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Aktuelle Meldungen

Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe ab 1. April 2019 gesperrt: Kanuten müssen mit Bootswagen umtragen

(19.03.2019)

Das Abschlussbauwerk des Hadelner Kanals, die Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe wird ab dem 1. April 2019 erneuert. Während der dreijährigen Bauzeit kann dort nicht geschleust werden. Kanus müssen über einen zirka einen Kilometer langen Umtrageweg transportiert werden; dafür sollte unbedingt ein Bootswagen mitgeführt werden.

 

Schifffahrtverbindung Weser – Elbe

Der Hadelner Kanal ist Teil des 55 Kilometer langen Schifffahrtweges zwischen Weser und Elbe, der von vielen Kanuten genutzt wird. Er verbindet Bremerhaven und Otterndorf über die Geeste, den Bederkesa-Geeste-Kanal, die Aue und den Hadelner Kanal. Über die Otterndorfer Schleuse gelangt man dann in die Elbe. Bei Kanuten, die zur Küste wollen, ist dieser Binnenweg sehr beliebt, da die Alternative über die Außenweser wegen ihres Nordseecharakters für viele nicht infrage kommt.

 

Alte Otterndorfer Schleuse muss ersetzt werden

Die Otterndorfer Schleuse wurde 1854 als Tunnelgewölbe mit einem Stemmtorpaar in die Deichlinie gebaut. Nachdem zahlreiche Deiche wegen der kontinuierlich steigenden Pegelstände der Nordsee bereits erhöht worden sind, muss dies im Bereich Otterndorf nun nachgeholt werden – mit Konsequenzen für die Schleuse. Das Bauwerk lässt sich konstruktionsbedingt nicht weiter erhöhen. Deshalb wird es abgerissen und komplett neu errichtet. Während die Schleusenzeiten in Otterndorf bisher von der Tide abhängig waren, kann in Zukunft durchgehend während der Dienstzeiten geschleust werden, auch im Winter, wenn kein Eisgang ist.

 

Umtragen über neuen Schwimmsteg

Während der auf gut drei Jahre angesetzten Bauzeit ist ein Schleusen nicht möglich. Für Kanuten ist jedoch eine Umtragemöglichkeit eingerichtet. Dafür ist vor der Schleuse auf der Höhe der Seglerhalle ein Ponton verankert, über den man aussteigen kann. Allerdings muss man dann sein Boot bis zum Sportboothafen im Mündungsbereich der Medem rollern, da außendeichs vor der Schleuse kein Anleger vorgesehen ist. Die Entfernung beträgt etwa 1 km. Das Bild unten zeigt die Aus- und Einsatzstellen.

 

Ein Ausstieg an der Medem, die 400 Meter westlich der Kanalschleuse in die Unterelbe mündet, ist nicht vorgesehen. Nicht mehr nutzbar ist auch der Ponton am Durchstich zwischen Medem und Kanal, über den man bisher außerhalb der Schleusenzeiten umtragen konnte. Dieser Ponton entfällt zukünftig.

 

Foto zur Meldung: Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe ab 1. April 2019 gesperrt: Kanuten müssen mit Bootswagen umtragen
Foto: Neue Hadelner Schleuse

50. Leine-Frühlingsfahrt für Wasserfeste

(16.03.2019)

Am 10. März wasserten mal wieder viele hartgesottene Paddler in Neustadt, um die 50. Leine-Frühlingsfahrt nach Hodenhagen zu paddeln. 52 Kilometer waren zu bewältigen.

Anfangs tröpfelte es nur leicht. Zwischen Helstorf und Niederstöcken machte die Sonne mal ein paar zaghafte Versuche. Aber spätestens in Schwarmstedt drückte Petrus das Nasspedal durch. Und von 15 Uhr bis zur Abfahrt schüttete es wie aus Kübeln.

Es ging dann auf der Rückfahrt in Schneeregen über, und beim Abladen mussten die Kanuten einen Zentimeter Schnee auf den Booten mitschleppen. Aber die Fahrt selber war erfrischend schön.

Foto zur Meldung: 50. Leine-Frühlingsfahrt für Wasserfeste
Foto: Wasser von oben und von unten bei der Leine-Frühlingsfahrt

Erfolgreiches Fundraising: Neue Treppen retten die Delme als Paddelfluss

(15.03.2019)

Rechtzeitig zu Saisonbeginn sind an der Delme zwei neue Kanutreppen am „Schwarzen Stau“ fertiggestellt worden. Sie ermöglichen es Paddlern nunmehr, das Wehr bei Hasbergen gefahrlos zu passieren – und die beiden Delmenhorster Kanuvereine haben endlich wieder Zugang zu ihren Paddelgewässern. Das Besondere an dem Projekt: Die Vereine haben für die Finanzierung zahlreiche Förderer und Sponsoren mobilisiert.

 

Kanuklubs durch Wehr abgeschnitten

Eigentlich ist die Delme ein hübscher Paddelfluss mit Verbindung zur Ochtum und Weser. Doch ein Wehr bei Hasbergen nördlich von Delmenhorst – der sogenannte Schwarze Stau – war in den vergangenen Jahren nahezu unpassierbar geworden. Die vorhandene Bootsrutsche fiel bei zu wenig Zuflusswasser trocken; Kanuten mussten am Wehr die steile, glitschige und instabile Steinböschung oder das Grasufer herab- oder hinaufklettern. Das Problem hatte sich in den letzten Jahren verschärft, weil das Wehr selbst aufgrund von Undichtigkeiten Wasser verlor, sodass der Wasserstand oberhalb des Wehrs nicht gehalten werden konnte. Die Folge war: Die meisten Paddler aus den beiden anliegenden Kanuvereinen mieden die Delme, Kanutouren direkt von den Bootshäusern aus waren nicht mehr möglich.

 

Gemeinsame Suche nach finanzieller Unterstützung

Bevor sie ganz von ihrem Hausfluss abgeschnitten wurden, haben der Kanu-Club Hasbergen und der Welse-Delme-Weser e.V. (WDW) ihr Schicksal selbst in die Hand genommen: Mit einer konzertierten Aktion machten sie ihr Problem öffentlich, schrieben Briefe an potenzielle Förderer, führten Gespräche mit rund 30 Behörden, Firmen und Verbänden und hatten Erfolg: Sie bekamen erstens das Geld und zweitens die Genehmigung für den Neubau von zwei Treppen oberhalb und unterhalb des Wehres.

 

Zahlreiche Förderer aus Land und Region

9.400 Euro Fördergelder, das sind mehr als 80 Prozent der Gesamtkosten, konnten die beiden Kanuvereine einwerben – eine Summe, die sie niemals allein hätten aufbringen können. Zu den Unterstützern zählen der Landes-Kanu-Verband Niedersachsen einschließlich seiner vier Bezirksverbände, drei Kanuvereine, die Lotto-Sport-Stiftung Niedersachsen, die Stiftung Gutes tun der Landesbank zu Oldenburg, die Volksbank Delmenhorst Schierbrok, der Delmenhorster Stadt-Sport-Bund und der Delmenhorster Rotarier Club.

 

Herzlicher Dank an alle Unterstützer

„Es war ein langer Weg und hat drei Jahre, 300 Mails, viele Telefonate und Besprechungen gebraucht“, resümieren Berthold Volk, erster Vorsitzender des Kanu-Clubs Hasbergen, und Hans-Peter Kloppe, erster Vorsitzender des WDW das Projekt. „Der Aufwand hat sich gelohnt, und unser Dank gilt allen, die uns unterstützt haben“.

Foto zur Meldung: Erfolgreiches Fundraising: Neue Treppen retten die Delme als Paddelfluss
Foto: Eine der beiden neuen Treppen am Delmewehr

Mit der Gänseliesel-Frühlingsfahrt in die Kanusaison starten

(14.03.2019)

Der Turn- und Wassersportverein Göttingen von 1861 lädt am Samstag, den 6. April 2019 alle geübten Kanuten zur Fahrt auf der Leine von Göttingen nach Hollenstedt ein. Die traditionelle „Gänseliesel-Frühlingsfahrt“ findet in diesem Jahr zum 17. Mal statt.
 

Start ist um 10 Uhr am Sport- und Gesundheitszentrum des TWG am Kiessee. Die Fahrtstrecke von Göttingen bis zum Mühlengraben bei Hollenstedt beträgt 28 Kilometer. Es gibt auf dieser Strecke ein Wehr sowie zwei größere Schwälle mit Verblockungen, an denen rechts umtragen werden sollte.
Die Strecke ist auch für Canadier geeignet. Die Rückfahrt ist möglichst vor dem Start mit spontan gefundenen Paddlern zu organisieren. Es besteht nur begrenzter Platz auf dem TWG- Vereinsanhänger.
 

Der originelle Name der Fahrt geht übrigens auf die Brunnenfigur vor dem Alten Rathaus in der Innenstadt von Göttingen zurück - das Gänseliesel. Es handelt sich dabei um die wohl meistgeküsste Jungfrau Deutschlands, denn jeder Doktorand, der in der Universitätsstadt sein Diplom bekommt, erklimmt den Brunnen mit der Figur, küsst und schmückt sie mit frischen Blumen.

 

Hier geht`s zum Ansprechpartner und zur Anmeldung

 

Gerd Bode

Foto zur Meldung: Mit der Gänseliesel-Frühlingsfahrt in die Kanusaison starten
Foto: 60 Paddler nahmen 2018 an der Gänseliesel-Frühlingsfahrt teil

Kanu-Aktion für saubere Flüsse: „STINK-Tour“ von Göttingen zur Nordsee setzt Zeichen gegen Gewässerverschmutzung

(09.03.2019)

Mikroplastik, Nitrat, Phosphat, Säuren, Schwermetalle und Medikamente: Die schädliche Fracht in Flüssen und Bächen wird immer größer. Mit einer Paddeltour von Göttingen bis ins Wattenmeer engagieren sich niedersächsische Kanuten gegen die zunehmende Gewässerverschmutzung. Die Fahrt startet am 28. April 2019 auf der Leine und führt über Aller und Weser bis zum Wattenmeer. Sie endet mit einem Aktionstag am 17. Mai 2019 in Fedderwardersiel.

 

Um die Gewässer steht es schlecht

„Es stinkt zum Himmel, was da an Abwässern in unseren Flüssen fließt und sich ins Weltnaturerbe Wattenmeer ergießt“, empört sich Kanute Edgar Schulz, Initiator und Organisator der Umweltaktion. „STINK-Tour“ oder auch „Mit den Abwässern Göttingens ins Wattenmeer“ heißt deshalb die Kanutour einprägsam. Als langjähriger Wanderpaddler kennt er den Müll im und am Wasser genau. Doch das Ausmaß des nicht sichtbaren Drecks in den Gewässern wurde ihm durch eine Fernsehsendung über multiresistente Keime bewusst. „In Niedersachsen gelten nur noch zwei Prozent der Gewässer als sauber“, weiß Schulz, der sich inzwischen intensiv mit der gefährlichen Fracht befasst. „Die Kläranlagen können schädliche biologische und chemische Stoffe, Schwermetalle und Medikamente nicht mehr herausfiltern“, bemängelt er und fordert sowohl mehr Vorsorge als auch eine bessere Abwasserreinigung.

 

Für saubere Flüsse, Bäche und Seen in Niedersachen und Bremen

Mit der dreiwöchigen STINK-Tour will Edgar Schulz nun öffentlichkeitswirksam ein Zeichen setzen und hofft auf möglichst viele Mitwirkende – mit dem Boot oder auch mit dem Fahrrad. Unterwegs sammeln die Paddler Müll aus den Flüssen; an einzelnen Stationen auf der Strecke sind Aktionen geplant. "Wir wollen die Öffentlichkeit über die enorme Gewässerverschmutzung und ihre Gefahren informieren und fordern Verantwortliche zum Handeln auf“, kündigt Schulz an. Am Ende der Fahrt ist eine Abschlussveranstaltung im Nationalparkhaus Museum Fedderwardersiel vorgesehen.

