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Aktuelle Meldungen

Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe ab 1. April 2019 gesperrt: Kanuten müssen mit Bootswagen umtragen

(19.03.2019)

Das Abschlussbauwerk des Hadelner Kanals, die Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe wird ab dem 1. April 2019 erneuert. Während der dreijährigen Bauzeit kann dort nicht geschleust werden. Kanus müssen über einen zirka einen Kilometer langen Umtrageweg transportiert werden; dafür sollte unbedingt ein Bootswagen mitgeführt werden.

 

Schifffahrtverbindung Weser – Elbe

Der Hadelner Kanal ist Teil des 55 Kilometer langen Schifffahrtweges zwischen Weser und Elbe, der von vielen Kanuten genutzt wird. Er verbindet Bremerhaven und Otterndorf über die Geeste, den Bederkesa-Geeste-Kanal, die Aue und den Hadelner Kanal. Über die Otterndorfer Schleuse gelangt man dann in die Elbe. Bei Kanuten, die zur Küste wollen, ist dieser Binnenweg sehr beliebt, da die Alternative über die Außenweser wegen ihres Nordseecharakters für viele nicht infrage kommt.

 

Alte Otterndorfer Schleuse muss ersetzt werden

Die Otterndorfer Schleuse wurde 1854 als Tunnelgewölbe mit einem Stemmtorpaar in die Deichlinie gebaut. Nachdem zahlreiche Deiche wegen der kontinuierlich steigenden Pegelstände der Nordsee bereits erhöht worden sind, muss dies im Bereich Otterndorf nun nachgeholt werden – mit Konsequenzen für die Schleuse. Das Bauwerk lässt sich konstruktionsbedingt nicht weiter erhöhen. Deshalb wird es abgerissen und komplett neu errichtet. Während die Schleusenzeiten in Otterndorf bisher von der Tide abhängig waren, kann in Zukunft durchgehend während der Dienstzeiten geschleust werden, auch im Winter, wenn kein Eisgang ist.

 

Umtragen über neuen Schwimmsteg

Während der auf gut drei Jahre angesetzten Bauzeit ist ein Schleusen nicht möglich. Für Kanuten ist jedoch eine Umtragemöglichkeit eingerichtet. Dafür ist vor der Schleuse auf der Höhe der Seglerhalle ein Ponton verankert, über den man aussteigen kann. Allerdings muss man dann sein Boot bis zum Sportboothafen im Mündungsbereich der Medem rollern, da außendeichs vor der Schleuse kein Anleger vorgesehen ist. Die Entfernung beträgt etwa 1 km. Das Bild unten zeigt die Aus- und Einsatzstellen.

 

Ein Ausstieg an der Medem, die 400 Meter westlich der Kanalschleuse in die Unterelbe mündet, ist nicht vorgesehen. Nicht mehr nutzbar ist auch der Ponton am Durchstich zwischen Medem und Kanal, über den man bisher außerhalb der Schleusenzeiten umtragen konnte. Dieser Ponton entfällt zukünftig.

 

Foto zur Meldung: Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe ab 1. April 2019 gesperrt: Kanuten müssen mit Bootswagen umtragen
Foto: Neue Hadelner Schleuse

Erfolgreiches Fundraising: Neue Treppen retten die Delme als Paddelfluss

(15.03.2019)

Rechtzeitig zu Saisonbeginn sind an der Delme zwei neue Kanutreppen am „Schwarzen Stau“ fertiggestellt worden. Sie ermöglichen es Paddlern nunmehr, das Wehr bei Hasbergen gefahrlos zu passieren – und die beiden Delmenhorster Kanuvereine haben endlich wieder Zugang zu ihren Paddelgewässern. Das Besondere an dem Projekt: Die Vereine haben für die Finanzierung zahlreiche Förderer und Sponsoren mobilisiert.

 

Kanuklubs durch Wehr abgeschnitten

Eigentlich ist die Delme ein hübscher Paddelfluss mit Verbindung zur Ochtum und Weser. Doch ein Wehr bei Hasbergen nördlich von Delmenhorst – der sogenannte Schwarze Stau – war in den vergangenen Jahren nahezu unpassierbar geworden. Die vorhandene Bootsrutsche fiel bei zu wenig Zuflusswasser trocken; Kanuten mussten am Wehr die steile, glitschige und instabile Steinböschung oder das Grasufer herab- oder hinaufklettern. Das Problem hatte sich in den letzten Jahren verschärft, weil das Wehr selbst aufgrund von Undichtigkeiten Wasser verlor, sodass der Wasserstand oberhalb des Wehrs nicht gehalten werden konnte. Die Folge war: Die meisten Paddler aus den beiden anliegenden Kanuvereinen mieden die Delme, Kanutouren direkt von den Bootshäusern aus waren nicht mehr möglich.

