m³ Müll. Auch die Jugendgruppe des RSV Hannover trug auf ihrem „Hausbach Leine“ am Vereinsgelände noch einmal 1 m³ Plastikmüll zusammen. Die Tauchsportgruppen sammelten im Stichkanal beim KC Limmer unter Wasser den Plastikmüll ein. Die Gruppe wurde von den dortigen Kanuten als auch SUPlern betreut, die das Tauchgebiet über Wasser absicherten. Für alle anderen Teilnehmer lag das Epizentrum der Aktion im Kanu Sport Club Hannover, wo Greenpeace Hannover mit seinen Aktivisten und freiwilligen Helfern den zusammen getragenen Müll sofort sortierte und transportfähig verstaute. Für manchen Greenpeace-Aktivisten war es die erste Paddeltour mit sportlichen Anforderungen. Zusammen mit der Jugendgruppe und dem Trainer vom KSC Hannover gingen die Teilnehmer nach einer kurzen Einweisung und mit Sicherheitswesten ausgestattet "onLeine".

Die knapp sechsstündige Aktion brachte insgesamt mehr als 8 m³ Plastikmüll an die Wasseroberfläche. Zusammen gekommen sind ungezählte Plastikbecher, Besteck, Teller, Folien, Einkaufstüten, Styroporplatten, Isomatten und Schaumstoffmatratzen. Sogar die Polizei interessiert sich für die übelriechenden Funde: In diesem Jahr waren es mehrere Personalausweise, die von einer Kanutin zur Polizeistation gebracht wurden. Die zusammengetragene "Beute" wurde am Sonntag (25.08.2019) öffentlichkeitswirksam am Nordufer des Maschsees in Hannover von Greenpeace und seinen Aktivisten ausgestellt. Über 8 Stunden lang informierten sie die Passanten über Nachhaltigkeit und den Schutz unserer Gewässer. Diesesmal wurde die Aktion durch Journalisten der HAZ, NP und des TV Senders H1 begleitet.

Für die Kanuten war das keine einmalige Aktion. Regelmäßig veranstalten sie auf Vereinsebene solche Sammelaktionen, und auch bei den zahlreichen Wanderfahrten auf Flüssen innerhalb und außerhalb der Region ist immer ein Müllbeutel mit an Bord. „Naturschutz steht bei uns ganz oben auf der Agenda“, sagt Nicola Dommus vom Kanu-Bezirk Hannover im Landes-Kanu-Verband Niedersachsen. Ohne ökologische Kurse steige hier keiner ins Boot. Die Schulungen informieren über naturverträgliches Verhalten bei den Wanderfahrten wie zum Beispiel das Beachten von Brutzeiten, Uferbetretungsverboten u.v.m.. Dass hierbei Plastik nicht in die Flüsse gehört, versteht sich von selbst.

Die seit vier Jahren laufende Sammelaktion von Greenpeace und Kanuten hat Nachahmer gefunden. Am Sonntag (25.08.2019) sammelten Mitglieder und Freiwillige nach einem Aufruf durch Heiko Heybey - Initiator der Leinewelle - zusammen mit Akteuren des River-Clean-Up-Projektes unter der Leitung von Stephan Horch vom Deutschen Kanuverband (DKV) aus Koblenz den Müll aus Maschsee und angrenzender Leine. Leider war genug Müll für alle da, und zur Abschlussveranstaltung am Lokal Strandleben kam eine Gesamtsumme von über 20 m³ Müll zusammen, die von den insgesamt ca. 400 Aktivisten an dem Wochenende aus der Stadtleine und Ihme geborgen wurden.

In meinem Amt als Sportwartin im Kanubezirk Hannover bin ich von dieser Fülle und Unterstützung für diese organisationsübergreifende Gemeinschaftsaktion an diesem Wochenende in Hannover überwältigt. Mein besonderer Dank geht an die unterstützenden Vereine und Kanuten vom KC Limmer, PC Stöcken und deren Gäste, die Pfadfindergruppe Wölflinge vom DPSG St. Bonifatius Wunstorf , die Kanuwanderer Hannover, die Jugendgruppe und Trainerin vom RSV Hannover und natürlich die Jugendgruppe und Trainer vom KSC Hannover, sowie dessen Vorstand für die Bereitstellung des Geländes für diese große Aktion. Des Weiteren an die Taucher von den Lake Divers und die Tauchgruppe WASPO Hannover, an Stephan Horch und sein Team vom River Clean Up Projekt, sowie Heiko Heybey von der Leinewelle und seinem Team für die großartige Zusammenarbeit und ganz, ganz besonderer Dank geht an Nick Hutchings, Kanut beim KC Hameln und sein aktives Team von Greenpeace Hannover. Des Weiteren an die Maschseeaufsicht Hannover, die ebenfalls 1 m³ Pastikmüll "zusammengefischt" hat, an AHA Hannover für den Abtransport des Unrats und zu guter Letzt an die engagierten Journalisten von HAZ, NP und des TV-Senders H1.

 

Das Seekajak von Stephan Horch, welches für das River Clean Up Projekt zur Verfügung gestellt wurde, kann nach Abschluss seiner Tour (im September) auf der Seite von Lettmann für ein gekauftes Los im Wert von EUR 10,-- ersteigert werden.

 Gemeinsam freuen wir uns auf das kommende "WELLEMACHEN" Projekt in 2020 und hoffen auf viele "Mitmacher" und auch auf Nachahmer in anderen Städten.

Text: me; nmd, ch

Fotos: me; nmd; rsv

 

Foto zur Meldung: Wellemachen gegen Plastikmüll
Foto: Wellemachen gegen Plastikmüll

Kanu-Verordnung im Landkreis Lüneburg

(01. 08. 2019)

Kanu Verordnung im Landkreis Lüneburg vom Kreistag verabschiedet.

Sie tritt für die Ilmenau, Luhe und Lopau am 8. August in Kraft

 

 

Die Kanu Verordnung ist beschlossen und Sie differenziert zwischen dem organisierten Wassersport der Vereine und dem gewerblichen Bootsverleihern. Anlass für den Landkreis waren Beschwerden über alkoholisierte Paddler auf den Gewässern besonders an Himmel-fahrt und Pfingsten.

Auf Drängen der Lüneburger Wassersportvereine mit Unterstützung des LKV Niedersachsen und des LandesSportBundes wurde die ursprüngliche Fassung der geplanten Kanu Verordnung überarbeitet. Wir konnten die Mitarbeiter aus dem Bereich Umwelt im Landkreis in einer konstruktiven Besprechung überzeugen, dass die organisierten Wassersportler im Umgang mit ihren Booten in der Natur keine Schäden verursachen. Die Durchführung von DKV Ökologieschulungen dient u. a. als Nachweis dafür, dass es hier Unterschiede zu den Freizeitaktivitäten bei gewerblichen Anbietern gibt und dass ein Umweltbewusstsein der Kanuten ausgeprägt ist. Gestärkt wurden unsere Argumente durch das Urteil des OVG Lüneburg zur Befahrungsregelung auf der Oertze von 2001.