Mitfahren können Kanuten, die sich in der Lage fühlen, eine Gepäckfahrt an einzelnen Tagen, mehreren Tagen oder auch die Gesamtstrecke von 430 Kilometern – in der Unterweser tidenabhängig – zu bewältigen. Übernachtet wird in Bootshäusern, auf Campingplätzen oder auf Plätzen, die vorher mit der jeweiligen Kommune vereinbart werden. Die Fahrtstrecken sind so ausgewählt, dass abends Fahrzeuge nachgeholt werden können. Radfahrer können die Strecke neben den Flüssen begleiten.

 

Infos und Anmeldung

Für die Fahrt konnte die Deutsche Umwelthilfe als Förderer gewonnen werden. Die Tour wird vom Landes-Kanu-Verband Niedersachsen unterstützt. Im DKV-Sportprogramm 2019 ist die Fahrt auf Seite 99 ausgeschrieben. Für Interessenten an einer Fahrtbeteiligung ist hier der Fahrtenplan abgedruckt. Anmeldungen und weitere Auskünfte über E-Mail: Edgar.Schulz@gmx.de

 

Foto zur Meldung: Kanu-Aktion für saubere Flüsse: „STINK-Tour“ von Göttingen zur Nordsee setzt Zeichen gegen Gewässerverschmutzung
Foto: Edgar Schulz fordert saubere Gewässer

Paddler gratulieren Wilhelmshaven mit Sternfahrt zum 150. Stadtgeburtstag

(06.03.2019)

Die Wilhelmshavener Vereine (KSW, WKF, WKK) und der Sander KSV haben zum 36. Tag der Niedersachsen und zum 150. Stadtgeburtstag eine Sternfahrt in und um Wilhelmshaven organisiert. Die Tour findet am Sonntag, den 16.Juni 2019 statt.

 

Da der Tag der Niedersachsen im Zeichen des Sports steht, wollen die Kanuvereine dem schönsten Sport der Welt ein Zeichen setzen und 150 Paddler (eine Verbeugung zum Stadtjubiläum) aufs Wasser bringen. Nach dem Start bei den verschiedenen Bootshäusern, treffen sich die Kanuten am Grodendamm und paddeln eine große Runde durch den Wilhelmshavener Hafen. Die Streckenlänge liegt zwischen 12 und 25 km je nach Startpunkt. Als Clou werden einheitliche T-Shirts ausgeben, damit der Teamgeist und die Gemeinschaft noch hervorgehoben werden.

 

Die Kanuvereine bieten bereits am Freitag und Samstag für anreisende Paddler ein weiteres Programm an. Zudem werden Übernachtungsmöglichkeiten geboten.

 

Wer mitpaddeln will, ist herzlich willkommen. Anmeldungen bitte bis zum 11. Mai 2019 per E-Mail an sternfahrt.whv@gmail.com.

Ausschreibung und Anmeldeformular siehe angefügte PDFs.

 

Foto zur Meldung: Paddler gratulieren Wilhelmshaven mit Sternfahrt zum 150. Stadtgeburtstag
Foto: Paddeln unter der Kaiser-Wilhelm-Brücke in Wilhelmshaven Foto Janina Paff

Neue Nutzungsordnung für die Kanusportanlage Bischofsmühle in Hildesheim

(05.03.2019)

Für die künstliche Wildwasserstrecke an der Bischofsmühle in Hildesheim ist eine neue Nutzungsordnung in Kraft getreten.

 

Die Anlage dient der Förderung des Kanusports, hauptsächlich den Disziplinen Slalom, Wildwasser, Kanu-Freestyle, Sicherheit und Kanuwandersport sowie Schul- Kanusport. Durch Vertrag zwischen der Stadt Hildesheim und der Kanu- und Segel-Gilde Hildesheim (KSGH) erfolgt die Koordination der Nutzungstermine durch die KSGH.

 

Terminwünsche von Schulen, Vereinen, Verbänden und anderen Kanusportgruppen werden für den Zeitraum vom 01. März bis zum 15. Oktober jedes Jahres entgegengenommen und koordiniert. Anfragen sind schriftlich zu richten an Koordinatorin Diane Wartinger, Tel.: +49 (0)173 8957970, E-Mail: dhswartinger@gmx.de.

 

Ab sofort werden mit der Terminbestätigung zwei Exemplare der Nutzungsordnung zugestellt. Ein Exemplar muss unterschrieben zurückgesandt werden. Erst danach ist der Termin verbindlich.

 

Weitere Details zu den Nutzungsbedingungen und den Kosten sind im anliegenden PDF nachzulesen.

Foto zur Meldung: Neue Nutzungsordnung für die Kanusportanlage Bischofsmühle in Hildesheim
Foto: Training an der künstlichen Kanustrecke Bischofsmühle in Hildesheim

Grundlagenschulung zum elektronischen Fahrtenbuch

(01.03.2019)

Der KC Lachendorf bietet am 02.03.2019 ab 16:00 Uhr in seinem Bootshaus (Jarnser Straße in Lachendorf) eine Schulung zum elektronischen Fahrtenbuch an. Die Schulung wird von Oliver Weber geleitet, der das eFB-Team seit Jahren mit Tests vor der Veröffentlichung neuer Funktionen unterstützt und sich damit sehr genau im eFB auskennt.

Wer Interesse hat, kann sich noch kurzfristig anmelden: E-Mail wanderwart@kanuclublachendorf.de

 

Foto zur Meldung: Grundlagenschulung zum elektronischen Fahrtenbuch
Foto: Grundlagenschulung zum elektronischen Fahrtenbuch

LKV Niedersachsen hält Widerspruch gegen die Sperrung des Glan aufrecht

(28.02.2019)

Der Landes-Kanu-Verband Niedersachsen zieht seinen Widerspruch gegen die ganzjährige Sperrung des Glan nicht zurück, auch wenn ihm bei einer Ablehnung Kosten entstehen können. „Wir halten die Frage, ob ein Fluss wegen der Gefahr umstürzender Bäume für Boote gesperrt werden kann, für eine Grundsatzangelegenheit, die geklärt werden muss“, erklärt LKV-Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag. „Das sind wir unseren Mitgliedern schuldig“.

 

Die zuständige Genehmigungsbehörde – die SGD Süd - hat in diesen Tagen den LKV auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt/Weinstraße vom Januar 2019 aufmerksam gemacht, mit der die Klage eines gewerblichen Kanuanbieters gegen eine befristete Sperrung des Glan im Jahr 2018 abgewiesen wurde. Vor diesem Hintergrund bot die SGD Süd dem LKV an, den Widerspruch bis Ende Februar zurückzuziehen; anderenfalls drohe ein Ablehnungsbescheid, der zwischen 20 Euro und 1.000 Euro kosten könne.

 

„Ich wundere mich ein wenig, dass wir mehr oder weniger direkt aufgefordert wurden, den Widerspruch gegen die Sperrung des Glan zurückzunehmen, obwohl sich die benannte Entscheidung des Verwaltungsgerichts Neustadt/Weinstr. auf eine andere Verordnung bezieht“, so Sonntag. Die Genehmigungsbehörde erwecke so den Eindruck, das Gericht habe auch die Verordnung, gegen die der LKV Widerspruch eingelegt habe, als rechtmäßig bewertet, was objektiv nicht der Fall sei. Dabei seien die Argumente des LKV, die für einen natur- und landschaftsverträglichen Kanusport sprechen, gar nicht geprüft worden.

 

Gegen die Verordnung, mit der der Glan ganzjährig zwischen Lauterecken und der Kreisgrenze Landkreis Kusel zwischen Odenbach und Meisenheim für das Befahren mit Kleinfahrzeugen gesperrt werden soll, hatten nach einem Aufruf des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) mehr als 200 Vereine und einzelne Kanusportler Widerspruch eingelegt. Sie wurden jetzt ebenso wie der LKV angeschrieben. Der DKV erhält seinen Widerspruch ebenfalls aufrecht.

 

Mehr zur geplanten Verfügung und den Widersprüchen kann hier nachgelesen werden.

 

Foto zur Meldung: LKV Niedersachsen hält Widerspruch gegen die Sperrung des Glan aufrecht
Foto: Der Glan soll für Kanuten gesperrt werden

Saisonstart beim Kanuclub Steinhuder Meer: Anpaddeln und Leine-Frühlingsfahrt

(26.02.2019)

Der Kanu-Club Steinhuder Meer lädt seine Mitglieder und Gäste zum traditionellen Anpaddeln. Am Samstag, 2. März 2019 werden ab 12 Uhr die Boote unter der Brücke „Am Stadtgraben“ in Wunstorf zu Wasser gelassen.

 

Während nach dem milden Winter einige der Ganzjahrespaddler schon die Bedingungen für das Wanderfahrerabzeichen 2019 erfüllt haben, warten andere schon sehnsüchtig darauf, dass die Temperaturen wieder zum Aufenthalt im Freien einladen. Die familienfreundliche und hindernisfreie Strecke bis Neustadt bietet sich auch für Anfänger und Gäste an, die der Verein kennen lernen möchten. Schon jetzt haben sich 40 Teilnehmende gemeldet. Wer mitfahren möchte, meldet sich bitte beim 2. Vorsitzenden Thomas Gleitz, Telefon: 05031-9779215 oder über die Homepage www.kcstm.de an. Auch für das anschließende Kaffeetrinken im Garten ist eine Anmeldung erforderlich. Dort ist dann auch Zeit, um Absprachen für das Sommerprogramm zu treffen. Schon jetzt finden sich auf der Internetseite des Vereins viele attraktive Tourenangebote. Neben den Frühlings-Langstreckenklassikern auf Leine, Aller und Weser sind auch wieder Wildwasser- und Küstenexkursionen geplant.

 

Traditionelle Leine-Frühlingsfahrt am 10. März

In der kommenden Woche startet dann die erste Großveranstaltung: Der Verein richtet gemeinsam mit der KSG Neustadt am 10. März die 50.

Leine-Frühlingsfahrt von Neustadt nach Hodenhagen aus. Hierzu werden bei dem frühlingshaften Wetter wieder mehrere Hundert Aktive erwartet.

 

Foto zur Meldung: Saisonstart beim Kanuclub Steinhuder Meer: Anpaddeln und Leine-Frühlingsfahrt
Foto: Start unter der Auebrücke in Wunstorf (2017)

Neue Befahrungsregelungen an niedersächsischen Gewässern

(26.02.2019)

Das Paddeln auf Flüssen und Seen in Niedersachsen wird immer mehr reglementiert: Aktuell sind neun Befahrungsregelungen dazu gekommen, so dass die Gesamtliste des LKV jetzt 147 Positionen umfasst.

 

Seit Beginn des Jahres 2019 sind neue Bestimmungen für die Elbe, die Este und die Lehrde in Kraft getreten. Sie betreffen unter anderem das Anlanden und Zelten auf den Elbinseln und das Befahren von Este und Lehrde.

Die Liste der Befahrungsregelungen mit Stand 20.02.2019 ist hier veröffentlicht.

Foto zur Meldung: Neue Befahrungsregelungen an niedersächsischen Gewässern
Foto: Paddeln auf der Lehrde zeitweise verboten

Leichter paddeln auf der Unterweser: Biwakplatz auf der Strohauser Plate

(23.02.2019)

Paddler, die ihre Tour auf der Unterweser unterbrechen wollen, finden bei Stromkilometer 46,9 einen Kanu-Biwakplatz auf der Strohauser Plate. Die Flussinsel auf Höhe von Rodenkirchen steht grundsätzlich unter strengem Naturschutz. Für nicht-motorisierte Bootsfahrer ist jedoch das Zelten im eingezäunten Gebiet zwischen Buhne 101 und Buhne 103 erlaubt.

 

Der Platz liegt in einem Gebiet, das der Bundeswasserstraßenverwaltung (WSA) gehört. Das WSA-Gebiet ist eingezäunt und wird nicht beweidet. Das Naturschutzgebiet reicht bis an die MTHW-Linie (MTHW = Mittleres Tide-Hochwasser), die Kante erodiert. Das Anlanden ist nicht ganz einfach: Man hat derzeit zum Anlanden ca. die halbe Tide um Hochwasser Zeit. Bei niedrigerem Stand muss man durch tiefen Schlick waten.

 

Auf der Insel darf man im Prinzip auf Wegen laufen; man bewegt sich aber nicht auf öffentlichem Grund, das Domänenland ist an einen Landwirt zur extensiven Bewirtschaftung verpachtet. Der Landkreis Wesermarsch geht allerdings davon aus, dass Kanuten nicht selbständig auf der Insel herumlaufen, sondern ggf. an einer offiziellen Führung teilnehmen.