 

Gemeinsame Suche nach finanzieller Unterstützung

Bevor sie ganz von ihrem Hausfluss abgeschnitten wurden, haben der Kanu-Club Hasbergen und der Welse-Delme-Weser e.V. (WDW) ihr Schicksal selbst in die Hand genommen: Mit einer konzertierten Aktion machten sie ihr Problem öffentlich, schrieben Briefe an potenzielle Förderer, führten Gespräche mit rund 30 Behörden, Firmen und Verbänden und hatten Erfolg: Sie bekamen erstens das Geld und zweitens die Genehmigung für den Neubau von zwei Treppen oberhalb und unterhalb des Wehres.

 

Zahlreiche Förderer aus Land und Region

9.400 Euro Fördergelder, das sind mehr als 80 Prozent der Gesamtkosten, konnten die beiden Kanuvereine einwerben – eine Summe, die sie niemals allein hätten aufbringen können. Zu den Unterstützern zählen der Landes-Kanu-Verband Niedersachsen einschließlich seiner vier Bezirksverbände, drei Kanuvereine, die Lotto-Sport-Stiftung Niedersachsen, die Stiftung Gutes tun der Landesbank zu Oldenburg, die Volksbank Delmenhorst Schierbrok, der Delmenhorster Stadt-Sport-Bund und der Delmenhorster Rotarier Club.

 

Herzlicher Dank an alle Unterstützer

„Es war ein langer Weg und hat drei Jahre, 300 Mails, viele Telefonate und Besprechungen gebraucht“, resümieren Berthold Volk, erster Vorsitzender des Kanu-Clubs Hasbergen, und Hans-Peter Kloppe, erster Vorsitzender des WDW das Projekt. „Der Aufwand hat sich gelohnt, und unser Dank gilt allen, die uns unterstützt haben“.

Foto zur Meldung: Erfolgreiches Fundraising: Neue Treppen retten die Delme als Paddelfluss
Foto: Eine der beiden neuen Treppen am Delmewehr

LKV Niedersachsen hält Widerspruch gegen die Sperrung des Glan aufrecht

(28.02.2019)

Der Landes-Kanu-Verband Niedersachsen zieht seinen Widerspruch gegen die ganzjährige Sperrung des Glan nicht zurück, auch wenn ihm bei einer Ablehnung Kosten entstehen können. „Wir halten die Frage, ob ein Fluss wegen der Gefahr umstürzender Bäume für Boote gesperrt werden kann, für eine Grundsatzangelegenheit, die geklärt werden muss“, erklärt LKV-Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag. „Das sind wir unseren Mitgliedern schuldig“.

 

Die zuständige Genehmigungsbehörde – die SGD Süd - hat in diesen Tagen den LKV auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt/Weinstraße vom Januar 2019 aufmerksam gemacht, mit der die Klage eines gewerblichen Kanuanbieters gegen eine befristete Sperrung des Glan im Jahr 2018 abgewiesen wurde. Vor diesem Hintergrund bot die SGD Süd dem LKV an, den Widerspruch bis Ende Februar zurückzuziehen; anderenfalls drohe ein Ablehnungsbescheid, der zwischen 20 Euro und 1.000 Euro kosten könne.

 

„Ich wundere mich ein wenig, dass wir mehr oder weniger direkt aufgefordert wurden, den Widerspruch gegen die Sperrung des Glan zurückzunehmen, obwohl sich die benannte Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt/Weinstr. auf eine andere Verordnung bezieht“, so Sonntag. Die Genehmigungsbehörde erwecke so den Eindruck, das Gericht habe auch die Verordnung, gegen die der LKV Widerspruch eingelegt habe, als rechtmäßig bewertet, was objektiv nicht der Fall sei. Dabei seien die Argumente des LKV, die für einen natur- und landschaftsverträglichen Kanusport sprechen, gar nicht geprüft worden.

 

Gegen die Verordnung, mit der der Glan ganzjährig zwischen Lauterecken und der Kreisgrenze Landkreis Kusel zwischen Odenbach und Meisenheim für das Befahren mit Kleinfahrzeugen gesperrt werden soll, hatten nach einem Aufruf des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) mehr als 200 Vereine und einzelne Kanusportler Widerspruch eingelegt. Sie wurden jetzt ebenso wie der LKV angeschrieben. Der DKV erhält seinen Widerspruch ebenfalls aufrecht.

 

Mehr zur geplanten Verfügung und den Widersprüchen kann hier nachgelesen werden.

 

Foto zur Meldung: LKV Niedersachsen hält Widerspruch gegen die Sperrung des Glan aufrecht
Foto: Der Glan soll für Kanuten gesperrt werden

Neue Befahrungsregelungen an niedersächsischen Gewässern

(26.02.2019)

Das Paddeln auf Flüssen und Seen in Niedersachsen wird immer mehr reglementiert: Aktuell sind neun Befahrungsregelungen dazu gekommen, so dass die Gesamtliste des LKV jetzt 147 Positionen umfasst.

 

Seit Beginn des Jahres 2019 sind neue Bestimmungen für die Elbe, die Este und die Lehrde in Kraft getreten. Sie betreffen unter anderem das Anlanden und Zelten auf den Elbinseln und das Befahren von Este und Lehrde.