 

Im Ergebnis sind Kanuten des DKV und die Ruderer des DRV auf der Ilmenau, Luhe und Lopau im Landkreis Lüneburg von den Verboten, wie kein Paddeln nach 20 Uhr sowie an Himmelfahrt und dem Pfingstwochenende als auch der Größenbeschränkung der Boote ausgenommen.

 

In der Verordnung heißt es dazu unter im

 

§ 1 Geltungsbereich

(3) Die Verordnung findet keine Anwendung auf das Befahren durch vereinsmäßig organisierte Wassersportler mit Booten, die außen in gut lesbarer Schrift mit dem Namen des Bootes, des Vereins und des Ortes, in dem der Verein seinen Sitz hat, gekennzeichnet sind.

 

Wer sein Boot nicht entsprechend beschriftet hat, kann diesen Status nicht für sich beanspruchen. Weiterhin sollte für uns selbstverständlich sein, dass wir die gebotenen Ein- und Aussatzstellen mit den Stegen nutzen. Die Lopau, bisher gesperrt, darf wieder gepaddelt werden.

 

Im Landkreis Uelzen ist derzeit die Ausweisung des Landschaftsschutzgebietes „Ilmenautal“ in Arbeit. Auch hier ist eine derartige Regelung geplant. Wir hoffen, dass wir auch andere Landkreise für differenzierte Regelungen gewinnen können.

 

 

Hans-Ulrich Sonntag
Landes-Kanu-Verband Niedersachsen e.V. - Vizepräsident Freizeitsport

Foto zur Meldung: Kanu-Verordnung im Landkreis Lüneburg
Foto: Ilmenau

Auf „STINKTour 2019“ Ziel erreicht

(27. 05. 2019)

Pünktlich, kurz nach 10.00 Uhr vormittags am Freitag, 17.05. 2019, legte der
Initiator und Paddler der Aktion von der Kanuabteilung des BfnL Göttingen, Edgar Schulz,  nach 20 Paddeltagen im Kutterhafen von Fedderwardersiel (Butjadingen) an.
Er und sein ständiger Begleiter per Faltrad, Peter Zänker von den Kanusport-freunden KSF Bremen, wurden am Steg von Ina Korter, Bürgermeisterin von Butjadingen und von Dr. Felicitas Demann, Leiterin des Nationalpark-Haus Fedderwardersiel, begrüßt. Das Team des Nationalparkhauses hatte zum Empfang einen Informationsstand über die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll am Hafenkai aufgebaut.

 

Beim anschließenden Gespräch im Wattenmeer Nationalpark-Haus erzählten beide
Fahrtteilnehmer von ihren Eindrücken und Erfahrungen während der fast dreiwöchigen und von insgesamt 30 Kanuten abschnittsweise begleiteten, und so in seiner Form wohl zum ersten Mal durchgeführten, Gewässerschutzaktion.
Das Fazit der beiden Seekajak-Fahrer: „Die Fahrt war sehr schön, sehr erlebnis- und lehrreich. Ein sicherlich für uns persönlich auch einmalig bleibendes Erlebnis“. Unterwegs wurden fast 800 Flyer bei den verschiedensten Anlässen und in sehr vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern und Politikerinnen und Politikern, sowie verantwortlichen Menschen in den Verwaltungen verteilt.

 

Das persönliche Fazit von Edgar Schulz nach 430 Paddelkiliometern:“ Die Aktion war überfällig und hat sich schon dann gelohnt, wenn bei den vielen Begegnungen unterwegs „kleine Pieks“ für einen verbesserten Gewässerschutz in Niedersachsen und Bremen gesetzt werden konnten. „Die eigentliche Auswertungsarbeit muss jetzt sorgfälltig geschehen, denn ich bin während der Fahrten – auch und insbesondere auf meinen Etappen allein auf dem Wasser – zu der Überzeugung gelangt, dass die Geduld der Natur mit uns Menschen allmählich am Ende ist. Wir Menschen sind für einen nachhaltigen Gewässerschutz jetzt mehr als gefragt“.
Edgar Schulz wird in der Verbandszeitschrift „Kanu-Sport“ detaillierter berichten. Er plant zur Auswertung einen Diavortrag, den er bei Kanuvereinen und in den besuchten Städten und Gemeinden im Winterhalbjahr vorzutragen gedenkt.


 

Foto zur Meldung: Auf „STINKTour 2019“ Ziel erreicht
Foto: Auf „STINKTour 2019“ Ziel erreicht

STINKTour 2019, mit dem Abwasser Göttingens in die Nordsee

(16. 05. 2019)

Der Göttinger Kanute Edgar Schulz ist am 27. April 2019 in Göttingen zur STINKTour 2019 mit Ziel Fedderwardersiel gestartet. Er möchte mit dieser Fahrt auf die Gewässerverschmutzung aufmerksam machen und hat dazu zahlreiche Aktionen gemacht.

Die biologischen und chemischen Verunreinigungen nehmen dramatisch zu! Neben Plastikmüll, Microplasten sind Medikamente wie Antibiotika und insbesondere das Schmerzmittel Diclofernac, aber auch Nitrate und Phosphate sowie Säuren in unseren Flüssen, Bächen und Seen nachweisbar! 
Unsere Kläranlagen können diese Abwässer nicht mehr genügend reinigen!
Hinzu kommt eine neuere Gefahr: Das Auftreten von multiresistenten Keimen!
Keime sind überall vorhanden. Auch im Wasser. Jedoch mutieren sie nun, wie man heute weiß, aufgrund des großen Vorhandenseins von Medikamenten in den Gewässern und werden so multiresistent, d.h. immun gegen die in der Human-Medizin bei Erkrankungen verabreichten Antibiotika. Dieser Vorgang ist von uns Menschen verursacht! Durch unsere Exkremente und durch das Verabreichen von Antibiotika an Tiere z.B. Schweinen in der Massentierhaltung gelangen die Medikamente (zu große Mengen davon) in die Gewässer.
Bei Mirkoverletzungen der Haut können die Keime schon bei geringem Wasserkontakt einen Menschen befallen. Dann helfen und heilen selbst sogenannte „Ersatz- oder Notfallantibiotika“ nicht mehr!