Da das Naturschutzgebiet an der MTHW-Linie endet, kann der Strand unterhalb betreten werden, da er zur Bundeswasserstrasse gehört. Leider ist inzwischen kein durchgehender Strand mehr da, viele Bereiche sind stark verschlickt.

Ausdrücklich sind Bildungsveranstaltungen auf der Insel erlaubt, vorausgesetzt, sie werden entsprechend angemeldet. Das könnte man im Kanubereich für Öko-/Naturschutzschulungen nutzen, sofern man ein Konzept erstellt und entsprechend ausgebildete Kursleiter dafür gewinnen kann.

 

Ein PDF mit genauer Beschreibung des Biwakplatzes, der Nutzungs- und Anlandebedingungen sowie nützlichen Links steht unten zum Download zur Verfügung.

 

Wolfgang Bisle, Küstenreferent des LKV Bremen

Foto zur Meldung: Leichter paddeln auf der Unterweser: Biwakplatz auf der Strohauser Plate
Foto: Naturschutzgebiet Strohauser Vorländer und Plate an der Unterweser

Paddeln auf der Lehrde im Frühjahr und Sommer verboten: Neue Naturschutz-Verordnung seit 1. Februar 2019 in Kraft

(17.02.2019)

Seit dem 1. Februar 2019 gilt auf der Lehrde ein generelles Befahrungsverbot. Im Winterhalbjahr gibt es für bestimmte Strecken Ausnahmen, wenn der Wasserstand ausreicht und die Fahrt zuvor bei der Unteren Naturschutzbehörde angezeigt wird. Dies regelt die neue Verordnung für das Naturschutzgebiet „Lehrdetal“, die der Landkreis Verden am 20.12.2018 im Einvernehmen mit den Landkreisen Verden und Rotenburg (Wümme) verabschiedet hat.

 

Das Naturschutzgebiet befindet sich in der Gemeinde Kirchlinteln im Landkreis Verden, in der Stadt Walsrode im Heidekreis und in der Stadt Visselhövede im Landkreis Rotenburg (Wümme).

Das Befahrungsverbot für die Lehrde ergibt sich aus Paragraf 3 der Verordnung, während die Ausnahmen unter Paragraf 4, Absatz 12 „Freistellungen“ geregelt sind. Hier heißt es:

  • Freigestellt sind in der Zeit vom 01.09. bis zum 14.03. des Folgejahres das Befahren der Lehrde mit Kajaks bei ausreichendem Wasserstand von mindestens 30 cm flussabwärts von Lehringen (Brücke K 30) bis zur Mündung,
  • zwischen Brücke K126/K22 (Gross Heins – Idsingen) und Brücke K 30 in der Zeit vom 01.09. bis zum 14.03. des Folgejahres bei ausreichendem Wasserstand von mindestens 50 cm flussabwärts nach vorheriger Anzeige bei der zuständigen Naturschutzbehörden der Landkreise Verden und Heidekreis.

 

Der gültige Pegel befindet sich in Lehringen 50 Meter unterhalb Brücke der K30 bei Kilometer 11.

Anzeige der Fahrt beim Landkreis Verden unter E-Mail: naturschutz@landkreis-verden.de, beim Heidekreis über das Kontaktformular auf der Webseite.
 

Foto zur Meldung: Paddeln auf der Lehrde im Frühjahr und Sommer verboten: Neue Naturschutz-Verordnung seit 1. Februar 2019 in Kraft
Foto: Lehrde bei Groß Heins Foto: LK Verden

Luhe, Lopau und Ilmenau sollen an Himmelfahrt und Pfingsten für Kanus gesperrt werden: LKV fordert Mitwirkung

(14.02.2019)

Der Landkreis Lüneburg will das Kanufahren auf der Luhe, der Lopau und der Ilmenau an Himmelfahrt und Pfingsten verbieten. Der LKV hat von der Planung aus den Medien erfahren und mahnt seine Mitwirkung an. „Es gibt intelligentere Lösungen als ein pauschales Verbot, das Leihbootfahrer und ökologisch geschulte Kanuten gleichermaßen trifft“, so LKV-Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag.

 

Wie der Landkreis in einer Presseinformation mitteilt, sollen die drei Heideflüsse für Ausflügler gesperrt werden, weil die Natur an den Feiertagen unter besonderem Stress stehe. Hintergrund ist, dass die Gewässer vor allem von Leihbootfahrern stark frequentiert werden und diese betrunken, laut und rücksichtslos unterwegs sind.

 

„Hier werden die organisierten Kanuten für das schlechte Benehmen der Gelegenheitskanuten in Haftung genommen, obwohl sie naturbewusste Wassersportler sind“, beklagt Sonntag. Statt eines pauschalen Verbots für alle, sollte es eine Regelung für diejenigen geben, die man eigentlich meint. So könnten die Verleihunternehmen verpflichtet werden, die Zahl der Boote zu kontingentieren und den Alkoholgenuss in den Booten zu untersagen. Für DKV-Mitglieder müssten die Flüsse befahrbar bleiben; sie seien durch Ökologieschulungen sensibilisiert und gingen schonend mit der Natur an den Gewässern um. Durch ihre Mitgliedsausweise und die Bootsbeschriftung seien sie leicht zu identifizieren. Der LKV-Vizepräsident verweist dabei auf einen Beschluss des Runden Tisches Aktion Luhe mit genau dieser Regelung. Dort hatten Bootsverleiher sich selbst zu entsprechenden Maßnahmen verpflichtet.

 

Der LKV hat inzwischen Kontakt mit der Unteren Naturschutzbehörde aufgenommen und seine Beteiligung im Verordnungsverfahren angemahnt, um seine Lösungsvorschläge einzubringen. Es ist ein Gespräch zwischen dem LKV und dem Landkreis für den 12. März 2019 vereinbart worden.

Foto zur Meldung: Luhe, Lopau und Ilmenau sollen an Himmelfahrt und Pfingsten für Kanus gesperrt werden: LKV fordert Mitwirkung
Foto: Die Ilmenau soll für Kanuten gesperrt werden. Foto Landkreis Lüneburg

Leine-Frühlingsfahrt feiert Jubiläum

(13.02.2019)

Am Sonntag, den 10. März 2019 wird wie in jedem Jahr die Leine von bunten Booten und gut verpackten Paddlern bevölkert. Die Traditionsfahrt findet in diesem Jahr zum 50. Mal statt.

Startplatz ist Neustadt am Rübenberge; von dort führt die Strecke über 51,1 Kilometer ohne Wehre und mit flotter Strömung bis Hodenhagen, wo zwei Cafés zur Abschlusseinkehr geöffnet sind. Wer nicht ganz so weit paddeln will, kann die Fahrt auch nach 11,5 Kilometern in Basse beenden beziehungsweise in Niedernstöcken (30,5 km) oder Schwarmstedt (40 km) aufhören.

 

Ausgerichtet wird die Fahrt von der Kanusport-Gemeinschaft Neustadt/Leine und dem Kanu-Club Steinhuder Meer. Details zur Fahrt, Teilnahmegebühren und Anmeldung finden sich hier.

Foto zur Meldung: Leine-Frühlingsfahrt feiert Jubiläum
Foto: Leine-Frühlingsfahrt

2. Internationale Weserfahrt im Juli 2019: Anmeldung bis Ende März möglich

(30.01.2019)

Nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2017 führt der Landes-Kanu-Verband Niedersachsen vom 11. bis zum 27.07.2019 die 2. Internationale Weserfahrt durch. 40 Plätze stehen zur Verfügung, die Anmeldefrist endet am 31. März 2019.

 

„Von den Bergen bis ans Meer“ lautet das Motto der Kanutour auf einem der schönsten deutschen Wanderflüsse. Sie ist als sportliche Gepäckfahrt konzipiert und insgesamt 425 Kilometer lang. Neben der Gesamttour sind kürzere Teiletappen möglich. Insbesondere die Oberweser ist für Familien mit Kindern geeignet.

 

Ein Fluss, drei unterschiedliche Landschaften

Startpunkt ist Hannoversch Münden. Es folgen sechs Paddeltage auf der kurvenreichen Oberweser, immer begleitet vom sanften Mittelgebirge des Weserberglandes. Nach einem Ruhetag in Minden geht es auf dem behäbiger werdenden Fluss durch weite, offene Geest-, Moor- und Heidelandschaft bis Bremen; vier Fahrtage sind für die Mittelweser angesetzt, gefolgt von einem Tag Pause in der Hansestadt. Ab Bremen wird es dann maritim: langgezogene Inseln, Sandstände, riesige Seeschiffe und die Tide machen die nahe Nordsee spürbar. Ein besonderes Highlight: Nach dem zweiten Paddeltag werden die Zelte auf der Insel Harriersand in der Weser aufgeschlagen. Drei Tage dauert die Strecke auf der Unterweser, bevor am 26. Juli 2019 Nordenham und die Nordsee erreicht werden. Für diesen Abschnitt gelten besondere Voraussetzungen.

 

Die gesamte Fahrt dauert 17 Tage, darin sind 13 Paddeltage und zwei Tage Pause unterwegs enthalten. Übernachtet wird im eigenen Zelt auf Campingplätzen oder bei Kanuvereinen. Die Mitfahrer sollten sich selbst verpflegen.

 

Termin, Infos und Anmeldung

Die 2. Internationale Weserfahrt findet vom 11.07. – 27.07.2019 statt. Veranstalter ist der LKV Niedersachsen e.V. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt.

Hier geht`s zur Ausschreibung, zum Tourenplan und zum Anmeldeformular

Weitere Informationen unter www.internationale-weserfahrt.de.

 

Kontakt und Anmeldung: LKV-Referentin Elisabeth Thielbörger, Tel.: 05066-4632, Mail: thielboerger@htp-tel.de.

Eindrücke von der Internationalen Weserfahrt 2017 siehe auch https://www.facebook.com/weserfahrt/

Foto zur Meldung: 2. Internationale Weserfahrt im Juli 2019: Anmeldung bis Ende März möglich
Foto: Internationale Weserfahrt

Erfolg für LKV Niedersachsen: Paddeln an Elbe und Este weiterhin möglich

(24.01.2019)

Der beharrliche Einsatz des Landes-Kanu-Verbandes für die Belange des Kanusports hat sich gelohnt: Die neuen Naturschutzverordnungen für die Elbmündung, die Unterelbe und die Este wurden im Einvernehmen mit dem LKV so gestaltet, dass Paddeln weiterhin möglich ist. Geplante, weitgehende Befahrungs- und Anlandeverbote konnten so verhindert werden. „Gesprächsangebote und Lösungsvorschläge von unserer Seite haben sich bewährt“, kommentiert LKV-Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag die Verhandlungsergebnisse mit den Behörden.

 

Befristetes Fahrverbot auf der Este gestrichen

Für das Naturschutzgebiet „Unteres Estetal“ hatte der Landkreis Stade ursprünglich aus ökologischen Gründen ein Befahrungsverbot auf der Este von der Kreisgrenze bis zur Straßenbrücke der B 73 in Buxtehude vorgesehen. Es sollte vom Jahresanfang bis zum 14. Mai gelten. Der LKV hat die Behörde jedoch davon überzeugen können, dass organisierte Kanuten für den schonenden Umgang mit den Naturräumen sensibilisiert sind und die Kanusportverbände dies durch Schulungen vorantreiben. In der jetzt veröffentlichten Verordnung ist nunmehr das Befahren der Este bachabwärts für Paddelboote bis zu sechs Metern Länge und einem Meter Breite freigestellt. Dies gilt zwischen 9 und 18 Uhr und außerhalb von organisierten Veranstaltungen. Ebenso dürfen Boote an Brücken und an umgestürzten Bäumen umgetragen werden. Für die ortsansässigen Kanuten soll es im Managementplan noch weitere Freistellungen geben wie das Aufwärtspaddeln und nach 18 Uhr. Die Befahrungsregeln werden in Kürze angepasst.