Die Liste der Befahrungsregelungen mit Stand 20.02.2019 ist hier veröffentlicht.

Foto zur Meldung: Neue Befahrungsregelungen an niedersächsischen Gewässern
Foto: Paddeln auf der Lehrde zeitweise verboten

Leichter paddeln auf der Unterweser: Biwakplatz auf der Strohauser Plate

(23.02.2019)

Paddler, die ihre Tour auf der Unterweser unterbrechen wollen, finden bei Stromkilometer 46,9 einen Kanu-Biwakplatz auf der Strohauser Plate. Die Flussinsel auf Höhe von Rodenkirchen steht grundsätzlich unter strengem Naturschutz. Für nicht-motorisierte Bootsfahrer ist jedoch das Zelten im eingezäunten Gebiet zwischen Buhne 101 und Buhne 103 erlaubt.

 

Der Platz liegt in einem Gebiet, das der Bundeswasserstraßenverwaltung (WSA) gehört. Das WSA-Gebiet ist eingezäunt und wird nicht beweidet. Das Naturschutzgebiet reicht bis an die MTHW-Linie (MTHW = Mittleres Tide-Hochwasser), die Kante erodiert. Das Anlanden ist nicht ganz einfach: Man hat derzeit zum Anlanden ca. die halbe Tide um Hochwasser Zeit. Bei niedrigerem Stand muss man durch tiefen Schlick waten.

 

Auf der Insel darf man im Prinzip auf Wegen laufen; man bewegt sich aber nicht auf öffentlichem Grund, das Domänenland ist an einen Landwirt zur extensiven Bewirtschaftung verpachtet. Der Landkreis Wesermarsch geht allerdings davon aus, dass Kanuten nicht selbständig auf der Insel herumlaufen, sondern ggf. an einer offiziellen Führung teilnehmen.

Da das Naturschutzgebiet an der MTHW-Linie endet, kann der Strand unterhalb betreten werden, da er zur Bundeswasserstrasse gehört. Leider ist inzwischen kein durchgehender Strand mehr da, viele Bereiche sind stark verschlickt.

Ausdrücklich sind Bildungsveranstaltungen auf der Insel erlaubt, vorausgesetzt, sie werden entsprechend angemeldet. Das könnte man im Kanubereich für Öko-/Naturschutzschulungen nutzen, sofern man ein Konzept erstellt und entsprechend ausgebildete Kursleiter dafür gewinnen kann.

 

Ein PDF mit genauer Beschreibung des Biwakplatzes, der Nutzungs- und Anlandebedingungen sowie nützlichen Links steht unten zum Download zur Verfügung.

 

Wolfgang Bisle, Küstenreferent des LKV Bremen

Foto zur Meldung: Leichter paddeln auf der Unterweser: Biwakplatz auf der Strohauser Plate
Foto: Naturschutzgebiet Strohauser Vorländer und Plate an der Unterweser

Paddeln auf der Lehrde im Frühjahr und Sommer verboten: Neue Naturschutz-Verordnung seit 1. Februar 2019 in Kraft

(17.02.2019)

Seit dem 1. Februar 2019 gilt auf der Lehrde ein generelles Befahrungsverbot. Im Winterhalbjahr gibt es für bestimmte Strecken Ausnahmen, wenn der Wasserstand ausreicht und die Fahrt zuvor bei der Unteren Naturschutzbehörde angezeigt wird. Dies regelt die neue Verordnung für das Naturschutzgebiet „Lehrdetal“, die der Landkreis Verden am 20.12.2018 im Einvernehmen mit den Landkreisen Verden und Rotenburg (Wümme) verabschiedet hat.

 

Das Naturschutzgebiet befindet sich in der Gemeinde Kirchlinteln im Landkreis Verden, in der Stadt Walsrode im Heidekreis und in der Stadt Visselhövede im Landkreis Rotenburg (Wümme).

Das Befahrungsverbot für die Lehrde ergibt sich aus Paragraf 3 der Verordnung, während die Ausnahmen unter Paragraf 4, Absatz 12 „Freistellungen“ geregelt sind. Hier heißt es:

  • Freigestellt sind in der Zeit vom 01.09. bis zum 14.03. des Folgejahres das Befahren der Lehrde mit Kajaks bei ausreichendem Wasserstand von mindestens 30 cm flussabwärts von Lehringen (Brücke K 30) bis zur Mündung,
  • zwischen Brücke K126/K22 (Gross Heins – Idsingen) und Brücke K 30 in der Zeit vom 01.09. bis zum 14.03. des Folgejahres bei ausreichendem Wasserstand von mindestens 50 cm flussabwärts nach vorheriger Anzeige bei der zuständigen Naturschutzbehörden der Landkreise Verden und Heidekreis.

 

Der gültige Pegel befindet sich in Lehringen 50 Meter unterhalb Brücke der K30 bei Kilometer 11.

Anzeige der Fahrt beim Landkreis Verden unter E-Mail: naturschutz@landkreis-verden.de, beim Heidekreis über das Kontaktformular auf der Webseite.
 