Das Göttinger Stadtradio brachte zu Beginn der Tour ein Interview mit Edgar Schulz. Bei der ersten Etappe wurde er von Göttinger Kanuten begleitet. Die Ausbeute der Fahrt waren drei große Säcke mit Müll gefüllt. Über Zwischenstationen in Alfeld und Gronau / L. war die Landeshauptstadt Hannover das nächste große Ziel. Für den 2. Mai hatte Edgar einen Termin beim niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies erhalten. Begleitet wurde er hier von Viola von Crammon (Grüne Göttingen); Nick Hutchings (KC Hameln + Greenpeace Hannover), Peter Zänker (KSF Bremen) und Hans-Ulrich Sonntag (Vizepräsident LKV Niedersachsen). Mit dem Minister wurden die Probleme der Gewässerbelastung erörtert und auf zahlreiche Aktionen der Wassersportler, wie das Einsammeln von Müll aus den Gewässern und von deren Ufern, hingewiesen. Die Untersuchungen von niedersächsischen Gewässerproben wurden analysiert. Im Ergebnis werden Arzneimittelrückstände im Abwasser in den Kläranlagen reduziert, aber nicht vollständig herausgefiltert, so dass diese in die Flüsse hinein kommen. Edgar Schulz überreichte Olaf Lies symbolisch eine Flasche Abwasser, abgefüllt unterhalb der Kläranlage Göttingen, und den MUSS des DKV gefüllt mit Plastikmüll. Insgesamt hatten wir den Eindruck, dass man im Ministerium sehr wohl die Lage richtig einschätzt und nach mach- und bezahlbaren Lösungen sucht.

Weiter ging es mit Hannoveraner Kanutenbegleitung und Kanuten des KC Steinhuder Meer nach Neustadt am Rübenberge mit viel eingesammelten Müll im Boot. Hier wurde der Aktion vom Bürgermeister Uwe Sternbeck begrüßt und unterstützt. In den Räumen der Stadt wurden die Flyer und Infomaterial für die Bevölkerung ausgelegt. 

Mittlerweile neigt sich die Tour dem Ende zu. Wir warten noch gespannt auf die Berichte aus Verden, Bremen und Bremerhaven.

Hans-Ulrich Sonntag
Vizepräsident Freizeitsport
LKV Niedersachsen
 

Foto zur Meldung: STINKTour 2019, mit dem Abwasser Göttingens in die Nordsee
Foto: STINKTour 2019, mit dem Abwasser Göttingens in die Nordsee

BITTE MITMACHEN: Unterschriftenaktion gegen ISAR-Sperrung!

(22. 04. 2019)

Der Landrat von Bad-Tölz / Wolfratshausen hat mit sofortiger Wirkung die Isar von Bad Tölz bis Wolfratshausen bis einschließlich Mai gesperrt. Der Bayrische Verband kämpft jetzt um eine Ausnahmegenehmigung, damit wenigstens die organisierten Paddler von dieser Regelung ausgenommen werden. Eine negative Beeinflussung der Natur durch den organisierten Kanusport konnte bislang niemand aufzeigen, aber die volle Wucht dieser Sperrung soll uns treffen!

Nach dem Willen des Landrates sollen die Kanuten die Strecke zukünftig nur noch vom 1. Juni bis zum 15. Oktober jeden Jahres befahren dürfen, unterhalb von Bad Tölz vom 1. Juni bis 31. Dezember.

 

Bitte helft mit und beteiligt Euch an der Unterschriftenaktion / Petition:
https://www.change.org/p/landratsamt-bad-t%C3%B6lz-wolfratshausen-naturvertr%C3%A4glicher-kanusport-auf-der-isar-muss-ganzj%C3%A4hrig-m%C3%B6glich-bleiben

Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe ab 1. April 2019 gesperrt: Kanuten müssen mit Bootswagen umtragen

(19. 03. 2019)

Das Abschlussbauwerk des Hadelner Kanals, die Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe wird ab dem 1. April 2019 erneuert. Während der dreijährigen Bauzeit kann dort nicht geschleust werden. Kanus müssen über einen zirka einen Kilometer langen Umtrageweg transportiert werden; dafür sollte unbedingt ein Bootswagen mitgeführt werden.

 

Schifffahrtverbindung Weser – Elbe

Der Hadelner Kanal ist Teil des 55 Kilometer langen Schifffahrtweges zwischen Weser und Elbe, der von vielen Kanuten genutzt wird. Er verbindet Bremerhaven und Otterndorf über die Geeste, den Bederkesa-Geeste-Kanal, die Aue und den Hadelner Kanal. Über die Otterndorfer Schleuse gelangt man dann in die Elbe. Bei Kanuten, die zur Küste wollen, ist dieser Binnenweg sehr beliebt, da die Alternative über die Außenweser wegen ihres Nordseecharakters für viele nicht infrage kommt.

 

Alte Otterndorfer Schleuse muss ersetzt werden

Die Otterndorfer Schleuse wurde 1854 als Tunnelgewölbe mit einem Stemmtorpaar in die Deichlinie gebaut. Nachdem zahlreiche Deiche wegen der kontinuierlich steigenden Pegelstände der Nordsee bereits erhöht worden sind, muss dies im Bereich Otterndorf nun nachgeholt werden – mit Konsequenzen für die Schleuse. Das Bauwerk lässt sich konstruktionsbedingt nicht weiter erhöhen. Deshalb wird es abgerissen und komplett neu errichtet. Während die Schleusenzeiten in Otterndorf bisher von der Tide abhängig waren, kann in Zukunft durchgehend während der Dienstzeiten geschleust werden, auch im Winter, wenn kein Eisgang ist.

 

Umtragen über neuen Schwimmsteg

Während der auf gut drei Jahre angesetzten Bauzeit ist ein Schleusen nicht möglich. Für Kanuten ist jedoch eine Umtragemöglichkeit eingerichtet. Dafür ist vor der Schleuse auf der Höhe der Seglerhalle ein Ponton verankert, über den man aussteigen kann. Allerdings muss man dann sein Boot bis zum Sportboothafen im Mündungsbereich der Medem rollern, da außendeichs vor der Schleuse kein Anleger vorgesehen ist. Die Entfernung beträgt etwa 1 km. Das Bild unten zeigt die Aus- und Einsatzstellen.

 

Ein Ausstieg an der Medem, die 400 Meter westlich der Kanalschleuse in die Unterelbe mündet, ist nicht vorgesehen. Nicht mehr nutzbar ist auch der Ponton am Durchstich zwischen Medem und Kanal, über den man bisher außerhalb der Schleusenzeiten umtragen konnte. Dieser Ponton entfällt zukünftig.

 

Foto zur Meldung: Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe ab 1. April 2019 gesperrt: Kanuten müssen mit Bootswagen umtragen
Foto: Neue Hadelner Schleuse

Erfolgreiches Fundraising: Neue Treppen retten die Delme als Paddelfluss

(15. 03. 2019)

Rechtzeitig zu Saisonbeginn sind an der Delme zwei neue Kanutreppen am „Schwarzen Stau“ fertiggestellt worden. Sie ermöglichen es Paddlern nunmehr, das Wehr bei Hasbergen gefahrlos zu passieren – und die beiden Delmenhorster Kanuvereine haben endlich wieder Zugang zu ihren Paddelgewässern. Das Besondere an dem Projekt: Die Vereine haben für die Finanzierung zahlreiche Förderer und Sponsoren mobilisiert.