 

Kanus in der Elbmündung erlaubt

Auch für den Mündungstrichter der Elbe konnten Einschränkungen abgewendet werden. Im Verordnungstext der zuständigen Landesnaturschutzbehörde hieß es zunächst: Es ist verboten, das Watt mit Fahrzeugen aller Art zu befahren, mit Booten am Ufer anzulegen oder sich mit Booten im Watt trockenfallen zu lassen. In seiner Stellungnahme, die der LKV über den Landessportbund Niedersachsen einreichte, bat er um eine differenzierte Regelung für Kanus. Mit Erfolg: Das Anlanden von mit Muskelkraft betriebenen Booten im Bereich der Medemmündung und des Altenbrucher Hafens sowie im westlichen Bereich der Ostemündung ist jetzt erlaubt. Zudem sind organisierte Veranstaltungen mit bis zu 30 Personen ohne Zustimmung der zuständigen Naturschutzbehörden möglich.

 

Uferbetretungsverbot an der Unterelbe stark gelockert

An der Unterelbe zwischen Geesthacht und Hamburg sind zwei Naturschutzgebiete in Arbeit. Hier hatte der zuständige Landkreis Harburg ein weitgehendes Einsetz- und Anlandeverbot geplant. Wie der Landkreis nun dem LKV mitgeteilt, sollen die Verordnungstexte geändert werden: Insbesondere die im Verfahren von den Kanufahrern eingebrachten Stellen können danach zum Anlanden und Einsetzen mit Booten aufgesucht werden. Die Verbote zum Zelten, Lagern, Grillen oder dem Entzünden von offenem Feuer werden aus der Verordnung gestrichen.

Auch in das Naturschutzverfahren „Elbe und Inseln“, das der Landkreis Stade betreibt, hat der LKV sich eingebracht, nachdem der Kanusport zunächst nicht beteiligt worden war. Hier geht es vor allem darum, die Möglichkeit zum Anlanden und Betreten zu erhalten. Das Verfahren läuft noch.

 

In Niedersachsen gibt es aktuell 143 Befahrungsregelungen aus Gründen des Naturschutzes. In den meisten Fällen sind sie für Kanuten, die ihren Sport umweltverträglich ausüben, nachvollziehbar. Damit das so bleibt, bemüht sich der Landes-Kanu-Verband Niedersachsen darum, die Interessen des Paddelsports rechtzeitig in die Verfahren einzubringen. Allein seit 2017 ist er in fast 50 Fällen aktiv geworden. Eine Übersicht über die LKV-Stellungnahmen zu Naturschutzverfahren listet die aktuellen Verfahren, die geplanten Beschränkungen für den Kanusport sowie die Stellungnahmen und Lösungsvorschläge des LKV auf.

 

Foto zur Meldung: Erfolg für LKV Niedersachsen: Paddeln an Elbe und Este weiterhin möglich
Foto: An der Elbemündung bleibt Paddeln erlaubt

Auch im Winter attraktiv: die LKV-Kanulehrstätte am Steinhuder Meer

(22.01.2019)

Blauer Himmel und Minusgrade: Eindrücke aus Mardorf zeigen die Kanulehrstätte des Landes-Kanu-Verbandes und das Steinhuder Meer in zauberhaftem Winterlicht.

Das LKV-Heim ist ganzjährig für Besuche und Übernachtungen geöffnet. Während im vergangenen Winter sogar Eissegler aufs Meer konnten, locken vor allem Spaziergänge am See und in der Umgebung. Anfragen und Buchungen sind hier möglich.

 

 

Foto zur Meldung: Auch im Winter attraktiv: die LKV-Kanulehrstätte am Steinhuder Meer
Foto: Die LKV-Kanulehrstätte am Steinhuder Meer im Winter

Niedersächsische Kanuten paddeln 633.554 Kilometer im Jahr 2018

(08.01.2019)

Der Landes-Kanu-Verband Niedersachsen blickt erneut auf eine stolze Bilanz für die Saison 2018:

Genau 633.554 Kilometer stehen in den Fahrtenbüchern der erwachsenen Tourenpaddler; das entspricht 16 Erdumrundungen. „Auch wenn es immer mehr Einschränkungen für Kanuten auf den niedersächsischen Flüssen und Seen gibt: Mit dem Kajak, dem Canadier oder Stand-up-Board erlebt man Niedersachsens Natur auf ganz besondere Weise“, unterstreicht LKV-Präsident Albert Emmerich.

 

Erneut leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr

2018 konnten die Wanderfahrer im Vergleich zu den Vorjahren nicht ganz so viele Kilometer notieren (2017: 641.269, 2016: 668.570 Kilometer), aber während 2017 Regen, Kälte und Hochwasser das Kanufahren erschwerten, waren es im Sommer 2018 Hitze und Wassermangel in den Gewässern.

Dennoch haben 964 aktive Kanuten ihre Fahrtenleistung dokumentiert, die meisten von ihnen auf elektronischem Wege. Die beste Einzelleistung lag bei 5750 Kilometern. Im Schnitt waren die Teilnehmenden 657 Kilometer auf dem Wasser unterwegs.

 

87-Jährige aus Hildesheim liegt erneut vorn

Die Rangliste der Damen führt wie jedes Jahr Sigrid von Breska von der Kanu- und Segelgilde Hildesheim an. Die 87-jährige Hildesheimerin gehört zu den Urgesteinen des Kanusports und ist mit ihrem Boot fast das ganze Jahr auf dem Wasser. 2018 erpaddelte sie 4193 Kilometer. Mehrmals in der Woche findet man sie auf ihrem Hausfluss, der Innerste, regelmäßig ist sie auf Leine, Aller und Weser unterwegs. Auch den Weser-Marathon bewältigte sie 2018 – als älteste Teilnehmerin.

 

405 Wanderfahrerabzeichen

Nicht nur bei den Gesamtkilometern, sondern auch bei den Wanderfahrerabzeichen kann sich die Bilanz der Niedersachsen sehen lassen: 405 Sportlerinnen und Sportler über 18 Jahre haben die Bedingungen für das Wanderfahrerabzeichen in Bronze, Silber, Gold oder Gold-Sonderstufe erfüllt. Gleichzeitig wurde drei Mal das DKV-Globus-Abzeichen erreicht.

 

Bootsclub Nordhorn erfolgreichster Verein

Im Wettbewerb der Vereine erhielt wie bereits in den Vorjahren der Bootsclub Nordhorn mit 764 die meisten Punkte. In der Wertung von: Anzahl der abgegebenen Fahrtenbücher und der errungenen Wanderfahrerabzeichen, Anzahl der durchgeführten Gemeinschaftsfahrten sowie der absolvierten Ökologie-, Sicherheits- und anderen Schulungen brachte er es auf Platz eins, gefolgt von der Kanu-Gesellschaft Celle (986 Punkte) und dem WSV Verden (583 Punkte). 81 Vereine waren am Vergleichswettbewerb 2018 beteiligt.

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Foto: Zu den außergwöhnlichen Paddelerlebnissen inNiedersachsen gehört eine Fahrt im ostfriesischen Wattenmeer

DKV-Kampagne gegen Flusssperrung wegen umstürzender Bäume

(04.01.2019)

In Rheinland-Pfalz soll erstmals ein Fluss für Kanus gesperrt werden, um Paddler vor herabfallenden Ästen oder umstürzenden Bäume zu schützen. Der Deutsche Kanu-Verband ruft deutschlandweit zum Widerspruch gegen die Behörden-Verfügung auf – auch um zu verhindern, dass dieses Argument auf andere Fälle angewendet wird.

 

Der Glan soll ganzjährig gesperrt werden

Bei der geplanten Flusssperrung geht es um den Glan, einen 90 Kilometer langen Fluss im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Dieser Fluss soll zwischen Lauterecken und der Kreisgrenze Landkreis Kusel zwischen Odenbach und Meisenheim für das Befahren mit Kleinfahrzeugen ohne Maschinenantrieb ganzjährig gesperrt werden. Aus dem Verordnungstext und seiner Begründung ergibt sich, dass die ganzjährige Sperrung ausgesprochen wird, um Kanuten vor möglichen Schäden durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume zu schützen.
 

Übertragung auf andere Fälle verhindern

Wenn diese Begründung durchkommen sollte, kann sie willkürlich auf fast jeden anderen Fluss in Deutschland angewendet werden – denn Bäume stehen nahezu an jedem Gewässer. Die anliegenden Vereine werden Widerspruch einlegen. Auch der DKV wendet sich gegen die Verordnung, weil er die Sicherheitsbegründung für vorgeschoben hält. Der Text des Widerspruchs ist unten unter Downloads zu finden.

 

Widerspruch einlegen

Es wäre gut, wenn sich möglichst viele Kanu-Vereine oder Einzelpersonen, die früher auf dem Glan gepaddelt sind, ebenfalls mit einem Widerspruch bei der SGD Süd (Struktur- und Genehmigungsdirektion) melden. Gerne kann der Widerspruch des DKV als Grundlage verwendet werden, sollte aber natürlich bearbeitet werden und auf die Belange des jeweiligen Kanuvereins oder des einzelnen Paddlers zugeschnitten werden. Der Text steht daher auch als einfache Word-Datei zur freien Verfügung.

Der Widerspruch sollte bis zum 13.01.2019 bei der SGD-Süd eingegangen sein. Ideal ist ein original unterschriebener Text per Post oder – wenn es zeitlich knapp wird – die Zusendung des Widerspruchs per Fax an:

 

SGD Süd

Regionalstelle Wasserwirtschaft,

Abfallwirtschaft, Bodenschutz

Fischersstraße 12

67655 Kaiserslautern

 

Fax: 0631 / 3674 – 418

 

Zum Schluss noch eine Bitte des DKV: Lasst uns wissen, wenn ihr einen Widerspruch eingereicht habt und sendet uns diesen als Kopie an die DKV-Geschäftsstelle oder an service@kanu.de.

 

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Foto: Der Glan soll gesperrt werden für Kanus

Das elektronische Fahrtenbuch: kein Buch mit sieben Siegeln

(04.01.2019)

Kanutourenfahrer, die ihre Kilometerleistung im elektronischen Fahrtenbuch (eFB) erfassen wollen und sich bislang nicht so recht daran getraut haben, können jetzt in einem Crashkurs das nötige Handwerkszeug erlernen. Der eFB-Beauftrage des Landes-Kanu-Verbandes Niedersachsen, Olaf Dzwiza, bietet am 17. Januar 2019 einen zweistündigen Workshop an.

 

Wie melde ich mich an, wie gebe ich Fahrten ein, wie nutze ich Tracks von GPS-Aufzeichnungen und Daten aus der Canua-App? Olaf Dzwiza, der im DKV mit für die Entwicklung des elektronischen Fahrtenbuches verantwortlich ist, führt kundig in die Grundlagen der eFB-Nutzung ein und weiß auch über Neuerungen für 2019 zu berichten. Anhand von praktischen Fallbeispielen werden die einzelnen Themen erläutert. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

 

Die efB-Schulung ist ein Angebot des LKV-Bezirks Hannover und findet am 17.01.2019, 18.30 bis 20.30 Uhr beim Hannoverschen Kanu-Sportclub, In den Kämpen 57, 30167 Hannover statt.

Anmeldungen bis Dienstag, 15.01.2019 direkt beim Referenten Olaf Dzwiza formlos (Name, Verein) olaf.dzwiza@kanu-efb.de. Die Teilnahme ist kostenlos.

 

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Foto: Das elektronische Fahrtenbuch: kein Buch mit sieben Siegeln

Neue Wandersportordnung: LKV-Handreichung klärt strittige Punkte

(02.01.2019)

Mit Beginn der Kanusaison 2019 ist die neue Wandersportordnung des Deutschen Kanu-Verbandes in Kraft getreten. Um strittige und auslegungsfähige Bestimmungen zu klären, stellt der LKV Vereinen eine Handreichung zur Verfügung.

 

Die Wandersportordnung regelt, wie aktive Freizeitkanuten ein Sportabzeichen erwerben können. Das so genannte DKV-Wanderfahrerabzeichen kann man mit allen kanusporttauglichen Booten und damit vorrangig in den Disziplinen Kanutouring, Seekajak, Wildwasser und Stand-up-Paddling erwerben. Darüber hinaus werden auch Kanusegelboote gezählt, allerdings werden die zurückgelegten Kilometer nicht angerechnet, wenn sie ausschließlich gesegelt wurden. Fahrten mit Motorkraft (auch mit Hilfsmotoren) sind komplett ausgeschlossen.