Foto zur Meldung: Paddeln auf der Lehrde im Frühjahr und Sommer verboten: Neue Naturschutz-Verordnung seit 1. Februar 2019 in Kraft
Foto: Lehrde bei Groß Heins Foto: LK Verden

LKV-Niedersachsen veröffentlicht Revierführer Ostfriesland Mit dem Seekajak das niedersächsische Wattenmeer erleben

(28.01.2019)

Mit einem neuen Revierführer möchte der LKV Niedersachsen erstmals die Nordseeküste zwischen Ems und Weser sowie die Ostfriesischen Inseln für den Kanusport erschließen und dabei helfen, das Gebiet sicher und umweltgerecht zu befahren. Er dient als Planungshilfe für Seekajakfahrer mit Seebefähigungsniveau.

 

Ostfriesland und das niedersächsische Wattenmeer, das sind Küste und Inseln, Weite und Wellen, Stille und Strömung. Wer hier mit dem Kanu unterwegs ist, dem schenkt die Natur unvergleichliche Erlebnisse. Doch das Paddeln in der Nordsee birgt auch Risiken, die man kennen, einschätzen und beherrschen muss. Zudem sind im Nationalpark Wattenmeer besondere Befahrungsregelungen zu beachten.

 

Beschreibung Ort für Ort

Autor Christian Dingenotto kennt das Revier aus unzähligen Fahrten und ist zugleich Küstenreferent des LKV Niedersachsen. Auf 56 Seiten beschreibt er Ort für Ort Ein- und Aussetzstellen, Pausen-, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, Parkplätze fürs Abstellen der Autos, Toiletten und anderes mehr – alles notwendige Informationen zur Erschließung der Paddelregion, die bislang nur mündlich weitergegeben wurden. Dabei werden die in Gewässerführern üblichen Symbole verwendet. Ergänzt wird der Führer durch nützliche Links und Kontakte sowie Tipps, wie man sich auf See verständigen kann und Entfernungen abschätzt.

 

Der Führer reicht von Ost nach West: von der Wesermündung bei Nordenham bis zum Dollart bei Emden und von Wangerooge bis Juist. Bewusst macht er keine Tourenvorschläge, da diese den paddlerischen Fähigkeiten des Einzelnen entsprechen müssen. Wind und Wetter können sich auf der Nordsee so drastisch ändern, dass aus einer vermeintlichen Einsteigertour schnell ein anspruchsvoller Trip werden kann.

 

Planungshilfe für Seekajakfahrer

Angesprochen sind in erster Linie Seekajakfahrer mit Seebefähigungsniveau. Dies entspricht in den

gängigen deutschen Scheinsystemen einem Ausbildungsstand von EPP 3-Küste (DKV) oder A-Schein

(Salzwasser Union) oder dem Britischen 3-Star/Sea Kayak Award (British Canoeing). Damit Interessierte die Anforderungen für einzelne Bereiche abschätzen können, hat Autor Dingenotto versucht, Schwierigkeitsgrade für einzelne Wattenmeerbereiche in Form von Kompetenzzonen zu gliedern (von blau für Einsteiger bis hin zu schwarz für sehr Erfahrene).

 

Kostenlose Broschüre und PDF zum Download

Der Revierführer Ostfriesland im Postkartenformat und mit praktischer Spiralbindung ist kostenlos und wird nur bei Zusendung eines adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlags (Porto: 1,45 Euro) verschickt. Vereine werden gebeten, ggf. Sammelbestellungen zu organisieren. Bestellungen bei der Geschäftsstelle des Landes-Kanu-Verbandes Niedersachsen, Rosenbuschweg 9 B, 30453 Hannover. Der Revierführer steht darüber hinaus als PDF zum Download zur Verfügung.

Foto zur Meldung: LKV-Niedersachsen veröffentlicht Revierführer Ostfriesland Mit dem Seekajak das niedersächsische Wattenmeer erleben
Foto: Der Revierführer Ostfriesland im praktischen Postkartenformat und mit Spiralbindung

DKV-Kampagne gegen Flusssperrung wegen umstürzender Bäume

(04.01.2019)

In Rheinland-Pfalz soll erstmals ein Fluss für Kanus gesperrt werden, um Paddler vor herabfallenden Ästen oder umstürzenden Bäume zu schützen. Der Deutsche Kanu-Verband ruft deutschlandweit zum Widerspruch gegen die Behörden-Verfügung auf – auch um zu verhindern, dass dieses Argument auf andere Fälle angewendet wird.

 

Der Glan soll ganzjährig gesperrt werden

Bei der geplanten Flusssperrung geht es um den Glan, einen 90 Kilometer langen Fluss im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Dieser Fluss soll zwischen Lauterecken und der Kreisgrenze Landkreis Kusel zwischen Odenbach und Meisenheim für das Befahren mit Kleinfahrzeugen ohne Maschinenantrieb ganzjährig gesperrt werden. Aus dem Verordnungstext und seiner Begründung ergibt sich, dass die ganzjährige Sperrung ausgesprochen wird, um Kanuten vor möglichen Schäden durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume zu schützen.
 