 

Kanuklubs durch Wehr abgeschnitten

Eigentlich ist die Delme ein hübscher Paddelfluss mit Verbindung zur Ochtum und Weser. Doch ein Wehr bei Hasbergen nördlich von Delmenhorst – der sogenannte Schwarze Stau – war in den vergangenen Jahren nahezu unpassierbar geworden. Die vorhandene Bootsrutsche fiel bei zu wenig Zuflusswasser trocken; Kanuten mussten am Wehr die steile, glitschige und instabile Steinböschung oder das Grasufer herab- oder hinaufklettern. Das Problem hatte sich in den letzten Jahren verschärft, weil das Wehr selbst aufgrund von Undichtigkeiten Wasser verlor, sodass der Wasserstand oberhalb des Wehrs nicht gehalten werden konnte. Die Folge war: Die meisten Paddler aus den beiden anliegenden Kanuvereinen mieden die Delme, Kanutouren direkt von den Bootshäusern aus waren nicht mehr möglich.

 

Gemeinsame Suche nach finanzieller Unterstützung

Bevor sie ganz von ihrem Hausfluss abgeschnitten wurden, haben der Kanu-Club Hasbergen und der Welse-Delme-Weser e.V. (WDW) ihr Schicksal selbst in die Hand genommen: Mit einer konzertierten Aktion machten sie ihr Problem öffentlich, schrieben Briefe an potenzielle Förderer, führten Gespräche mit rund 30 Behörden, Firmen und Verbänden und hatten Erfolg: Sie bekamen erstens das Geld und zweitens die Genehmigung für den Neubau von zwei Treppen oberhalb und unterhalb des Wehres.

 

Zahlreiche Förderer aus Land und Region

9.400 Euro Fördergelder, das sind mehr als 80 Prozent der Gesamtkosten, konnten die beiden Kanuvereine einwerben – eine Summe, die sie niemals allein hätten aufbringen können. Zu den Unterstützern zählen der Landes-Kanu-Verband Niedersachsen einschließlich seiner vier Bezirksverbände, drei Kanuvereine, die Lotto-Sport-Stiftung Niedersachsen, die Stiftung Gutes tun der Landesbank zu Oldenburg, die Volksbank Delmenhorst Schierbrok, der Delmenhorster Stadt-Sport-Bund und der Delmenhorster Rotarier Club.

 

Herzlicher Dank an alle Unterstützer

„Es war ein langer Weg und hat drei Jahre, 300 Mails, viele Telefonate und Besprechungen gebraucht“, resümieren Berthold Volk, erster Vorsitzender des Kanu-Clubs Hasbergen, und Hans-Peter Kloppe, erster Vorsitzender des WDW das Projekt. „Der Aufwand hat sich gelohnt, und unser Dank gilt allen, die uns unterstützt haben“.

Foto zur Meldung: Erfolgreiches Fundraising: Neue Treppen retten die Delme als Paddelfluss
Foto: Eine der beiden neuen Treppen am Delmewehr

Neue Befahrungsregelungen an niedersächsischen Gewässern

(26. 02. 2019)

Das Paddeln auf Flüssen und Seen in Niedersachsen wird immer mehr reglementiert: Aktuell sind neun Befahrungsregelungen dazu gekommen, so dass die Gesamtliste des LKV jetzt 147 Positionen umfasst.

 

Seit Beginn des Jahres 2019 sind neue Bestimmungen für die Elbe, die Este und die Lehrde in Kraft getreten. Sie betreffen unter anderem das Anlanden und Zelten auf den Elbinseln und das Befahren von Este und Lehrde.

Die Liste der Befahrungsregelungen mit Stand 20.02.2019 ist hier veröffentlicht.

Foto zur Meldung: Neue Befahrungsregelungen an niedersächsischen Gewässern
Foto: Paddeln auf der Lehrde zeitweise verboten

Leichter paddeln auf der Unterweser: Biwakplatz auf der Strohauser Plate

(23. 02. 2019)

Paddler, die ihre Tour auf der Unterweser unterbrechen wollen, finden bei Stromkilometer 46,9 einen Kanu-Biwakplatz auf der Strohauser Plate. Die Flussinsel auf Höhe von Rodenkirchen steht grundsätzlich unter strengem Naturschutz. Für nicht-motorisierte Bootsfahrer ist jedoch das Zelten im eingezäunten Gebiet zwischen Buhne 101 und Buhne 103 erlaubt.

 

Der Platz liegt in einem Gebiet, das der Bundeswasserstraßenverwaltung (WSA) gehört. Das WSA-Gebiet ist eingezäunt und wird nicht beweidet. Das Naturschutzgebiet reicht bis an die MTHW-Linie (MTHW = Mittleres Tide-Hochwasser), die Kante erodiert. Das Anlanden ist nicht ganz einfach: Man hat derzeit zum Anlanden ca. die halbe Tide um Hochwasser Zeit. Bei niedrigerem Stand muss man durch tiefen Schlick waten.

 

Auf der Insel darf man im Prinzip auf Wegen laufen; man bewegt sich aber nicht auf öffentlichem Grund, das Domänenland ist an einen Landwirt zur extensiven Bewirtschaftung verpachtet. Der Landkreis Wesermarsch geht allerdings davon aus, dass Kanuten nicht selbständig auf der Insel herumlaufen, sondern ggf. an einer offiziellen Führung teilnehmen.

Da das Naturschutzgebiet an der MTHW-Linie endet, kann der Strand unterhalb betreten werden, da er zur Bundeswasserstrasse gehört. Leider ist inzwischen kein durchgehender Strand mehr da, viele Bereiche sind stark verschlickt.

Ausdrücklich sind Bildungsveranstaltungen auf der Insel erlaubt, vorausgesetzt, sie werden entsprechend angemeldet. Das könnte man im Kanubereich für Öko-/Naturschutzschulungen nutzen, sofern man ein Konzept erstellt und entsprechend ausgebildete Kursleiter dafür gewinnen kann.

 

Ein PDF mit genauer Beschreibung des Biwakplatzes, der Nutzungs- und Anlandebedingungen sowie nützlichen Links steht unten zum Download zur Verfügung.