Für die Abzeichen werden alle gepaddelten Kilometer gewertet einschließlich der Umtragungen.

 

Die Kilometerleistungen müssen wie bisher hin ein elektronisches oder klassisches Papier-Fahrtenbuch eingetragen und vom Verein/LKV bestätigt werden. Neu ist, dass GPS-Tracks gleichberechtigt neben Kilometerangaben in Flussführern gestellt werden.

 

Eine wesentliche Änderung findet sich auch bei den Gewässerkategorien: Die ehemaligen Großgewässer werden nunmehr differenziert in Küstengewässer, Seengewässer und Ströme. Wildwasser umfasst alle Gewässer der Stufe I, „nicht schiffbare Gewässer“ meint alle Gewässer, die nicht in eine der anderen Kategorien passen. Neu ist die Kategorie „sonstige Gewässer“, die Kanäle, aber zum Beispiel auch die Unterläufe von Ems und Aller erfasst.

 

Nicht verändert sind die Leistungsanforderungen für die Abzeichen (Bronze, Silber, Gold, Gold-Sonderstufen usw.)

 

Die Wandersportordnung ist am 1.Oktober 2018 in Kraft getreten und löst die Version von 2014 ab.

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Foto: DKV-Wanderfahrerabzeichen sind bei Kanuten begehrt

Kanu-Sportprogramm 2019 verspricht spannende Saison

(01.01.2019)

Mit dem Kanu Flüsse, Seen und Nordseeküste erfahren: Wer jetzt Pläne für erlebnisreiche Tage auf Niedersachsens Gewässern machen will, findet im soeben erschienenen Sportprogramm 2019 des Deutschen Kanu-Verbandes eine Fülle von Anregungen. Allein 67 Gemeinschaftsfahrten haben die organisierten Kanuten in Niedersachsen im Programm – und sind damit nach Nordrhein-Westfalens Paddlern die fleißigsten Anbieter in Deutschland.

 

Von Kleinfluss bis Nordsee

Los geht es gleich zu Jahresbeginn mit der traditionellen Celler Eisfahrt auf der Aller (5. Januar). Eine der letzten Touren im Jahr 2019 ist die Rintelner Eisfahrt (7. Dezember), die alljährlich Hunderte Paddler aus ganz Deutschland auf die Weser zieht. Ohne rote Nasen, dafür aber genauso erlebnis- und lehrreich ist man auf Oker, Hunte, Leine oder Wümme sowie bei zahlreichen Lehrgängen für Anfänger und Fortgeschrittene unterwegs. Sportlich Ambitionierte können sich bei Rallyes messen, gemächlicher geht es auf Kleinflüssen in der Heide oder auf den Kanälen im Nordwesten Niedersachsens zu. Etwas ganz Besonderes sind die Fahrten im ostfriesischen Wattenmeer: Wind, Wellen, Ebbe und Flut auf der Nordsee mit dem Kanu zu bewältigen, erfordert in der Regel Erfahrung und spezielle Ausrüstung. An in- und ausländische Teilnehmer wenden sich die Internationale Weserfahrt vom 11. bis zum 27. Juli, die Weserberglandrallye (7.9.), der Wesermarathon (5.5.)sowie die Aller-Hochwasser-Rallye (30.3.).

 

Termindatenbank mit weiteren Angeboten

Das attraktive Fahrten- und Schulungsangebot ist in erster Linie für Freizeitkanuten gedacht, die in Vereinen und Verbänden organisiert sind. Auf Anfrage können jedoch auch Nichtmitglieder teilnehmen – und bei dieser Gelegenheit gleich das Paddeln in Gemeinschaft kennenlernen. Schnupperpaddeln und Anfängerkurse bieten zudem zahlreiche Kanuvereine an.

 

Die 67 niedersächsischen Veranstaltungen sind nur ein Ausschnitt des gesamten Kanusportangebots und betreffen nur die landesweit ausgeschriebenen Touren und Kurse. Darüber hinaus stellen die Vereine vor Ort ein umfangreiches Programm auf, das in der Regel im Laufe des Januars in der Termindatenbank des Landes-Kanu-Verbandes zu finden ist. Neben den Veranstaltungen für die Freizeitsportler unter den Kanuten (Wanderfahrer, Seekajakfahrer, Stand-up-Paddler und Wildwasserkanuten) gibt es ein umfangreiches Trainings-, Schulungs- und Wettkampf-Angebot für Leistungssportler im Kanurennen, Kanupolo, Kanuslalom, Drachenboot und weiteren Disziplinen.

 

Das DKV-Sportprogramm verzeichnet insgesamt mehr als 750 Veranstaltungen in Deutschland sowie alle Befahrungsregelungen auf deutschen Gewässern. Es steht hier zum Download bereit.  Die Papierversion erhalten DKV-Mitglieder kostenlos über ihren Verein oder gegen Portogebühr bei der DKV-Geschäftsstelle.

 

Alle Kanutermine in Niedersachsen sind immer aktuell in der Veranstaltungsdatenbank auf der Webseite des Landes-Kanu-Verbandes zu finden.

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Foto: Sportprogramm 2019 des Deutschen Kanu-Verbandes

Das elektronische Fahrtenbuch (eFB) geht in die dritte Runde

(19.12.2018)

In der ersten Dezember-Woche hat das eFB-Team bereits die dritte neue Version des elektronischen Fahrtenbuches in diesem Jahr freigegeben und für alle Nutzer zur Verfügung gestellt. Mit dieser neuen Version kehrt eine Funktion zurück, die sich sehr viele Wanderwarte gewünscht hatten: der Saisonzwischenstand. 

 

Vor rund zwei Jahren hatte das eFB-Team die Saisonabrechnung auf ein neues Verfahren umgestellt. Damit war eine Funktion entfallen, die im Laufe des Jahres anzeigte, wie der Zwischenstand des eigenen Vereins ist. Diese Auswertung war leider sehr langsam und für größere Vereine gar nicht nutzbar. Nun kommt ein neuer Bericht, der genau diesen Saisonzwischenstand liefert und dabei sehr schnell abrufbar ist. Weiterhin bringt das neue Release verschiedene optische Verbesserungen.

 

Neue Wandersportordnung integriert

Bereits mit dem vorherigen Release 2018/2 wurden wichtige Änderungen vorgenommen: Seit dem 01.10.2018 gilt für die neue Kanusaison eine veränderte Wandersportordnung, was sich insbesondere in der Definition der Kategorien für Gemeinschaftsfahrten zeigt. Diese Anpassung ist wichtig für alle, die ein Silber- oder Gold-Abzeichen anstreben. Das eFB kennt die neue Wandersportordnung und berücksichtigt sie bei den Wettbewerben. Weiterhin können die eFB-Beauftragten der Vereine sich jetzt per E-Mail informieren lassen, wenn sich neue Mitglieder angemeldet haben und auf eine Bestätigung warten.

 

eFB wichtig für Gespräche mit Behörden

In der gerade beendeten Saison 2018 (bis 30.09.2018) haben sehr viele Vereine in Niedersachsen die Saisonabrechnung bereits mit dem elektronischen Fahrtenbuch gemacht und auf klassische Excel-Listen verzichtet. Das ist nicht nur komfortabler, sondern erfolgt auch unter Beachtung aller aktuellen Datenschutzanforderungen. Allerdings sind noch sehr viele Nutzer dabei, die ein klassisches Papierfahrtenbuch führen und bei denen zur Abrechnung lediglich die bestätigte Summe übernommen wird. „Für die laufenden Verhandlungen bei jeder neuen Befahrungsregelung oder beim Erhalt von Zugängen zu Gewässern und der Diskussionslage um die breitensportliche Nutzung von Wasserstraßen sind genaue Daten über Nutzungshäufigkeiten sehr hilfreich“, für der eFB-Beauftragte des LKV Niedersachsen, Olaf Dzwiza, aus. Jedes Fahrtenbuch, das eigenständig online geführt wird, kann diese Arbeit – natürlich mit komplett anonymisierten Daten – ganz erheblich unterstützen. Mit einem Papierfahrtenbuch klappt das nicht. Für die Vereine bedeutet das keine Mehrarbeit. Daher lohnt sich der Einstieg ins eFB für alle.

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Foto: eFB-Logo

Naturschützer und Kanuten rücken zusammen: Gemeinsame Ökoschulung beim WSV Verden

(12.12.2018)

Kooperation statt Konfrontation: In Verden beweisen Wassersportler und Naturschützer mit Gemeinschaftsaktionen, dass beide Seiten das gleiche Interesse an Naturerleben und Naturschutz haben. NABU und Wassersportverein Verden haben jetzt gemeinsam eine Ökoschulung für Paddler durchgeführt.

 

Mit 22 Teilnehmern aus ganz Norddeutschland war die Veranstaltung beim WSV Verden außerordentlich gut besucht. Paddelanfänger, Fahrtenleiter und sogar Ausbilder mit EPP 4-Zertifikat für Küste und Touring waren dabei, als Jens Quade, Referent für Umwelt und Gewässer im Bezirk Lüneburg des LKV Niedersachsen in die Theorie einführte. Auf dem Programm standen Grundkenntnisse über Gewässertypen, Gewässerschutz sowie Tiere und Pflanzen im und am Wasser.

 

NABU-Exkursion ins Naturschutzgebiet

Darauf folgt üblicherweise eine gemeinsame Paddeltour, um das Gelernte in der Natur zu vertiefen.

Doch für so viele Teilnehmer – zumal Anfang Dezember – kann das schwierig werden. Also entschied sich Schulungsleiter Jens Quade für eine Alternative: Den Praxisteil gestaltete erstmals der NABU. Zu Fuß ging es durch den Aller-Auwald in Barnstedt. Sylke Bischoff, beim NABU-Bundesverband für das Projekt „Aller-Vielfalt“ verantwortlich, wartete mit interessanten Informationen zur Aller und deren Aue auf. Sie diskutierte mit den Kanuten auch über die mögliche Renaturierung des Flussufers zwischen Celle und Verden, für die sich der NABU stark macht. Überrascht war die NABU-Vertreterin, wie gut die Paddler über die Natur und Prozesse am Fluss informiert sind. Insgesamt zeigte sich: Beide Seiten haben ein gutes Verständnis für die jeweiligen Belange und stimmen in vielen Forderungen überein.

 

Der Öko-Schulungstag war nicht die erste gemeinsame Aktion von Paddlern und NABU in Verden. Bereits zweimal hatte es zuvor eine geführte Kanutour gegeben, um interessierten Bürgerinnen und Bürgern den Lebensraum Aller vom Wasser aus näher zu bringen und das Verständnis für notwendige Schutzmaßnahmen zu fördern. Beide Seiten wollen die gute Zusammenarbeit auch in Zukunft fortsetzen.

 

 

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Foto: Auwald an der Aller

Rote-Nasen-Tour auf der Weser 527 Kanuten trotzen Regen, Wind und Wellen bei der 47. Rintelner Eisfahrt

(09.12.2018)

Sie machte ihrem Namen alle Ehre: Die Rintelner Eisfahrt 2018 trumpfte mit grauem Himmel, steifer Brise und heftigem Regen auf. Den 527 Kanuten, die am zweiten Dezemberwochenende an der Traditionsfahrt auf der Weser teilnahmen, machte Kälte und Nässe wenig aus. Sie wärmten sich an Glühwein, Eintopf und der heimeligen Atmosphäre im Kreis der großen Kanufamilie.

 

Großes Familientreffen

Bereits zum 47. Mal hatte der Rintelner Kanu-Club zur Eisfahrt aufgerufen und 527 kamen: Die Veranstaltung Anfang Dezember hat sich längst von der Clubfahrt zum Highlight der deutschen Kanuszene entwickelt. Und so treffen sich jedes Jahr Anfang Dezember Kanuten aus ganz Deutschland in Rinteln. Sie kommen aus Lübeck und Hamburg, Wetter und Witten, Köln und Bad Hersfeld, Hannover und Zwickau und aus vielen anderen Orten, um wieder dabei zu sein. Denn dabei sein und mit Freunden reden ist der Hauptgrund zum Kommen. Hier trifft man sich, um die vergangene Saison Revue passieren zu lassen und Urlaubspläne zu schmieden.