Übertragung auf andere Fälle verhindern

Wenn diese Begründung durchkommen sollte, kann sie willkürlich auf fast jeden anderen Fluss in Deutschland angewendet werden – denn Bäume stehen nahezu an jedem Gewässer. Die anliegenden Vereine werden Widerspruch einlegen. Auch der DKV wendet sich gegen die Verordnung, weil er die Sicherheitsbegründung für vorgeschoben hält. Der Text des Widerspruchs ist unten unter Downloads zu finden.

 

Widerspruch einlegen

Es wäre gut, wenn sich möglichst viele Kanu-Vereine oder Einzelpersonen, die früher auf dem Glan gepaddelt sind, ebenfalls mit einem Widerspruch bei der SGD Süd (Struktur- und Genehmigungsdirektion) melden. Gerne kann der Widerspruch des DKV als Grundlage verwendet werden, sollte aber natürlich bearbeitet werden und auf die Belange des jeweiligen Kanuvereins oder des einzelnen Paddlers zugeschnitten werden. Der Text steht daher auch als einfache Word-Datei zur freien Verfügung.

Der Widerspruch sollte bis zum 13.01.2019 bei der SGD-Süd eingegangen sein. Ideal ist ein original unterschriebener Text per Post oder – wenn es zeitlich knapp wird – die Zusendung des Widerspruchs per Fax an:

 

SGD Süd

Regionalstelle Wasserwirtschaft,

Abfallwirtschaft, Bodenschutz

Fischersstraße 12

67655 Kaiserslautern

 

Fax: 0631 / 3674 – 418

 

Zum Schluss noch eine Bitte des DKV: Lasst uns wissen, wenn ihr einen Widerspruch eingereicht habt und sendet uns diesen als Kopie an die DKV-Geschäftsstelle oder an service@kanu.de.

 

Foto zur Meldung: DKV-Kampagne gegen Flusssperrung wegen umstürzender Bäume
Foto: Der Glan soll gesperrt werden für Kanus

Landes-Kanu-Verband ist für Erhalt der Umtragestelle am Luhe-Wehr Schnede

(07.12.2018)

Das Wehr Schnede an der Luhe ist nach Auffassung des Landes-Kanu-Verbandes (LKV) Niedersachsen für Paddler nicht gefährlich. Damit wendet sich der Kanudachverband gegen eine Verlegung der Umtragestelle, wie sie von Teilnehmern des Runden Tisches „Nachhaltiges Kanuwandern an der Luhe“ ins Gespräch gebracht worden war.

 

LKV-Gutachten für Runden Tisch

Der LKV hatte die Situation am Wehr im Auftrag des Runden Tisches noch einmal genau unter Lupe genommen. In dem Gutachten, das nunmehr vorliegt, heißt es: „Der LKV würde es sehr begrüßen, wenn die bisherige Umtragestelle erhalten bliebe, da sie sich bewährt hat. Das Vorbeifahren am Wehr ist auch für Ungeübte bei normalen Bedingungen gefahrlos möglich.“

 

Am Runden Tisch, der am 9. Oktober 2018 zum ersten Mal tagte, war die Umtragemöglichkeit am Wehr Schnede thematisiert worden mit der Überlegung, die Umtragestelle vor das Wehr auf die rechte Seite zu verlegen. Dadurch würde sich der Umtrageweg jedoch deutlich verlängern. Begründet wurde der Vorschlag mit einer angeblichen Gefährlichkeit des Wehres. Dieses Argument hält der LKV jedoch nicht für stichhaltig.

 

Auch Ungeübte können Wehr gut erkennen

Die bisherige Umtragestelle befindet sich auf der rechten Seite hinter dem Wehr, so dass man an dem Wehr vorbeifahren muss, um sie zu erreichen. Fahren Paddler auf das Wehr zu, können sie es gut erkennen. Da bei normalem Wasserstand das meiste Wasser am Wehr vorbei in den Mühlenkanal fließt, geht vom Wehr auch keine besondere Sogströmung aus. Die Wehrkante ist zudem überbaut und die Spaltbreite zu schmal für ein Kanu. Ein unbeabsichtigtes Befahren des Wehres ist damit ausgeschlossen. Da der Fluss an dieser Stelle genauso breit ist wie vorher, ist ein gefahrloses Vorbeipaddeln auch für Ungeübte möglich. Kanuten informieren sich zudem vorher, ob mit einem Wehr auf dem Flussabschnitt zu rechnen ist, bzw. werden von dem Bootsverleiher auf das Wehr hingewiesen.

 

Diese Beurteilung gilt für normale Verhältnisse und nicht für Hochwasser, wie der LKV ausdrücklich betont. Im Deutschen Kanu-Verband organisierte Paddler würden aber generell für solche Gefahren geschult, und verantwortungsbewusste Bootsverleiher würden bei Hochwasser keine Boote an Unerfahrene ausgeben.