 

Wolfgang Bisle, Küstenreferent des LKV Bremen

Foto zur Meldung: Leichter paddeln auf der Unterweser: Biwakplatz auf der Strohauser Plate
Foto: Naturschutzgebiet Strohauser Vorländer und Plate an der Unterweser

Paddeln auf der Lehrde im Frühjahr und Sommer verboten: Neue Naturschutz-Verordnung seit 1. Februar 2019 in Kraft

(17. 02. 2019)

Seit dem 1. Februar 2019 gilt auf der Lehrde ein generelles Befahrungsverbot. Im Winterhalbjahr gibt es für bestimmte Strecken Ausnahmen, wenn der Wasserstand ausreicht und die Fahrt zuvor bei der Unteren Naturschutzbehörde angezeigt wird. Dies regelt die neue Verordnung für das Naturschutzgebiet „Lehrdetal“, die der Landkreis Verden am 20.12.2018 im Einvernehmen mit den Landkreisen Verden und Rotenburg (Wümme) verabschiedet hat.

 

Das Naturschutzgebiet befindet sich in der Gemeinde Kirchlinteln im Landkreis Verden, in der Stadt Walsrode im Heidekreis und in der Stadt Visselhövede im Landkreis Rotenburg (Wümme).

Das Befahrungsverbot für die Lehrde ergibt sich aus Paragraf 3 der Verordnung, während die Ausnahmen unter Paragraf 4, Absatz 12 „Freistellungen“ geregelt sind. Hier heißt es:

  • Freigestellt sind in der Zeit vom 01.09. bis zum 14.03. des Folgejahres das Befahren der Lehrde mit Kajaks bei ausreichendem Wasserstand von mindestens 30 cm flussabwärts von Lehringen (Brücke K 30) bis zur Mündung,
  • zwischen Brücke K126/K22 (Gross Heins – Idsingen) und Brücke K 30 in der Zeit vom 01.09. bis zum 14.03. des Folgejahres bei ausreichendem Wasserstand von mindestens 50 cm flussabwärts nach vorheriger Anzeige bei der zuständigen Naturschutzbehörden der Landkreise Verden und Heidekreis.

 

Der gültige Pegel befindet sich in Lehringen 50 Meter unterhalb Brücke der K30 bei Kilometer 11.

Anzeige der Fahrt beim Landkreis Verden unter E-Mail: naturschutz@landkreis-verden.de, beim Heidekreis über das Kontaktformular auf der Webseite.
 

Foto zur Meldung: Paddeln auf der Lehrde im Frühjahr und Sommer verboten: Neue Naturschutz-Verordnung seit 1. Februar 2019 in Kraft
Foto: Lehrde bei Groß Heins Foto: LK Verden

LKV-Niedersachsen veröffentlicht Revierführer Ostfriesland Mit dem Seekajak das niedersächsische Wattenmeer erleben

(28. 01. 2019)

Mit einem neuen Revierführer möchte der LKV Niedersachsen erstmals die Nordseeküste zwischen Ems und Weser sowie die Ostfriesischen Inseln für den Kanusport erschließen und dabei helfen, das Gebiet sicher und umweltgerecht zu befahren. Er dient als Planungshilfe für Seekajakfahrer mit Seebefähigungsniveau.

 

Ostfriesland und das niedersächsische Wattenmeer, das sind Küste und Inseln, Weite und Wellen, Stille und Strömung. Wer hier mit dem Kanu unterwegs ist, dem schenkt die Natur unvergleichliche Erlebnisse. Doch das Paddeln in der Nordsee birgt auch Risiken, die man kennen, einschätzen und beherrschen muss. Zudem sind im Nationalpark Wattenmeer besondere Befahrungsregelungen zu beachten.

 

Beschreibung Ort für Ort

Autor Christian Dingenotto kennt das Revier aus unzähligen Fahrten und ist zugleich Küstenreferent des LKV Niedersachsen. Auf 56 Seiten beschreibt er Ort für Ort Ein- und Aussetzstellen, Pausen-, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, Parkplätze fürs Abstellen der Autos, Toiletten und anderes mehr – alles notwendige Informationen zur Erschließung der Paddelregion, die bislang nur mündlich weitergegeben wurden. Dabei werden die in Gewässerführern üblichen Symbole verwendet. Ergänzt wird der Führer durch nützliche Links und Kontakte sowie Tipps, wie man sich auf See verständigen kann und Entfernungen abschätzt.

 

Der Führer reicht von Ost nach West: von der Wesermündung bei Nordenham bis zum Dollart bei Emden und von Wangerooge bis Juist. Bewusst macht er keine Tourenvorschläge, da diese den paddlerischen Fähigkeiten des Einzelnen entsprechen müssen. Wind und Wetter können sich auf der Nordsee so drastisch ändern, dass aus einer vermeintlichen Einsteigertour schnell ein anspruchsvoller Trip werden kann.

 

Planungshilfe für Seekajakfahrer

Angesprochen sind in erster Linie Seekajakfahrer mit Seebefähigungsniveau. Dies entspricht in den

gängigen deutschen Scheinsystemen einem Ausbildungsstand von EPP 3-Küste (DKV) oder A-Schein

(Salzwasser Union) oder dem Britischen 3-Star/Sea Kayak Award (British Canoeing). Damit Interessierte die Anforderungen für einzelne Bereiche abschätzen können, hat Autor Dingenotto versucht, Schwierigkeitsgrade für einzelne Wattenmeerbereiche in Form von Kompetenzzonen zu gliedern (von blau für Einsteiger bis hin zu schwarz für sehr Erfahrene).

 

Kostenlose Broschüre und PDF zum Download

Der Revierführer Ostfriesland im Postkartenformat und mit praktischer Spiralbindung ist kostenlos und wird nur bei Zusendung eines adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlags (Porto: 1,45 Euro) verschickt. Vereine werden gebeten, ggf. Sammelbestellungen zu organisieren. Bestellungen bei der Geschäftsstelle des Landes-Kanu-Verbandes Niedersachsen, Rosenbuschweg 9 B, 30453 Hannover. Der Revierführer steht darüber hinaus als PDF zum Download zur Verfügung.

Foto zur Meldung: LKV-Niedersachsen veröffentlicht Revierführer Ostfriesland Mit dem Seekajak das niedersächsische Wattenmeer erleben
Foto: Der Revierführer Ostfriesland im praktischen Postkartenformat und mit Spiralbindung

DKV-Kampagne gegen Flusssperrung wegen umstürzender Bäume

(04. 01. 2019)

In Rheinland-Pfalz soll erstmals ein Fluss für Kanus gesperrt werden, um Paddler vor herabfallenden Ästen oder umstürzenden Bäume zu schützen. Der Deutsche Kanu-Verband ruft deutschlandweit zum Widerspruch gegen die Behörden-Verfügung auf – auch um zu verhindern, dass dieses Argument auf andere Fälle angewendet wird.