 

Weserpegel steigt langsam

Viele reisten schon am Freitagabend an und übernachteten im Bootshaus, im Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil. Am Samstag starteten sie in Einern, Zweiern und Canadiern in Hameln zur 26-Kilometer-Tour nach Rinteln. Der Wasserstand der Weser hatte zum Glück etwas aufgeholt: Dümpelte er im Sommer noch auf historischem Tiefststand von 60 bis 70 Zentimetern, hatte er am Pegel Hameln immerhin die 100 Zentimeter angekratzt. Zum Vergleich: Norm sind 182 Zentimeter.

 

Gefühlte Eisfahrt

Das Wetter war mal wieder eine richtige Eisfahrt, gefühlt 0 bis 2 Grad, Südwestwind Stärke vier mit einigen heftigen Sechser-Böen. Der Regen war stetiger Begleiter, beim Einsetzen gegen 11 Uhr war es ein leichtes Tröpfeln, pünktlich zur Pause an der Glühweintanke in Großenwieden schauerte es so heftig, dass einige Paddler erst gar nicht ausstiegen. Diejenigen, die es dennoch wagten, wurden von den knallroten Helfern des DLRG wie immer sicher aus- und eingebootet, betreutes Paddeln auf höchstem Niveau.

 

Auf dem letzten Teil der Fahrt ließ der Regen dann wieder deutlich nach, aber davon ließ sich der Wind nicht anstecken und blies weiterhin mit voller Kraft. Das Gelände des KC Rinteln war gut gefüllt. Der Eintopf war wie jedes Jahr hervorragend, sofort waren Kälte und Nässe vergessen. Und im gemütlich proppevollen Bootshaus, perfekt umsorgt vom Team des Rintelner Kanu-Clubs, verlief die Wartezeit auf die Fahrer im Nu. An Gesprächsstoff über diese tolle Fahrt mangelte es sicher nicht. Und auch die kommenden Fahrten machten schon die Runde und Lust auf mehr.

 

Das nächste Winterhighlight: Celler Eisfahrt

Und da die Norddeutschen bekanntermaßen hart im Nehmen sind: Am 5. Januar 2019 findet die Celler Eisfahrt an der Aller statt.

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Foto: Der Tannenbaum reist mit: Rintelner Eisfahrt 2018

Landes-Kanu-Verband ist für Erhalt der Umtragestelle am Luhe-Wehr Schnede

(07.12.2018)

Das Wehr Schnede an der Luhe ist nach Auffassung des Landes-Kanu-Verbandes (LKV) Niedersachsen für Paddler nicht gefährlich. Damit wendet sich der Kanudachverband gegen eine Verlegung der Umtragestelle, wie sie von Teilnehmern des Runden Tisches „Nachhaltiges Kanuwandern an der Luhe“ ins Gespräch gebracht worden war.

 

LKV-Gutachten für Runden Tisch

Der LKV hatte die Situation am Wehr im Auftrag des Runden Tisches noch einmal genau unter Lupe genommen. In dem Gutachten, das nunmehr vorliegt, heißt es: „Der LKV würde es sehr begrüßen, wenn die bisherige Umtragestelle erhalten bliebe, da sie sich bewährt hat. Das Vorbeifahren am Wehr ist auch für Ungeübte bei normalen Bedingungen gefahrlos möglich.“

 

Am Runden Tisch, der am 9. Oktober 2018 zum ersten Mal tagte, war die Umtragemöglichkeit am Wehr Schnede thematisiert worden mit der Überlegung, die Umtragestelle vor das Wehr auf die rechte Seite zu verlegen. Dadurch würde sich der Umtrageweg jedoch deutlich verlängern. Begründet wurde der Vorschlag mit einer angeblichen Gefährlichkeit des Wehres. Dieses Argument hält der LKV jedoch nicht für stichhaltig.

 

Auch Ungeübte können Wehr gut erkennen

Die bisherige Umtragestelle befindet sich auf der rechten Seite hinter dem Wehr, so dass man an dem Wehr vorbeifahren muss, um sie zu erreichen. Fahren Paddler auf das Wehr zu, können sie es gut erkennen. Da bei normalem Wasserstand das meiste Wasser am Wehr vorbei in den Mühlenkanal fließt, geht vom Wehr auch keine besondere Sogströmung aus. Die Wehrkante ist zudem überbaut und die Spaltbreite zu schmal für ein Kanu. Ein unbeabsichtigtes Befahren des Wehres ist damit ausgeschlossen. Da der Fluss an dieser Stelle genauso breit ist wie vorher, ist ein gefahrloses Vorbeipaddeln auch für Ungeübte möglich. Kanuten informieren sich zudem vorher, ob mit einem Wehr auf dem Flussabschnitt zu rechnen ist, bzw. werden von dem Bootsverleiher auf das Wehr hingewiesen.

 

Diese Beurteilung gilt für normale Verhältnisse und nicht für Hochwasser, wie der LKV ausdrücklich betont. Im Deutschen Kanu-Verband organisierte Paddler würden aber generell für solche Gefahren geschult, und verantwortungsbewusste Bootsverleiher würden bei Hochwasser keine Boote an Unerfahrene ausgeben.

 

Foto zur Meldung: Landes-Kanu-Verband ist für Erhalt der Umtragestelle am Luhe-Wehr Schnede
Foto: Keine Gefahr für Kanuten: das Luhe-Wehr Schnede

Kanuten reinigen Kanu-Fisch-Pass am Rüninger Okerwehr in Braunschweig

(06.12.2018)

Äste, Blätter, Müll: Bootsgasse und Fischaufstiegsanlage am Rüninger Wehr an der Oker in Braunschweig waren in den vergangenen Monaten durch Treibgut unpassierbar geworden – sowohl für Fische als auch für Kanus. Jetzt griffen die Paddler zur Selbsthilfe: Sie räumten den Unrat weg und machten Fischpass und Bootsgasse wieder gängig.

 

Treibgut entfernt, Bürsten gekürzt

Für den Landes-Kanu-Verband hatte Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag den Missstand zwar an die Braunschweiger Stadtverwaltung gemeldet, doch die reagierte erstmal nicht. Daher machten sich die Kanuten selbst an die Arbeit – nachdem sie sich zuvor mit allen zuständigen Stellen abgestimmt hatten: Zunächst wurde das Treibgut vor und aus der Bootsgasse entfernt. Die Stadtentwässerung Braunschweig hatte dafür den Wasserspiegel am Wehr abgesenkt. Der Bürstenriegel im Einlassbereich, der wie eine Sperre wirkte, wurde auf zirka 25 Zentimeter gekürzt und der nächste auf 30 statt bisher 50 Zentimeter. Damit ist der Kanu-Fisch-Pass an die tatsächlichen Verhältnisse des abgesenkten Wasserspiegels der Oker oberhalb des Wehres angepasst und nun wieder funktionsfähig.

 

Nach Abschluss der Arbeiten kam dann auch die Antwort vom Beschwerdemanagement der Stadt Braunschweig: Nicht die Stadtverwaltung sei zuständig, sondern der Unterhaltungsverband Oker. Bis zur Reinigung sollten Kanuten den vorhandenen Steg nutzen und die Boote umtragen. Das ist nun dank der Tatkräftigkeit der Paddler nicht nötig.

Foto zur Meldung: Kanuten reinigen Kanu-Fisch-Pass am Rüninger Okerwehr in Braunschweig
Foto: Alles wieder frei für Kanuten und Fische - die Oker am Rüninger Weh

Starke Leistung im Bezirk Hannover: 578 Wanderpaddler erfahren 208.517 Bootskilometer im Jahr 2018

(03.12.2018)

Erst zu viel, dann zu wenig Wasser: Nach dem nassen Jahr 2017 stellte der trockene Sommer 2018 die Kanuten im LKV-Bezirk Hannover vor neue Herausforderungen. 578 Paddler aus 22 Vereinen meisterten sie souverän mit insgesamt 208.517 gefahrenen Kilometern. 115 von ihnen wurden jetzt bei der Bezirksfeierstunde mit einem Wanderfahrerabzeichen belohnt.

 

Hildesheimer Frauen liegen vorn

Im Schnitt kam jeder Teilnehmer am Wandersportwettbewerb auf 360,76 Kilometer. Kein Thema für Siegrid von Breska. Die 87-Jährige von der Kanu- und Segelgilde Hildesheim belegt mit ihren 4.193 Kilometern wie in den vergangenen Jahren Platz eins, gefolgt von einer Paddelkameradin vom DAV Hildesheim mit 3.333 Paddelkilometern. Der stärkste Mann brachte es auf 2.916 gefahrene Kilometer.

 

Ein paar starke Paddelenthusiasten nahmen sich eine Auszeit, so dass der Kilometerzähler am Ende gut 5.000 Kilometer weniger als im Vorjahr anzeigte. An der Gesamtleistung hatten die Jugendlichen einen Anteil von 8.310 Kilometern. Dafür haben elf Paddler mehr ihr Fahrtenbuch abgegeben. Einen Neuzugang gab es auch bei den Vereinen: Erstmals hat der WSV Altwarmbüchen mit seiner SUP-Sparte am Wanderfahrerwettbewerb teilgenommen.

 

115 Auszeichnungen

An 25 erwachsene Paddler wurde das Wanderfahrerabzeichen verliehen: je einmal Gold 40, Gold 15, Gold 10 und Gold, fünfmal Silber und sechzehnmal Bronze. 79 Teilnehmer erhielten Bronze-Wiederholer. Bei den jungen Paddlern gingen zwei Bronzeabzeichen an die Jugend und neun Bronzeabzeichen an die Schüler.

 

Vereine im Vergleich

In der Kategorie „Vereinsvergleich nach Kilometern“ stand erneut der Paddel-Klub Hannover auf Platz ein. 42.068 Kilometer haben die Vereinsmitglieder erpaddelt. In der Punktewertung liegt der DAV Hildesheim vorn.

 

Darüber hinaus erfreuten sich die Teilnahmen an den Sicherheits- und Ökologieschulungen einer neuen Beliebtheit. An vier verschiedenen Schulungen im Jahr 2018 nahmen insgesamt 65 Paddler teil – 41 mehr Teilnahmen als in 2017. Das ist neuer Rekord.

 

Gemeinschaftsfahrten im Kanu-Bezirk Hannover 2018

Nicht nur wegen niedriger Pegelstände auf den Flüssen und Bächen fiel so manche Fahrt aus, dennoch gab es in der Saison 631 Gemeinschaftsfahrten.

Die beliebten Touren wie 48. Leine-Frühlings-Fahrt, 12 Stunden von Hannover, Bezirksabpaddeln auf dem Steinhuder Meer, 20. Schneewittchenfahrt und Rintelner Eisfahrt fanden wieder statt. Die neuen Fahrtangebote auf Bezirksebene: Lichterfahrt mit der Jugend zum Maschseefest sowie das Neujahrsanpaddeln (trotz hohem Wasserstand) wurden gut angenommen. Ebenfalls wurde die „Stechmückentour“ der Kanuwanderer Hannover mit über 30 Teilnehmern gut besucht.

Erstmalig richtete die SUP-Sparte des WSV Altwarmbüchen den 1. WELCON Moor Cup 2018 - SUP Landesmeisterschaft Niedersachsen, mit vollem Erfolg aus.

 

Auf ein Neues: Gemeinschaftsfahrten sowie Aus- und Fortbildungsangebote 2019

In der kommenden Saison werden diese Fahrten, bis auf die Schneewittchenfahrt und das SUP-Leine-Rennen, wieder angeboten werden. Hinzu kommen Fahrtausschreibungen von den Wiking Faltbootwanderern mit der „Kaperfahrt ins Wohnzimmer“ und vom WSV Altwarmbüchen eine „SUP Herbsttour auf der Leine“.