 

Foto zur Meldung: Landes-Kanu-Verband ist für Erhalt der Umtragestelle am Luhe-Wehr Schnede
Foto: Keine Gefahr für Kanuten: das Luhe-Wehr Schnede

Kanuten reinigen Kanu-Fisch-Pass am Rüninger Okerwehr in Braunschweig

(06.12.2018)

Äste, Blätter, Müll: Bootsgasse und Fischaufstiegsanlage am Rüninger Wehr an der Oker in Braunschweig waren in den vergangenen Monaten durch Treibgut unpassierbar geworden – sowohl für Fische als auch für Kanus. Jetzt griffen die Paddler zur Selbsthilfe: Sie räumten den Unrat weg und machten Fischpass und Bootsgasse wieder gängig.

 

Treibgut entfernt, Bürsten gekürzt

Für den Landes-Kanu-Verband hatte Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag den Missstand zwar an die Braunschweiger Stadtverwaltung gemeldet, doch die reagierte erstmal nicht. Daher machten sich die Kanuten selbst an die Arbeit – nachdem sie sich zuvor mit allen zuständigen Stellen abgestimmt hatten: Zunächst wurde das Treibgut vor und aus der Bootsgasse entfernt. Die Stadtentwässerung Braunschweig hatte dafür den Wasserspiegel am Wehr abgesenkt. Der Bürstenriegel im Einlassbereich, der wie eine Sperre wirkte, wurde auf zirka 25 Zentimeter gekürzt und der nächste auf 30 statt bisher 50 Zentimeter. Damit ist der Kanu-Fisch-Pass an die tatsächlichen Verhältnisse des abgesenkten Wasserspiegels der Oker oberhalb des Wehres angepasst und nun wieder funktionsfähig.

 

Nach Abschluss der Arbeiten kam dann auch die Antwort vom Beschwerdemanagement der Stadt Braunschweig: Nicht die Stadtverwaltung sei zuständig, sondern der Unterhaltungsverband Oker. Bis zur Reinigung sollten Kanuten den vorhandenen Steg nutzen und die Boote umtragen. Das ist nun dank der Tatkräftigkeit der Paddler nicht nötig.

Foto zur Meldung: Kanuten reinigen Kanu-Fisch-Pass am Rüninger Okerwehr in Braunschweig
Foto: Alles wieder frei für Kanuten und Fische - die Oker am Rüninger Weh

Neubau der Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe Kanuten auf dem Weg von der Weser zur Elbe müssen vorläufig umtragen

(28.11.2018)

Das Abschlussbauwerk des Hadelner Kanals, die Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe wird erneuert. Während der Bauzeit von Februar 2019 bis April 2022 kann dort nicht geschleust werden. Eine Möglichkeit zum Umtragen mit Hilfe eines Bootswagens wird eingerichtet.

 

Schifffahrtverbindung Weser – Elbe

Der Hadelner Kanal ist Teil des 55 Kilometer langen Schifffahrtweges zwischen Weser und Elbe, der von vielen Kanuten genutzt wird. Er verbindet Bremerhaven und Otterndorf über die Geeste, den Bederkesa-Geeste-Kanal, die Aue und den Hadelner Kanal. Über die Otterndorfer Schleuse gelangt man dann in die Elbe. Bei Kanuten, die zur Küste wollen, ist dieser Binnenweg sehr beliebt, da die Alternative über die Außenweser wegen ihres Nordseecharakters für viele nicht infrage kommt.

 

Alte Otterndorfer Schleuse muss ersetzt werden

Die Otterndorfer Schleuse wurde 1854 als Tunnelgewölbe mit einem Stemmtorpaar in die Deichlinie gebaut. Nachdem zahlreiche Deiche wegen der kontinuierlich steigenden Pegelstände der Nordsee bereits erhöht worden sind, muss dies im Bereich Otterndorf nun nachgeholt werden – mit Konsequenzen für die Schleuse. Das Bauwerk lässt sich konstruktionsbedingt nicht weiter erhöhen. Deshalb wird es abgerissen und komplett neu errichtet. Während die Schleusenzeiten in Otterndorf bisher von der Tide abhängig waren, kann in Zukunft durchgehend während der Dienstzeiten geschleust werden, auch im Winter, wenn kein Eisgang ist.

 

Umtragen über neuen Schwimmsteg

Während der auf gut drei Jahre angesetzten Bauzeit ist ein Schleusen nicht möglich. Für Kanuten wird jedoch mit Baubeginn eine Umtragemöglichkeit eingerichtet. Dafür wird vor der Schleuse auf der Höhe der Seglerhalle ein Ponton verankert, über den man aussteigen kann. Allerdings muss man dann sein Boot bis zum Sportboothafen im Mündungsbereich der Medem rollern, da außendeichs vor der Schleuse kein Anleger vorgesehen ist. Die Entfernung beträgt ca. 1 km.

Ein Ausstieg an der Medem, die 400 Meter westlich der Kanalschleuse in die Unterelbe mündet, ist nicht vorgesehen. Nicht mehr nutzbar ist auch der Ponton am Durchstich zwischen Medem und Kanal, über den man bisher außerhalb der Schleusenzeiten umtragen konnte. Dieser Ponton entfällt zukünftig.