 

Der Glan soll ganzjährig gesperrt werden

Bei der geplanten Flusssperrung geht es um den Glan, einen 90 Kilometer langen Fluss im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Dieser Fluss soll zwischen Lauterecken und der Kreisgrenze Landkreis Kusel zwischen Odenbach und Meisenheim für das Befahren mit Kleinfahrzeugen ohne Maschinenantrieb ganzjährig gesperrt werden. Aus dem Verordnungstext und seiner Begründung ergibt sich, dass die ganzjährige Sperrung ausgesprochen wird, um Kanuten vor möglichen Schäden durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume zu schützen.
 

Übertragung auf andere Fälle verhindern

Wenn diese Begründung durchkommen sollte, kann sie willkürlich auf fast jeden anderen Fluss in Deutschland angewendet werden – denn Bäume stehen nahezu an jedem Gewässer. Die anliegenden Vereine werden Widerspruch einlegen. Auch der DKV wendet sich gegen die Verordnung, weil er die Sicherheitsbegründung für vorgeschoben hält. Der Text des Widerspruchs ist unten unter Downloads zu finden.

 

Widerspruch einlegen

Es wäre gut, wenn sich möglichst viele Kanu-Vereine oder Einzelpersonen, die früher auf dem Glan gepaddelt sind, ebenfalls mit einem Widerspruch bei der SGD Süd (Struktur- und Genehmigungsdirektion) melden. Gerne kann der Widerspruch des DKV als Grundlage verwendet werden, sollte aber natürlich bearbeitet werden und auf die Belange des jeweiligen Kanuvereins oder des einzelnen Paddlers zugeschnitten werden. Der Text steht daher auch als einfache Word-Datei zur freien Verfügung.

Der Widerspruch sollte bis zum 13.01.2019 bei der SGD-Süd eingegangen sein. Ideal ist ein original unterschriebener Text per Post oder – wenn es zeitlich knapp wird – die Zusendung des Widerspruchs per Fax an:

 

SGD Süd

Regionalstelle Wasserwirtschaft,

Abfallwirtschaft, Bodenschutz

Fischersstraße 12

67655 Kaiserslautern

 

Fax: 0631 / 3674 – 418

 

Zum Schluss noch eine Bitte des DKV: Lasst uns wissen, wenn ihr einen Widerspruch eingereicht habt und sendet uns diesen als Kopie an die DKV-Geschäftsstelle oder an service@kanu.de.

 

Foto zur Meldung: DKV-Kampagne gegen Flusssperrung wegen umstürzender Bäume
Foto: Der Glan soll gesperrt werden für Kanus

Landes-Kanu-Verband ist für Erhalt der Umtragestelle am Luhe-Wehr Schnede

(07. 12. 2018)

Das Wehr Schnede an der Luhe ist nach Auffassung des Landes-Kanu-Verbandes (LKV) Niedersachsen für Paddler nicht gefährlich. Damit wendet sich der Kanudachverband gegen eine Verlegung der Umtragestelle, wie sie von Teilnehmern des Runden Tisches „Nachhaltiges Kanuwandern an der Luhe“ ins Gespräch gebracht worden war.

 

LKV-Gutachten für Runden Tisch

Der LKV hatte die Situation am Wehr im Auftrag des Runden Tisches noch einmal genau unter Lupe genommen. In dem Gutachten, das nunmehr vorliegt, heißt es: „Der LKV würde es sehr begrüßen, wenn die bisherige Umtragestelle erhalten bliebe, da sie sich bewährt hat. Das Vorbeifahren am Wehr ist auch für Ungeübte bei normalen Bedingungen gefahrlos möglich.“

 

Am Runden Tisch, der am 9. Oktober 2018 zum ersten Mal tagte, war die Umtragemöglichkeit am Wehr Schnede thematisiert worden mit der Überlegung, die Umtragestelle vor das Wehr auf die rechte Seite zu verlegen. Dadurch würde sich der Umtrageweg jedoch deutlich verlängern. Begründet wurde der Vorschlag mit einer angeblichen Gefährlichkeit des Wehres. Dieses Argument hält der LKV jedoch nicht für stichhaltig.

 

Auch Ungeübte können Wehr gut erkennen

Die bisherige Umtragestelle befindet sich auf der rechten Seite hinter dem Wehr, so dass man an dem Wehr vorbeifahren muss, um sie zu erreichen. Fahren Paddler auf das Wehr zu, können sie es gut erkennen. Da bei normalem Wasserstand das meiste Wasser am Wehr vorbei in den Mühlenkanal fließt, geht vom Wehr auch keine besondere Sogströmung aus. Die Wehrkante ist zudem überbaut und die Spaltbreite zu schmal für ein Kanu. Ein unbeabsichtigtes Befahren des Wehres ist damit ausgeschlossen. Da der Fluss an dieser Stelle genauso breit ist wie vorher, ist ein gefahrloses Vorbeipaddeln auch für Ungeübte möglich. Kanuten informieren sich zudem vorher, ob mit einem Wehr auf dem Flussabschnitt zu rechnen ist, bzw. werden von dem Bootsverleiher auf das Wehr hingewiesen.

 

Diese Beurteilung gilt für normale Verhältnisse und nicht für Hochwasser, wie der LKV ausdrücklich betont. Im Deutschen Kanu-Verband organisierte Paddler würden aber generell für solche Gefahren geschult, und verantwortungsbewusste Bootsverleiher würden bei Hochwasser keine Boote an Unerfahrene ausgeben.

 

Foto zur Meldung: Landes-Kanu-Verband ist für Erhalt der Umtragestelle am Luhe-Wehr Schnede
Foto: Keine Gefahr für Kanuten: das Luhe-Wehr Schnede

Kanuten reinigen Kanu-Fisch-Pass am Rüninger Okerwehr in Braunschweig

(06. 12. 2018)

Äste, Blätter, Müll: Bootsgasse und Fischaufstiegsanlage am Rüninger Wehr an der Oker in Braunschweig waren in den vergangenen Monaten durch Treibgut unpassierbar geworden – sowohl für Fische als auch für Kanus. Jetzt griffen die Paddler zur Selbsthilfe: Sie räumten den Unrat weg und machten Fischpass und Bootsgasse wieder gängig.

 

Treibgut entfernt, Bürsten gekürzt

Für den Landes-Kanu-Verband hatte Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag den Missstand zwar an die Braunschweiger Stadtverwaltung gemeldet, doch die reagierte erstmal nicht. Daher machten sich die Kanuten selbst an die Arbeit – nachdem sie sich zuvor mit allen zuständigen Stellen abgestimmt hatten: Zunächst wurde das Treibgut vor und aus der Bootsgasse entfernt. Die Stadtentwässerung Braunschweig hatte dafür den Wasserspiegel am Wehr abgesenkt. Der Bürstenriegel im Einlassbereich, der wie eine Sperre wirkte, wurde auf zirka 25 Zentimeter gekürzt und der nächste auf 30 statt bisher 50 Zentimeter. Damit ist der Kanu-Fisch-Pass an die tatsächlichen Verhältnisse des abgesenkten Wasserspiegels der Oker oberhalb des Wehres angepasst und nun wieder funktionsfähig.