 

Foto zur Meldung: Starke Leistung im Bezirk Hannover: 578 Wanderpaddler erfahren 208.517 Bootskilometer im Jahr 2018
Foto: Mit 87 Jahren noch immer im Boot: Siegrid von Breska paddelte 4.193 Kilometer in der Saison 2018. Rechts: Bezirksvorsitzender Detlev Fischer. Foto: Jo Kaiser

Über 400 Kanuten aus dem Bezirk Weser-Ems beteiligen sich am Wanderfahrerwettbewerb

(02.12.2018)

338 Erwachsene und 75 Jugendliche aus 24 Vereinen haben in der Saison 2018 am Wanderfahrerwettbewerb im LKV-Bezirk Weser-Ems teilgenommen. Gemeinsam kommen sie auf 188.717 km Paddelkilometer. 151 Kanuten haben ein Wanderfahrerabzeichen errungen, neun von ihnen Gold-Sonderstufen.

 

Mit dieser Bilanz steht der Bezirk etwas besser da als 2017: Im vergangenen Jahr standen am Saisonende 179.377 Kilometer in den Büchern, 146 Abzeichen konnten an die fleißigen Paddler vergeben werden.

 

Die Ergebnisse der Jugend und der Schüler sind 2018 etwas zurückgegangen: Von 11.430 Paddelkilometern im Jahr 2017 auf 10.283 Paddelkilometer im Jahr 2018. Wanderfahrerabzeichen gab es in der abgelaufenen Saison 14 – eins mehr als im Jahr zuvor. Erwähnenswert ist ein Jugend-Silber-Abzeichen beim BC Nordhorn und ein Schüler-Silber-Abzeichen beim Emder Kanu Club.

 

Vollmondpaddeln und Unterweser-Tour

2018 konnte der Bezirk Weser-Ems zwei neue Gemeinschaftsfahrten für das DKV-Programm hinzugewinnen. Zum einen das Vollmondpaddeln für Nachtschwärmer des WKF Wilhelmshaven – ein interessanten Wochenende, das der Verein mit seinem Sommerfest kombiniert hat. Tagsüber gab es interessante Fahrten auf Banter See und Maade, abends beziehungsweise nachts eine Tour durch den nächtlichen Hafen inklusiv umtragen am Grodendamm.

Als zweites die Unterwesertour, die tidenabhängig, mal stromauf, mal stromab auf der Unterweser zwischen Berne und Nordenham stattfindet. Eine dritte Fahrt konnte wiederbelebt werden: Die ehemalige Osnabrücker Kanurallye wird jetzt als Osnabrücker Citytour weitergeführt.

 

Planung 2019: 150 Paddler auf Sternfahrt durch Wilhelmshaven
2019 finden in Wilhelmshaven der 36. Tag der Niedersachsen sowie der 150. Stadtgeburtstag statt. Hierfür haben sich die drei Wilhelmshavener Vereine sowie der KSV Sande zusammengefunden, um eine Fahrt/Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Das Ziel ist, mindestens 150 Paddler in einheitlicher Montur (T-Shirts) aufs Wasser zu bringen. Das Ganze soll im Rahmen der Sportmeile als Sternfahrt von den verschiedenen Bootshäusern mit anschließender gemeinsamer Runde durch den Hafen zwischen Deich- und Kaiser-Wilhelm-Brücke stattfinden.

 

Foto zur Meldung: Über 400 Kanuten aus dem Bezirk Weser-Ems beteiligen sich am  Wanderfahrerwettbewerb
Foto: Wanderauf dem Bezirk Weser-Ems treffen sich in Berne

Neubau der Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe Kanuten auf dem Weg von der Weser zur Elbe müssen vorläufig umtragen

(28.11.2018)

Das Abschlussbauwerk des Hadelner Kanals, die Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe wird erneuert. Während der Bauzeit von Februar 2019 bis April 2022 kann dort nicht geschleust werden. Eine Möglichkeit zum Umtragen mit Hilfe eines Bootswagens wird eingerichtet.

 

Schifffahrtverbindung Weser – Elbe

Der Hadelner Kanal ist Teil des 55 Kilometer langen Schifffahrtweges zwischen Weser und Elbe, der von vielen Kanuten genutzt wird. Er verbindet Bremerhaven und Otterndorf über die Geeste, den Bederkesa-Geeste-Kanal, die Aue und den Hadelner Kanal. Über die Otterndorfer Schleuse gelangt man dann in die Elbe. Bei Kanuten, die zur Küste wollen, ist dieser Binnenweg sehr beliebt, da die Alternative über die Außenweser wegen ihres Nordseecharakters für viele nicht infrage kommt.

 

Alte Otterndorfer Schleuse muss ersetzt werden

Die Otterndorfer Schleuse wurde 1854 als Tunnelgewölbe mit einem Stemmtorpaar in die Deichlinie gebaut. Nachdem zahlreiche Deiche wegen der kontinuierlich steigenden Pegelstände der Nordsee bereits erhöht worden sind, muss dies im Bereich Otterndorf nun nachgeholt werden – mit Konsequenzen für die Schleuse. Das Bauwerk lässt sich konstruktionsbedingt nicht weiter erhöhen. Deshalb wird es abgerissen und komplett neu errichtet. Während die Schleusenzeiten in Otterndorf bisher von der Tide abhängig waren, kann in Zukunft durchgehend während der Dienstzeiten geschleust werden, auch im Winter, wenn kein Eisgang ist.

 

Umtragen über neuen Schwimmsteg

Während der auf gut drei Jahre angesetzten Bauzeit ist ein Schleusen nicht möglich. Für Kanuten wird jedoch mit Baubeginn eine Umtragemöglichkeit eingerichtet. Dafür wird vor der Schleuse auf der Höhe der Seglerhalle ein Ponton verankert, über den man aussteigen kann. Allerdings muss man dann sein Boot bis zum Sportboothafen im Mündungsbereich der Medem rollern, da außendeichs vor der Schleuse kein Anleger vorgesehen ist. Die Entfernung beträgt ca. 1 km.

Ein Ausstieg an der Medem, die 400 Meter westlich der Kanalschleuse in die Unterelbe mündet, ist nicht vorgesehen. Nicht mehr nutzbar ist auch der Ponton am Durchstich zwischen Medem und Kanal, über den man bisher außerhalb der Schleusenzeiten umtragen konnte. Dieser Ponton entfällt zukünftig.

 

Wegen des recht langen Umtrageweges werden der LKV Bremen und der LKV Niedersachsen gemeinsam mit dem Bauträger, dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, sprechen.

Foto zur Meldung: Neubau der Kanalschleuse Otterndorf an der Unterelbe Kanuten auf dem Weg von der Weser zur Elbe müssen vorläufig umtragen
Foto: So soll die neue Schleuse am Hadelner Kanal aussehen

Neuer Kanuanleger an der Oker fertig

(22.11.2018)

Ein neuer Kanuanleger an der Oker bei Börßum (Kilometer 82,6) erleichtert Paddlern neuerdings den Ein- und Ausstieg. Der Anleger befindet sich auf der rechten Flussseite ca. 100 Meter oberhalb der Straßenbrücke von Börßum und ist auf einem Asphaltweg bequem zu erreichen.

 

Gebaut wurde der Kanuanleger vom Landkreis Wolfenbüttel. Bereits vor zwei Jahren hatte der LKV dazu Gespräche mit dem Landkreis im Rahmen der Förderung des Kanutourismus geführt. „Schön, dass der Anleger nun fertiggestellt ist“, freut sich LKV-Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag.

 

Foto zur Meldung: Neuer Kanuanleger an der Oker fertig
Foto: Bequemer Ein- und Ausstieg für Kanuten am neuen Anleger

Gute Saison für LKV-Bezirk Braunschweig: 112.754 Paddelkilometer und 8 Goldabzeichen

(14.11.2018)

Im Bezirk Braunschweig des LKV Niedersachsen waren die Wanderpaddler in der vergangenen Saison besonders fleißig: Sie machten 112.754 Kilometer Strecke, acht Kanuten errangen ein Abzeichen in Gold oder Gold-Sonderstufe.

 

Diese Bilanz konnte Bezirkswanderwart Jens Strauch am Samstag, den 10. November 2018 bei der Wanderwartetagung in Peine verkünden. Zugleich wurden Sportler für ihre besonderen Leistung geehrt: Das Wanderfahrerzeichen Gold 50 wurde an Friedhelm Danert von der KG Peine und Uwe Siebert vom MTV Vater Jahn Peine verliehen. Kurt Emmerich (KGNO Braunschweig) schaffte das Gold 35-Abzeichen. Die Vereinswertung gewann die Kanu Gemeinschaft Peine.

 

243 Kanuten beim Wandersport-Wettbewerb

3.729 Kilometer haben die Jugendlichen in der Saison 2017/2018 erpaddelt, 109.025 Kilometer gehen auf das Konto der Erwachsenen. Insgesamt haben von den 243 Teilnehmern am Wandersport-Wettbewerb 31 Personen eine Öko- oder Sicherheitsschulung (1. Hilfe, EPP) besucht. Dieses ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang, allerdings gibt es einen Anstieg bei den Schulungen.

 

Die im DKV-Sportprogramm aufgeführten Veranstaltungen im Bezirk sind in diesem Jahr

gut besucht worden, berichtete Jens Strauch: Alle Veranstaltungen haben wie geplant stattgefunden.

Die Beteiligung war durchweg sehr gut. Mit mehr als 70 Teilnehmern und ca. 40 Booten war die Lampionfahrt der Jugend in Braunschweig wieder ein richtiger Erfolg, die auch von zahlreichen Passanten beobachtet wurde.

 

Ausblick auf 2019

Im DKV-Sportprogramm werden für die neue Paddelsaison wieder alle traditionellen Gemeinschaftsfahrten angeboten: angefangen beim Braunschweiger Kanumarathon am 18. November 2018 über die Gänseliesel-Frühlingsfahrt am 6. April 2019 bis hin zur Oker-Herbstfahrt am 15. September 2019. Dazu kommen Kanukurse für Kajak und Canadier sowie für die neue Sparte SUP, die im Bezirk gut angenommen wird.

 

Alle Veranstaltungen finden sich in der Termindatenbank.

 

Foto zur Meldung: Gute Saison für LKV-Bezirk Braunschweig: 112.754 Paddelkilometer und 8 Goldabzeichen
Foto: Friedhelm Danert (Mitte) mit Wanderfahrerabzeichen Gold 50. Links Jens Strauch, rechts LKV-Vizepräsident Hans-Ulrich Sonntag

Kanuten machen Welle gegen Plastikmüll

(08.11.2018)

Dosen, Plastikflaschen und sogar Gartenstühle: Was andere ins Wasser werfen, haben Kanuten und Umweltaktivisten in Hannover bei einer gemeinsamen Müllsammelaktion wieder rausgeholt. Fünf Kubikmeter Abfall kamen so in nur drei Stunden zusammen. Ziel war es, auf die Verunreinigung durch Plastikmüll in unseren Gewässern aufmerksam zu machen.

 

Über 50 Müllsammler auf hannoverschen Gewässern

Mehr als 50 Freiwillige waren dem Aufruf von Nicola Dommus, Wanderwartin des Kanubezirks Hannover, und Nick Hutchings von Greenpeace Hannover gefolgt und begaben sich mit Kajaks und Canadiern auf „Fischzug“ auf Leine, Ihme und Maschsee. Nach drei Stunden waren die Boote mit kleinen und großen Gegenständen gefüllt, die in oder am Rand der Gewässer „entsorgt“ worden waren.

 

Riesiger Abfallhaufen in drei Stunden

Beeindruckendes und zugleich erschreckendes Ergebnis: Fünf Kubikmeter groß war der Abfallhaufen am Ende. Darin Rucksäcke, Büro- und Gartenstühle, Grillsortiment, Matratzen, Schlafsäcke, Isomatten, Elemente von Absperrzäunen, Europaletten bis hin zu Einkaufswagen aus Super- und Baumärkten und leider auch viele Geldbörsen.

 

Diesen „fangfrischen Plastikmüll aus Hannover“ haben Nick Hutchings und seine Greenpeace-Botschafter öffentlichkeitswirksam am darauffolgenden Tag am Ufer des Maschsees ausgestellt. Kaum ein Passant kam unbemerkt an der Situation vorbei. Die zahlreichen Greenpeace-Botschafter informierten die Spaziergänger ausführlich über die Aktion, über die verheerenden Ausmaße der Verunreinigung in den Meeren durch Plastikmüll und riefen zur Nachhaltigkeit auf.