 

Wegen des recht langen Umtrageweges werden der LKV Bremen und der LKV Niedersachsen gemeinsam mit dem Bauträger, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, sprechen.

Foto zur Meldung: Neubau der Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe Kanuten auf dem Weg von der Weser zur Elbe müssen vorläufig umtragen
Foto: So soll die neue Schleuse am Hadelner Kanal aussehen

Neuer Kanuanleger an der Oker fertig

(22.11.2018)

Ein neuer Kanuanleger an der Oker bei Börßum (Kilometer 82,6) erleichtert Paddlern neuerdings den Ein- und Ausstieg. Der Anleger befindet sich auf der rechten Flussseite ca. 100 Meter oberhalb der Straßenbrücke von Börßum und ist auf einem Asphaltweg bequem zu erreichen.

 

Gebaut wurde der Kanuanleger vom Landkreis Wolfenbüttel. Bereits vor zwei Jahren hatte der LKV dazu Gespräche mit dem Landkreis im Rahmen der Förderung des Kanutourismus geführt. „Schön, dass der Anleger nun fertiggestellt ist“, freut sich LKV-Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag.

 

Foto zur Meldung: Neuer Kanuanleger an der Oker fertig
Foto: Bequemer Ein- und Ausstieg für Kanuten am neuen Anleger

Kanuten machen Welle gegen Plastikmüll

(08.11.2018)

Dosen, Plastikflaschen und sogar Gartenstühle: Was andere ins Wasser werfen, haben Kanuten und Umweltaktivisten in Hannover bei einer gemeinsamen Müllsammelaktion wieder rausgeholt. Fünf Kubikmeter Abfall kamen so in nur drei Stunden zusammen. Ziel war es, auf die Verunreinigung durch Plastikmüll in unseren Gewässern aufmerksam zu machen.

 

Über 50 Müllsammler auf hannoverschen Gewässern

Mehr als 50 Freiwillige waren dem Aufruf von Nicola Dommus, Wanderwartin des Kanubezirks Hannover, und Nick Hutchings von Greenpeace Hannover gefolgt und begaben sich mit Kajaks und Canadiern auf „Fischzug“ auf Leine, Ihme und Maschsee. Nach drei Stunden waren die Boote mit kleinen und großen Gegenständen gefüllt, die in oder am Rand der Gewässer „entsorgt“ worden waren.

 

Riesiger Abfallhaufen in drei Stunden

Beeindruckendes und zugleich erschreckendes Ergebnis: Fünf Kubikmeter groß war der Abfallhaufen am Ende. Darin Rucksäcke, Büro- und Gartenstühle, Grillsortiment, Matratzen, Schlafsäcke, Isomatten, Elemente von Absperrzäunen, Europaletten bis hin zu Einkaufswagen aus Super- und Baumärkten und leider auch viele Geldbörsen.

 

Diesen „fangfrischen Plastikmüll aus Hannover“ haben Nick Hutchings und seine Greenpeace-Botschafter öffentlichkeitswirksam am darauffolgenden Tag am Ufer des Maschsees ausgestellt. Kaum ein Passant kam unbemerkt an der Situation vorbei. Die zahlreichen Greenpeace-Botschafter informierten die Spaziergänger ausführlich über die Aktion, über die verheerenden Ausmaße der Verunreinigung in den Meeren durch Plastikmüll und riefen zur Nachhaltigkeit auf.

 

Kanuvereine und –verbände engagieren sich

An der hannoverschen Müllsammelaktion haben sich drei Kanuvereine des Bezirks Hannover beteiligt: der Hannoversche Kanu-Club von 1921 e.V., der Kanu Club Hameln e.V., und der KSC Hannover. Sie war nicht die erste und einzige Aktion dieser Art. Kanuten sind Natursportler und engagieren sich seit Jahren für saubere Gewässer. Der Wassersportverein Gronau beispielsweise fischt unter der Leitung von Wanderwart Henning Klücher Jahr für Jahr bis zu einem Kubikmeter Plastikmüll aus der Leine.

 

Müll- und Unrat-Sammel-Sack

Auch der Deutsche Kanu-Verband setzt Zeichen gegen Gewässerverschmutzung. Mit dem Müll- und Unrat-Sammel-Sack (MUSS) und unter dem Motto „Mein Fluss MUSS sauber sein!“ zeigt der DKV, dass die Qualität unserer Gewässer Kanuten sehr am Herzen liegt. Die MUSS-Beutel können als Einheit von je 50 Stück von allen Interessierten zum Preis von 40,- Euro (zzgl. einmaliger Versandkostenpauschale 8,95 Euro) bei der DKV-Wirtschafts- und Verlags GmbH bestellt werden.
Und wenn der MUSS nicht ausreicht und größere Säuberungsaktionen durchgeführt werden müssen, greift das zweite Umweltprojekt, für das der Kanu-Verband sich einsetzt. Mit der Gewässerretter-App können Müllansammlungen dokumentiert und Säuberungen organisiert werden: www.gewaesserretter.de/app.