 

Nach Abschluss der Arbeiten kam dann auch die Antwort vom Beschwerdemanagement der Stadt Braunschweig: Nicht die Stadtverwaltung sei zuständig, sondern der Unterhaltungsverband Oker. Bis zur Reinigung sollten Kanuten den vorhandenen Steg nutzen und die Boote umtragen. Das ist nun dank der Tatkräftigkeit der Paddler nicht nötig.

Foto zur Meldung: Kanuten reinigen Kanu-Fisch-Pass am Rüninger Okerwehr in Braunschweig
Foto: Alles wieder frei für Kanuten und Fische - die Oker am Rüninger Weh

Neubau der Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe Kanuten auf dem Weg von der Weser zur Elbe müssen vorläufig umtragen

(28. 11. 2018)

Das Abschlussbauwerk des Hadelner Kanals, die Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe wird erneuert. Während der Bauzeit von Februar 2019 bis April 2022 kann dort nicht geschleust werden. Eine Möglichkeit zum Umtragen mit Hilfe eines Bootswagens wird eingerichtet.

 

Schifffahrtverbindung Weser – Elbe

Der Hadelner Kanal ist Teil des 55 Kilometer langen Schifffahrtweges zwischen Weser und Elbe, der von vielen Kanuten genutzt wird. Er verbindet Bremerhaven und Otterndorf über die Geeste, den Bederkesa-Geeste-Kanal, die Aue und den Hadelner Kanal. Über die Otterndorfer Schleuse gelangt man dann in die Elbe. Bei Kanuten, die zur Küste wollen, ist dieser Binnenweg sehr beliebt, da die Alternative über die Außenweser wegen ihres Nordseecharakters für viele nicht infrage kommt.

 

Alte Otterndorfer Schleuse muss ersetzt werden

Die Otterndorfer Schleuse wurde 1854 als Tunnelgewölbe mit einem Stemmtorpaar in die Deichlinie gebaut. Nachdem zahlreiche Deiche wegen der kontinuierlich steigenden Pegelstände der Nordsee bereits erhöht worden sind, muss dies im Bereich Otterndorf nun nachgeholt werden – mit Konsequenzen für die Schleuse. Das Bauwerk lässt sich konstruktionsbedingt nicht weiter erhöhen. Deshalb wird es abgerissen und komplett neu errichtet. Während die Schleusenzeiten in Otterndorf bisher von der Tide abhängig waren, kann in Zukunft durchgehend während der Dienstzeiten geschleust werden, auch im Winter, wenn kein Eisgang ist.

 

Umtragen über neuen Schwimmsteg

Während der auf gut drei Jahre angesetzten Bauzeit ist ein Schleusen nicht möglich. Für Kanuten wird jedoch mit Baubeginn eine Umtragemöglichkeit eingerichtet. Dafür wird vor der Schleuse auf der Höhe der Seglerhalle ein Ponton verankert, über den man aussteigen kann. Allerdings muss man dann sein Boot bis zum Sportboothafen im Mündungsbereich der Medem rollern, da außendeichs vor der Schleuse kein Anleger vorgesehen ist. Die Entfernung beträgt ca. 1 km.

Ein Ausstieg an der Medem, die 400 Meter westlich der Kanalschleuse in die Unterelbe mündet, ist nicht vorgesehen. Nicht mehr nutzbar ist auch der Ponton am Durchstich zwischen Medem und Kanal, über den man bisher außerhalb der Schleusenzeiten umtragen konnte. Dieser Ponton entfällt zukünftig.

 

Wegen des recht langen Umtrageweges werden der LKV Bremen und der LKV Niedersachsen gemeinsam mit dem Bauträger, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, sprechen.

Foto zur Meldung: Neubau der Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe Kanuten auf dem Weg von der Weser zur Elbe müssen vorläufig umtragen
Foto: So soll die neue Schleuse am Hadelner Kanal aussehen

Neuer Kanuanleger an der Oker fertig

(22. 11. 2018)

Ein neuer Kanuanleger an der Oker bei Börßum (Kilometer 82,6) erleichtert Paddlern neuerdings den Ein- und Ausstieg. Der Anleger befindet sich auf der rechten Flussseite ca. 100 Meter oberhalb der Straßenbrücke von Börßum und ist auf einem Asphaltweg bequem zu erreichen.

 

Gebaut wurde der Kanuanleger vom Landkreis Wolfenbüttel. Bereits vor zwei Jahren hatte der LKV dazu Gespräche mit dem Landkreis im Rahmen der Förderung des Kanutourismus geführt. „Schön, dass der Anleger nun fertiggestellt ist“, freut sich LKV-Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag.

 

Foto zur Meldung: Neuer Kanuanleger an der Oker fertig
Foto: Bequemer Ein- und Ausstieg für Kanuten am neuen Anleger

Kanuten machen Welle gegen Plastikmüll

(08. 11. 2018)

Dosen, Plastikflaschen und sogar Gartenstühle: Was andere ins Wasser werfen, haben Kanuten und Umweltaktivisten in Hannover bei einer gemeinsamen Müllsammelaktion wieder rausgeholt. Fünf Kubikmeter Abfall kamen so in nur drei Stunden zusammen. Ziel war es, auf die Verunreinigung durch Plastikmüll in unseren Gewässern aufmerksam zu machen.

 

Über 50 Müllsammler auf hannoverschen Gewässern

Mehr als 50 Freiwillige waren dem Aufruf von Nicola Dommus, Wanderwartin des Kanubezirks Hannover, und Nick Hutchings von Greenpeace Hannover gefolgt und begaben sich mit Kajaks und Canadiern auf „Fischzug“ auf Leine, Ihme und Maschsee. Nach drei Stunden waren die Boote mit kleinen und großen Gegenständen gefüllt, die in oder am Rand der Gewässer „entsorgt“ worden waren.

 

Riesiger Abfallhaufen in drei Stunden

Beeindruckendes und zugleich erschreckendes Ergebnis: Fünf Kubikmeter groß war der Abfallhaufen am Ende. Darin Rucksäcke, Büro- und Gartenstühle, Grillsortiment, Matratzen, Schlafsäcke, Isomatten, Elemente von Absperrzäunen, Europaletten bis hin zu Einkaufswagen aus Super- und Baumärkten und leider auch viele Geldbörsen.