 

Kanuvereine und –verbände engagieren sich

An der hannoverschen Müllsammelaktion haben sich drei Kanuvereine des Bezirks Hannover beteiligt: der Hannoversche Kanu-Club von 1921 e.V., der Kanu Club Hameln e.V., und der KSC Hannover. Sie war nicht die erste und einzige Aktion dieser Art. Kanuten sind Natursportler und engagieren sich seit Jahren für saubere Gewässer. Der Wassersportverein Gronau beispielsweise fischt unter der Leitung von Wanderwart Henning Klücher Jahr für Jahr bis zu einem Kubikmeter Plastikmüll aus der Leine.

 

Müll- und Unrat-Sammel-Sack

Auch der Deutsche Kanu-Verband setzt Zeichen gegen Gewässerverschmutzung. Mit dem Müll- und Unrat-Sammel-Sack (MUSS) und unter dem Motto „Mein Fluss MUSS sauber sein!“ zeigt der DKV, dass die Qualität unserer Gewässer Kanuten sehr am Herzen liegt. Die MUSS-Beutel können als Einheit von je 50 Stück von allen Interessierten zum Preis von 40,- Euro (zzgl. einmaliger Versandkostenpauschale 8,95 Euro) bei der DKV-Wirtschafts- und Verlags GmbH bestellt werden.
Und wenn der MUSS nicht ausreicht und größere Säuberungsaktionen durchgeführt werden müssen, greift das zweite Umweltprojekt, für das der Kanu-Verband sich einsetzt. Mit der Gewässerretter-App können Müllansammlungen dokumentiert und Säuberungen organisiert werden: www.gewaesserretter.de/app.

Foto zur Meldung: Kanuten machen Welle gegen Plastikmüll
Foto: Ein Canadier voll Müll

Immer mehr Befahrungsregelungen an niedersächsischen Gewässern

(30.10.2018)

Immer häufiger müssen sich Kanuten auf Einschränkungen für das Paddeln in Niedersachsen einstellen: Eine aktuelle Übersicht des Landes-Kanu-Verbandes verzeichnet 143 Befahrungsregelungen aus Gründen des Naturschutzes. Im Jahr zuvor waren es noch 124 gewesen.

 

Ökoschulungen für Vereinskanuten

Als Natursportler haben Paddler in vielen Fällen zwar Verständnis für Schutzvorschriften; gleichzeitig weisen sie aber darauf hin, dass vor allem die organisierten Kanuten sensibilisiert und geschult für den schonenden Umgang mit den Naturräumen sind. Die Vereine und Verbände des Kanusports bieten dafür regelmäßig Ökologieschulungen an. Daher appellieren sie an die Naturschutzbehörden, nicht pauschal Befahrungs- und Betretungsverbote auszusprechen, sondern mit ihnen gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die beiden Seiten gerecht werden. Störungen der empfindlichen Ökosysteme ließen sich unter anderem mit zeitlich oder räumlich befristeten Regelungen vermeiden.

 

LKV bietet Gespräche an

Der LKV bemüht sich daher darum, mit den Unteren Naturschutzbehörden (in der Regel Landkreise und kreisfreie Städte) ins Gespräch zu kommen, bevor Verordnungsentwürfe für die Naturschutz- oder Landschaftsschutzgebiete fertiggestellt oder sogar beschlossen sind. Da die Kanuvereine und der Verband nicht automatisch von den Behörden beteiligt werden, erfahren sie jedoch nicht immer von geplanten Verordnungen. Alle Vereine und Paddler, die von Planungen vor Ort erfahren, sind gebeten, den LKV zu informieren. Dies gilt umso mehr, als die Unteren Naturschutzbehörden derzeit besonders viele Schutzverfahren für FFH-Gebiete ausweisen – das sind die Naturräume, die das Land nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU nach Brüssel gemeldet hat. Sie müssen bis Ende 2018 unter Schutz gestellt werden. Seit 2017 hat der LKV bereits in mehr als 40 Fällen Stellung zu solchen Verfahren genommen.

 

Kanuten sind verpflichtet, sich vor dem Befahren eines Gewässers über mögliche Einschränkungen zu informieren. Die aktuellen Regelungen für die niedersächsischen Gewässer fließen in die Gewässerdatenbank des Deutschen Kanu-Verbandes ein.

Foto zur Meldung: Immer mehr Befahrungsregelungen an niedersächsischen Gewässern
Foto: Das Allertal bei Wolfsburg ist Naturschutzgebiet

Naturkundliches Wochenende auf Spiekeroog

(30.10.2018)
Nicht nur das Paddeln an der Nordseeküste, sondern vor allem die Tier- und Pflanzenwelt im Nationalpark Wattenmeer stehen im Mittelpunkt eines naturkundlichen Wochenendes für Kanuten. Es findet vom 24. bis zum 26. Mai 2019 auf Spiekeroog statt.
 
Start- und Endpunkt ist der Hafen von Neuharlingersiel. Von dort geht es per Boot durch das Wattenmeer zur Insel Spiekeroog und zurück. Übernachtet wird in eigenen Zelten auf dem Campingplatz Spiekeroog.
 
Teilnehmende benötigen eine vollständige Seekajak-Ausrüstung und Kälteschutz, Seebefähigung SaU oder EPP3-Küste mit Gezeitenkenntnissen. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Personen begrenzt.
Veranstaltet wird die Fahrt von Rolf Doliner (Fahrtenleiter) und Martin Volpers (Ökologiereferent des Bezirks Weser-Ems im LKV Niedersachsen).
Anmeldungen sind bis zum 3.5.2019 zu richten an Rolf Doliner, E-Mail r.doliner@gmx.de
 
 

Foto zur Meldung: Naturkundliches Wochenende auf Spiekeroog
Foto: Das Wattenmeer vor der ostfriesischen Küste ist ein ganz besonderes Kanurevier. Foto: Sabine Marach

Schnupperpaddeln auf der Landesgartenschau

(20.10.2018)

Anfang September stand die Landesgartenschau in Bad Iburg ganz im Rahmen des Sports: mit dabei die Kanuabteilung des Wassersportvereins Osnabrück. Mehr als 300 Mal legten die Kajaks, Canadier und SUP-Boards mit Kanuinteressierten ab.

 

Bei traumhaftem Wetter hat der WSV Osnabrück im Rahmen des Sportwochenendes des Kreissportbundes auf der Landesgartenschau ein zweitägiges Schnupperpaddeln angeboten.

Bevor es losgehen konnte, musste zunächst ein Steg gebaut werden, denn die Betonstufen zum Charlottensee waren wegen des niedrigen Wasserstands nicht nutzbar. So wurde aus Paletten, Holzplatten, Bierbänken und einem Rasenteppich eine stabile und sichere Ein- und Ausstiegsstelle geschaffen, die durchaus die doppelte Größe hätte haben können. Denn wir wurden regelrecht überrannt von Interessierten. Nur selten kamen wir mal dazu, etwas zu trinken oder zu essen, geschweige uns selbst etwas von der Ausstellung anzusehen.

 

14 Boote voll im Einsatz

Zehn Kajaks, ein Canadier und drei SUP-Boards waren fast ununterbrochen im Einsatz und bescherten uns an beiden Tagen volle Boote. Das schöne Wetter lud gerade dazu ein, sich wagemutig auch ohne Wechselwäsche aufs Wasser zu begeben. Die am meisten gestellte Frage war: "Wieviele sind denn schon ins Wasser gefallen?" Tatsächlich hat es bei geschätzten über 300 Touren niemand geschafft, ins Wasser zu fallen. Vor allem die Jüngeren versuchten sich auf den SUP-Boards im Stehend-Paddeln. Viele Sportler, die auf der nahe gelegenen Bühne ebenfalls ein interessantes Programm während des Sportwochenendes boten, probierten die Kajaks aus. Nach einiger Zeit hatten es die meisten raus in den doch recht drehfreudigen Kurzbooten ihre Bahnen über den Charlottensee zu ziehen. Manchmal waren sogar drei Generationen im Canadier unterwegs. Leider hatten wir keine Zeit uns das Sportfest selber anzusehen, denn teilweise gab es sogar Warteschlangen für bestimmte Boote.

 

Werbung für den Kanusport im Verein

Viele Vereinsflyer mit Infomaterial über den Kanusport wurden vor allem an interessierte Familien aus der Umgebung verteilt. Vielleicht sehen wir ja bald einige am Bootshaus wieder.

Unsere fleißigen Helfer auf und am Wasser waren Marc, Christina, Renate, Brigitte, Jens, Manfred, Olaf, Petra, Manfred, Martin und Sabine, und es hätten gerne mehr sein können. Ohne Auf- und Abbau sowie Organisation gerechnet sind wir auf über 150 Einsatzstunden gekommen!

Umso mehr sei daher allen herzlich gedankt, die hier mit ihrem Einsatz und ihrer Begeisterung mitgewirkt haben, den WSV Osnabrück zu präsentieren. Jeder Einzelne hat dazu beigetragen, das Interesse am Wassersport zu wecken und einen kleinen Einblick in diese wunderschöne Sportart zu geben.

 

Martin Volpers

Foto zur Meldung: Schnupperpaddeln auf der Landesgartenschau
Foto: Schnupperpaddeln unter kundiger Anleitung

2. Internationale Weserfahrt im Juli 2019

(14.08.2018)

13 abenteuerliche Paddeltage „von den Bergen bis ans Meer“

 

Nachdem die 1. Internationale Weserfahrt 2017 erfreulich erfolgreich verlaufen ist, führt der Landes-Kanu-Verband Niedersachsen vom 11. bis zum 27.07.2019 die 2. Internationale Weserfahrt durch. Mit 13 Fahrtagen wird sie 2019 einen Tag länger dauern, da für die Unterweser drei Tage angesetzt worden sind. Ein besonderes Highlight wird dabei die Übernachtung auf dem schönen Naturzeltplatz der Insel Harriersand sein.

 

„Von den Bergen bis ans Meer“ lautet das Motto der Kanutour auf einem der schönsten deutschen Wanderflüsse. Sie ist als sportliche Gepäckfahrt konzipiert und insgesamt 423 Kilometer lang. Neben der Gesamttour sind kürzere Teiletappen möglich. Insbesondere die Oberweser ist für Familien mit Kindern geeignet.

 

Ein Fluss, drei unterschiedliche Landschaften

Startpunkt ist Hannoversch Münden. Es folgen sechs Paddeltage auf der kurvenreichen Oberweser, immer begleitet vom sanften Mittelgebirge des Weserberglandes. Nach einem Ruhetag in Minden geht es auf dem behäbiger werdenden Fluss durch weite, offene Geest-, Moor- und Heidelandschaft bis Bremen; vier Fahrtage sind für die Mittelweser angesetzt, gefolgt von einem Tag Pause in der Hansestadt. Ab Bremen wird es dann maritim: langgezogene Inseln, Sandstände, riesige Seeschiffe und die Tide machen die nahe Nordsee spürbar. Eine Besonderheit: Nach dem zweiten Paddeltag werden die Zelte auf der Insel Harriersand mitten in der Weser aufgeschlagen. Drei Tage dauert die Strecke auf der Unterweser, bevor am 26. Juli 2019 Nordenham und die Nordsee erreicht werden. Für diesen Abschnitt gelten besondere Voraussetzungen.

 

Die gesamte Fahrt dauert 17 Tage, darin sind 13 Paddeltage und zwei Tage Pause unterwegs enthalten. Übernachtet wird im eigenen Zelt auf Campingplätzen oder bei Kanuvereinen. Die Mitfahrer sollten sich selbst verpflegen.

 

Termin und Infos 2019

Die 2. Internationale Weserfahrt findet vom 11.07. – 27.07.2019 statt. Veranstalter ist der LKV Niedersachsen e.V. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt.

Kontakt und Informationen: LKV-Referentin Elisabeth Thielbörger, Tel.: 05066-4632, Mail: thielboerger@htp-tel.de. Weitere Informationen unter www.internationale-weserfahrt.de. Eindrücke von der Internationalen Weserfahrt 2017 siehe auch https://www.facebook.com/weserfahrt

 

 

 

Foto zur Meldung: 2. Internationale Weserfahrt im Juli 2019
Foto: Die Oberweser, im Hintergrund die Burg Polle