Foto zur Meldung: Kanuten machen Welle gegen Plastikmüll
Foto: Ein Canadier voll Müll

Vollsperrung der Ochtum in Stuhr-Brinkum

(26.10.2018)

Die Bundesautobahn 1 erhält eine neue Brücke über die Ochtum in Stuhr-Brinkum. Bei Flusskilometer 18,7 an der Landesgrenze von Bremen und Niedersachsen (Landkreis Diepholz) ist ein Befahren des Flusses aus sicherheitstechnischen Gründen nicht gestattet. 

Die Baufirma hat ca. 20 Meter vor und hinter der Brücke entsprechende Hinweisschilder im Uferbereich aufgestellt.

Die Vollsperrung gilt für den gesamten Zeitraum der Arbeiten; sie sollen bis voraussichtlich Frühjahr 2020 dauern.

Foto zur Meldung: Vollsperrung der Ochtum in Stuhr-Brinkum
Foto: Vollsperrung der Ochtum in Stuhr-Brinkum

Baustelle an der Düte in Osnabrück: Sperrung für Kanuten

(22.10.2018)

Wegen Neubauarbeiten an der Autobahnbrücke der BAB 1 über die Düte im Stadtgebiet Osnabrück (Fluss-Kilometer 6,5 (52.296629, 7.941121) ist eine Baustelle in der Düte vorhanden. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Anfang 2020. Ein Durchfahren der Baustelle ist nicht möglich. Da der Baustellenbereich aus Sicherheitsgründen großflächig gesperrt ist, besteht keine Umtragemöglichkeit. Kanuten werden daher gebeten, ihre Fahrten in diesem Bereich so zu planen, dass sie vor der Baustelle enden (zum Beispiel Straßenbrücke Atter: Birkenallee oder bereits Hüninger Weg) oder erst nach der Baustelle beginnen.

Eine Sperr- und Hinweisbeschilderung ist vor den Ausstiegen vorhanden.

Foto zur Meldung: Baustelle an der Düte in Osnabrück: Sperrung für Kanuten
Foto: Sperrung der Düte

Weserschleuse Dörverden: Schwimmsteg hilft Kanuten beim Ausstieg

(01.08.2018)

Auf Anregung des LKV Niedersachsen hat die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die Umtragesituation an der Weserschleuse Dörverden deutlich verbessert. Im Oberwasser der Schleuse wurde ein Schwimmsteg gebaut, an dem Kanuten bequem anlegen, aussteigen und ihr Boot zum Umtragen aus dem Wasser holen können. Auch unterhalb der Schleuse ist etwas passiert: Hier wurden die oberen Steine von der Befestigung der Spundwand entfernt, so dass es beim Einstieg mehr Freiraum gibt.

 

„Mit dieser unkomplizierten und schnellen Maßnahme haben Sie und Ihre Kollegen die Umtragesituation erheblich verbessert und den Paddlern und Ruderern einen großen Gefallen getan“, dankte Jens Quade, Umweltreferent im Bezirk Lüneburg des LKV Niedersachsen dem Wasserstraßen und Schifffahrtsamt Verden im Namen aller Sportkollegen. Der LKV hatte zuvor auf die für Wassersportler ungünstigen Verhältnisse in der Bootsgasse aufmerksam gemacht und um Abhilfe gebeten.

 

Foto zur Meldung: Weserschleuse Dörverden: Schwimmsteg hilft Kanuten beim Ausstieg
Foto: Neuer Schwimmsteg für Kanuten an der Weserschleuse Dörverden

Warnhinweis für das Befahren der Oker bei km 26,6

(18.09.2017)

Wegen Bauarbeiten an der Straßenbrücke Didderse kann die Oker derzeit bei km 26,6 nicht befahren werden. Die Boote können allerdings trotz des Uferbetretungsverbots umgetragen werden. Dies teilt der Landkreis Gifhorn auf Anfrage des Landes-Kanu-Verbands Niedersachsen mit.

Foto zur Meldung: Warnhinweis für das Befahren der Oker bei km 26,6
Foto: Straßenbrücke an der Oker versperrt Durchfahrt

Weser: Bootsgasse Drakenburg außer Betrieb

(21.04.2017)

An der Weser wurde die Bootsgasse Drakenburg (Kilometer 277,8) am 21. April 2017 außer Betrieb genommen. Dies teilte der Außenbezirk Nienburg des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Verden mit.

 

Bei der turnusmäßigen Bauwerksprüfung wurden umfangreiche Schäden festgestellt, die einen Weiterbetrieb der Anlage aus Sicherheitsgründen nicht mehr zulassen. Bis auf Weiteres kann für die Passage der Staustufe der Bootswagen vor Ort genutzt werden.

Foto zur Meldung: Weser: Bootsgasse Drakenburg außer Betrieb
Foto: Bootsgasse Drakenaburg an der Weser © Jürgen Knop