 

Diesen „fangfrischen Plastikmüll aus Hannover“ haben Nick Hutchings und seine Greenpeace-Botschafter öffentlichkeitswirksam am darauffolgenden Tag am Ufer des Maschsees ausgestellt. Kaum ein Passant kam unbemerkt an der Situation vorbei. Die zahlreichen Greenpeace-Botschafter informierten die Spaziergänger ausführlich über die Aktion, über die verheerenden Ausmaße der Verunreinigung in den Meeren durch Plastikmüll und riefen zur Nachhaltigkeit auf.

 

Kanuvereine und –verbände engagieren sich

An der hannoverschen Müllsammelaktion haben sich drei Kanuvereine des Bezirks Hannover beteiligt: der Hannoversche Kanu-Club von 1921 e.V., der Kanu Club Hameln e.V., und der KSC Hannover. Sie war nicht die erste und einzige Aktion dieser Art. Kanuten sind Natursportler und engagieren sich seit Jahren für saubere Gewässer. Der Wassersportverein Gronau beispielsweise fischt unter der Leitung von Wanderwart Henning Klücher Jahr für Jahr bis zu einem Kubikmeter Plastikmüll aus der Leine.

 

Müll- und Unrat-Sammel-Sack

Auch der Deutsche Kanu-Verband setzt Zeichen gegen Gewässerverschmutzung. Mit dem Müll- und Unrat-Sammel-Sack (MUSS) und unter dem Motto „Mein Fluss MUSS sauber sein!“ zeigt der DKV, dass die Qualität unserer Gewässer Kanuten sehr am Herzen liegt. Die MUSS-Beutel können als Einheit von je 50 Stück von allen Interessierten zum Preis von 40,- Euro (zzgl. einmaliger Versandkostenpauschale 8,95 Euro) bei der DKV-Wirtschafts- und Verlags GmbH bestellt werden.
Und wenn der MUSS nicht ausreicht und größere Säuberungsaktionen durchgeführt werden müssen, greift das zweite Umweltprojekt, für das der Kanu-Verband sich einsetzt. Mit der Gewässerretter-App können Müllansammlungen dokumentiert und Säuberungen organisiert werden: www.gewaesserretter.de/app.

Foto zur Meldung: Kanuten machen Welle gegen Plastikmüll
Foto: Ein Canadier voll Müll

Vollsperrung der Ochtum in Stuhr-Brinkum

(26. 10. 2018)

Die Bundesautobahn 1 erhält eine neue Brücke über die Ochtum in Stuhr-Brinkum. Bei Flusskilometer 18,7 an der Landesgrenze von Bremen und Niedersachsen (Landkreis Diepholz) ist ein Befahren des Flusses aus sicherheitstechnischen Gründen nicht gestattet. 

Die Baufirma hat ca. 20 Meter vor und hinter der Brücke entsprechende Hinweisschilder im Uferbereich aufgestellt.

Die Vollsperrung gilt für den gesamten Zeitraum der Arbeiten; sie sollen bis voraussichtlich Frühjahr 2020 dauern.

Foto zur Meldung: Vollsperrung der Ochtum in Stuhr-Brinkum
Foto: Vollsperrung der Ochtum in Stuhr-Brinkum

Baustelle an der Düte in Osnabrück: Sperrung für Kanuten

(22. 10. 2018)

Wegen Neubauarbeiten an der Autobahnbrücke der BAB 1 über die Düte im Stadtgebiet Osnabrück (Fluss-Kilometer 6,5 (52.296629, 7.941121) ist eine Baustelle in der Düte vorhanden. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Anfang 2020. Ein Durchfahren der Baustelle ist nicht möglich. Da der Baustellenbereich aus Sicherheitsgründen großflächig gesperrt ist, besteht keine Umtragemöglichkeit. Kanuten werden daher gebeten, ihre Fahrten in diesem Bereich so zu planen, dass sie vor der Baustelle enden (zum Beispiel Straßenbrücke Atter: Birkenallee oder bereits Hüninger Weg) oder erst nach der Baustelle beginnen.

Eine Sperr- und Hinweisbeschilderung ist vor den Ausstiegen vorhanden.

Foto zur Meldung: Baustelle an der Düte in Osnabrück: Sperrung für Kanuten
Foto: Sperrung der Düte

Weserschleuse Dörverden: Schwimmsteg hilft Kanuten beim Ausstieg

(01. 08. 2018)

Auf Anregung des LKV Niedersachsen hat die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die Umtragesituation an der Weserschleuse Dörverden deutlich verbessert. Im Oberwasser der Schleuse wurde ein Schwimmsteg gebaut, an dem Kanuten bequem anlegen, aussteigen und ihr Boot zum Umtragen aus dem Wasser holen können. Auch unterhalb der Schleuse ist etwas passiert: Hier wurden die oberen Steine von der Befestigung der Spundwand entfernt, so dass es beim Einstieg mehr Freiraum gibt.

 

„Mit dieser unkomplizierten und schnellen Maßnahme haben Sie und Ihre Kollegen die Umtragesituation erheblich verbessert und den Paddlern und Ruderern einen großen Gefallen getan“, dankte Jens Quade, Umweltreferent im Bezirk Lüneburg des LKV Niedersachsen dem Wasserstraßen und Schifffahrtsamt Verden im Namen aller Sportkollegen. Der LKV hatte zuvor auf die für Wassersportler ungünstigen Verhältnisse in der Bootsgasse aufmerksam gemacht und um Abhilfe gebeten.

 

Foto zur Meldung: Weserschleuse Dörverden: Schwimmsteg hilft Kanuten beim Ausstieg
Foto: Neuer Schwimmsteg für Kanuten an der Weserschleuse Dörverden

Warnhinweis für das Befahren der Oker bei km 26,6

(18. 09. 2017)

Wegen Bauarbeiten an der Straßenbrücke Didderse kann die Oker derzeit bei km 26,6 nicht befahren werden. Die Boote können allerdings trotz des Uferbetretungsverbots umgetragen werden. Dies teilt der Landkreis Gifhorn auf Anfrage des Landes-Kanu-Verbands Niedersachsen mit.

Foto zur Meldung: Warnhinweis für das Befahren der Oker bei km 26,6
Foto: Straßenbrücke an der Oker versperrt Durchfahrt

Weser: Bootsgasse Drakenburg außer Betrieb

(21. 04. 2017)

An der Weser wurde die Bootsgasse Drakenburg (Kilometer 277,8) am 21. April 2017 außer Betrieb genommen. Dies teilte der Außenbezirk Nienburg des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Verden mit.

 

Bei der turnusmäßigen Bauwerksprüfung wurden umfangreiche Schäden festgestellt, die einen Weiterbetrieb der Anlage aus Sicherheitsgründen nicht mehr zulassen. Bis auf Weiteres kann für die Passage der Staustufe der Bootswagen vor Ort genutzt werden.

Foto zur Meldung: Weser: Bootsgasse Drakenburg außer Betrieb
Foto: Bootsgasse Drakenaburg an der Weser © Jürgen Knop